Monat: Januar 2012

Solarstrom senkt Börsenstrompreise um bis zu 10 Prozent

Photovoltaik sorgte an der EPEX im vergangenen Jahr für Einsparungen von 840 Millionen Euro. Photovoltaik senkte den Strompreis einer Studie des Insituts für ZukunftsEnergiesysteme (IZES gGmbH) zufolge um durchschnittlich 10 Prozent, zur Mittagszeit bis zu 40 Prozent.

„Es wird viel über die Kosten des Solarstroms geredet“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, welcher die Studie in Auftrag gegeben hat. „Die IZES-Studie zeigt, dass Solarstrom bereits heute auch entlastende Preiseffekte hat.“

AG Energiebilanzen legt Bilanz für 2010 vor

Private Haushalte in Deutschland nutzen das Spektrum an Energieträgern voll aus – mit immer stärkerem Fokus auf erneuerbare Strom- und Wärmegestehung. Die aktuelle Bilanz der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) stellt fest, dass Erdgas mit 40 Prozent weiterhin die Spitzenposition an der Energieversorgung deutscher Haushalte einnimmt. Öl und Strom stellen jeweils 20 Prozent des Energiebedarfes sicher. Fernwärme und Kohle decken jeweils 7 und 2 Prozent ab. Erneuerbare Energien haben erneut zugenommen und erreichen einen Anteil von über 11 Prozent.

Absatz von Wärmepumpen hat 2011 wieder zugenommen

Der Zuwachs lag nach Angaben des Bundesverbandes Wärmepumpe e.V. (BWP) mit knapp 57.000 Stück bei 11,8 Prozent. Wie schon 2010 waren 2011 Luft-Wärmepumpen die großen Gewinner.

Während der Absatz von Erdwärmepumpen mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent relativ konstant blieb, stieg die Zahl der verkauften Luft-Wärmepumpen um 27,8 Prozent bei einem Gesamtanteil von 57,2 Prozent.Vor allem Splitgeräte legten im Jahresverlauf deutlich zu.

Ist das KfW-Programm zur Gebäudesanierung in Gefahr?

Die Mittel der KfW-Bankengruppe zur Gebäudesanierung stehen vor einer unsicheren Zukunft, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in einer gemeinsamen Erklärung befürchten.

Die finanzielle Ausstattung für die Gebäudesanierung soll nach dem Willen der Bundesregierung bis 2014 eigentlich bei 1,5 Milliarden Euro liegen, gespeist aus dem „Energie- und Klimafonds“. Da die Preise für CO2-Zertifikate aus verschiedenen Gründen sehr niedrig liegen, sei die Finanzierung stark gefährdet. Die Regierung wolle vorerst nur die Hälfte der zugesagten Mittel auch tatsächlich auszahlen.

2011: niedriger Energieverbrauch bei steigenden Heizkosten

Die Heizkostenbilanz des Jahres 2011 fällt nach Angaben des Energiemanagers Techem gemischt aus. Während die Witterung zu den mildesten seit Beginn der Wetterbeobachtung zählte, haben steigende Brennstoffpreise diesen Vorteil oft unwirksam werden lassen.

Der Energieverbrauch für die Raumheizung ist laut Techem um 18 Prozent niedriger als 2010. Während Nutzer einer Gasheizung laut Prognose circa 13 Prozent weniger Heizkosten verbuchen, müssen Eigner einer Ölheizung im Schnitt wohl mit einem Kostenzuwachs von ungefähr zwei Prozent rechnen.

Kürzung der Einspeisevergütung bald monatlich?

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) verfolgt in seiner Position zur Einspeisevergütung einen anderen Ansatz als Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP) und dessen Quotenmodell. Wie Röttgen am Donnerstag sagte, favorisiere er anstelle von Quoten oder Deckeln ein Modell, in dem monatliche, kleinere Kürzungsschritte vollzogen werden.

Alternativ könne man über eine quartalsweise Kürzung nachdenken. Zusatzabsenkungen über die bislang im EEG fixierten maximal 24 Prozent im Jahr hinaus seien nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) nicht vorgesehen.

Sächsische Energieagentur informiert über Solarthermiehäuser

Die Sächsische Energieagentur (SAENA GmbH) hat eine umfangreiche Broschüre zum Thema „Heizen mit der Sonne“ veröffentlicht. Auf knapp 50 Seiten erklärt die SAENA GmbH das Konzept des „Solarthermiehauses“. Diese Häuser weisen einen solaren Deckungsgrad von mehr als 50 Prozent auf. Sie gewinnen also über die Hälfte der jährlichen Energie aus ihrer Solarthermieanlage. Die beschriebenen Konzepte sollen im Neubau wie auch im Bestandsbau umsetzbar sein.