Sanierung

Fördermittel für Altbausanierung kaum bekannt und selten genutzt

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Im Wochentakt landet die altbekannte Meldung in den Mailboxen: die Sanierungsquote sei zu niedrig – gepaart mit Unverständnis darüber, warum wenige Hausbesitzer ihren Altbau sanieren. Ein Hindernis für eine höhere Sanierungsquote liegt in den Kosten. Das Portal daemmen-und-sanieren.de hat knapp über eintausend Sanierungswillige befragt, ob ihnen die bestehende Förderkulisse für energetische Sanierungen überhaupt bekannt ist. 

Die befragten Personen interessierten sich für eine Fenstermodernisierung, eine Dachsanierung oder für Dämmarbeiten an der Fassade. Es wurde telefonisch gefragt, ob

  • überhaupt bekannt ist, dass Fördergelder existieren und
  • ob diese Fördergelder für das Sanierungsprojekt ausschlaggebend wären.

Die Ergebnisse sind leider recht eindeutig.

Ein großer Teil der Befragten kennt die Förderprogramme nicht

Umfrageergebnis: Nur wenige nutzen bestehende Förderprogramme für energetische Sanierungen

Nur wenige nutzen bestehende Förderprogramme für energetische Sanierungen

  • Mit 123 Ja-Stimmen und einem Anteil von 12,20 Prozent nutzen nur wenig mehr als zehn Prozent bestehende Förderprogramme.
  • Der größte Gruppe der Befragten mit 395 Stimmen – entspricht 39,19 Prozent – waren Fördergelder für ihre geplante Altbausanierung überhaupt nicht bekannt. Sie hielten diese Gelder aber für sehr relevant für ihr Projekt und wollten gerne mehr darüber erfahren.
  • Fast fünf Prozent (41 Personen) waren über die Fördergelder informiert, aber erhielten keine Gelder für ihr Vorhaben. 
  • Zwanzig Prozent der Befragten (207) hielten die Fördergelder für nicht relevant,
  • während das letzte verbleibende Viertel (242) keine Aussage treffen konnte oder wollte.

Kern des Problems scheint demnach ein Mangel an Informationen zu sein: fast vierzig Prozent der Sanierer wussten überhaupt nicht, dass Fördergelder existieren, die ihnen bei den Baumaßnahmen unter die Arme greifen würden. Sicherlich ist der Endkunde nicht ganz unschuldig an dieser Situation, jedoch trägt seitens der potentiellen Geldgeber ein mangelndes Informationsverhalten und komplizierte Programme und Vergabeverfahren sicherlich nicht zu einer Klärung der Lage bei.

Förderprogramme für die Altbausanierung der KfW

Dabei sind die Konditionen beispielsweise der KfW-Programme durchaus attraktiv, wie daemmen-und-sanieren.de auf der Übersicht zur Förderung von Wärmedämmung aufschlüsselt: so erhalten Sanierer durchaus zwischen 15.000 bis 30.000 Euro an Zuschüssen aus dem Programm 430, wenn ein Haus auf den Standard eines KfW-Effizienzhauses gebracht wird – und auch Einzelmaßnahmen wie die Fassadendämmung oder ein neues Heizsystem können mit 5.000 bis 7.500 Euro bedacht werden.

Greift man stattdessen zur kreditbasierten Variante, sind zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen möglich (Programm 151/152). Die Darlehen reichen hierbei von 50.000 bis 100.000 Euro, wenn ein Haus auf den Effizienzhausstandard gebracht wird. Auch für Einzelmaßnahmen können Beträge von bis zu 50.000 Euro in Anspruch genommen werden. Wir haben die gängigen Fragen und Antworten zur Beantragung von Fördermitteln einmal für Sie aufgeführt.

Sanierungsstau zieht sich durch alle Gewerke

Eine von Braas, einem Anbieter von Systemlösungen für das geneigte Dach, beauftragte repräsentative forsa-Umfrage unter deutschen Eigenheimbesitzern kam zu überraschenden Ergebnissen: Mehr als die Hälfte der befragten Eigenheimbesitzer hat ihr Dach noch nie sanieren lassen (59 Prozent).

Nicht nur bei Dach, Fenstern oder Dämmarbeiten stockt die Modernisierung: auch im Heizungskeller herrscht noch eine Vorliebe für Antikes. So war im Jahr 2016 nach Angaben des BDH nur jede dritte Heizung auf dem Stand der Technik.

10 Kommentare

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  2. Meist werden Bauherren von ihren Unternehmen für Altbausanierung unterstützt. Um die Förderung muss sich dann aber jeder selbst kümmern. Kollegen haben sich ein altes Haus zugelegt und wollen es ausbauen.

  3. Thomas sagt

    Da muss ich sagen, dass ich zu der grössten Gruppe der Befragten auch gehöre. Da mir über Fördergelder für Altbausanierung auch nicht bekannt war. Dieses Thema ist aber sehr aktuell für mich jetzt.

  4. Louise sagt

    Freunde wollen eine Altbausanierung vornehmen. Ich werde sie mal auf die Förderprogramme ansprechen. Über den Hauskauf habe ich mir auch schon Gedanken gemacht und würde gern mehr darüber wissen.

  5. Meine Schwester und ihr Ehemann haben vor, ihr Haus sanieren zu lassen. Ob sie etwas über Förderprogramme für die Altbausanierung wissen, ist mir unbekannt. Daher werde ich diesen Beitrag an sie weiterleiten.

  6. Luise Hanson sagt

    Ich hatte immer befürchtet, dass die Sanierung unseres Altbaus ein „Fass ohne Boden“ sein könnte und mich deshalb davor gescheut. Die hier empfohlenen Förderkredite werde ich mir auf jeden Fall ansehen. Vielleicht schaffen wir es damit ja doch schon in diesem Jahr.

  7. Es sieht so aus, als bestünde eine Korrelation zwischen dem Wissen um Fördermittel und deren Beantragung. Bei der Gebäudesanierung des Altbaus, den ich von meinen Großeltern erhielt, musste auch einiges beantragt werden. Mich mach am meisten der Papierkrieg fertig. Das Bauen an sich ist eher spannend.

  8. Neeltje Forkenbrock sagt

    Interessant, dass es noch so wenig bekannt ist, dass Fördermöglichkeiten für die Sanierung von Altbauten bestehen. Wir haben letztes Jahr in unserem Altbau-Haus eine Dachsanierung gemacht. Eine nicht unerhebliche Menge der Kosten haben wir durch Fördermittel gestemmt. Vielleicht sollten Leute, die sich unsicher sind sich in dieser Hinsicht beraten lassen.

  9. Heike sagt

    Ich habe nicht gewusst, dass es Fördermöglichkeiten für die Altbausanierung gibt. Wir möchten gerade unser Dach reparieren lassen. Da es aber solche Förderprogramme existieren, sollten wir uns vielleicht auch eine Dachsanierung überlegen. Vielen Dank für einen informativen Artikel.

  10. Neeltje sagt

    Interessant, dass ein Großteil der Menschen die Förderprogramme für Sanierungen gar nicht kennt. Das war bei meiner Tante auch so. Sie hat ein Haus geerbt und ich habe ihr geholfen die Dachrenovierung kostensparend über die Bühne zu bringen.

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