Monat: Oktober 2011

Vergütung für kleine Photovoltaikanlagen soll in Großbritannien halbiert werden

Dies berichtet das Magazin photovoltaik.eu unter Bezug auf einen Artikel des englischen „Guardian“. Demnach hat eine „umfassende Überprüfung“ der Einspeisevergütung durch die Regierung begonnen, die bis Jahresende abgeschlossen sein soll. Energieminister Gregory Barker hat bereits einige Zahlen für die neuen Sätze bekanntgegeben.

Für alle Photovoltaik-Anlagen zwischen 1 und 150 Kilowatt seien Kürzungen geplant. Systeme mit einer Spitzenleistung von bis zu vier Kilowatt sollen nach dem Vorschlag nur noch mit umgerechnet rund 24 Cent (21 Pence) je Kilowattstunde vergütet werden. Der bislang gültige Wert betrug 43,3 Cent pro kWh.

Stiftung Warentest – nur wenige Kaminöfen sind rundum gut

Zum Beginn der Heizsaison hat Stiftung Warentest die Gelegenheit genutzt, um aktuelle Kaminöfen einmal genauer in Augenschein zu nehmen. Das Fazit zu den 19 getesteten Öfen fällt allerdings alles andere als erwärmend aus, denn gerade einmal sieben Kaminöfen erhielten ein „Gut“. Die Mängelliste ist bedenklich: nach Meinung von Stiftung Warentest erreichten nur drei der Öfen wirklich wirtschaftliche Wirkungsgrade (alle drei Modelle waren Pellet-Kaminöfen). Auch an den Abgaswerten vieler Modelle konnten die Tester nur wenig Gefallen finden.

Die neue Einspeisevergütung ab 2012 in der Übersicht

Die Bundesnetzagentur hat gestern die neue Degression der Einspeisevergütung bekanntgegeben. Demnach sinkt die Einspeise­vergütung um fünfzehn Prozent.

Demnach bewegen sich die neuen Sätze laut des Bundeverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) zwischen 17,94 und 24,43 Cent pro eingespeister Kilowattstunde. Freiflächen bleiben wie bislang von einer gesonderten Vergütung ausgenommen.

Energiebranche: Zeitumstellung spart keine Energie

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert in einer heutigen Pressemitteilung, die Zeitumstellung abzuschaffen. Einer der ursächlichen Gründe für die Zeitumstellung war unter anderem die Hoffnung auf Senkung des Energieverbrauches. Solche Effekte sieht der BDEW allerdings nicht: „Seit Jahren kann die Energie­wirtschaft kaum eine Sparwirkung durch den Dreh am Zeiger erkennen. Eines der wichtigsten Argumente für die Einführung der Sommerzeit war, das Tageslicht besser zu nutzen, um Energie zu sparen. Dieses Argument hat sich aber nicht als stichhaltig erwiesen“, so Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Zwar werde an Sommerabenden generell weniger Strom für Licht verbraucht – der Effekt werde aber durch andere Kosten wieder zunichte gemacht.

Einspeisevergütung für Photovoltaik sinkt 2012 voraussichtlich um 15 Prozent

Die Bundesnetzagentur hat die neuen Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen veröffentlicht. Für Anlagen, die ab dem 1. Januar 2012 in Betrieb gehen, erhält der Anlagenbetreiber für jede in das Netz eingespeiste Kilowattstunde Strom einen Betrag zwischen 17,94 Cent und 24,43 Cent, je nach Standort und Größe der Anlage.

„In den vergangenen zwölf Monaten wurde uns ein Zubau an Leistung von insgesamt rund 5.200 MW gemeldet. Dieser Wert führt dazu, dass die Vergütung von PV-Anlagen, die ab dem 1. Januar 2012 in Betrieb gehen, um 15 Prozent niedriger sein wird als die aktuelle Vergütung. Der Zubauwert von 5.200 MW liegt erheblich unter dem Wert von 7.800 MW, der uns noch im Vergleichszeitraum Oktober 2009 bis September 2010 gemeldet worden war. Das System des atmenden Deckels, das die Kosten des Ausbaus der Photovoltaik begrenzen soll, trägt sicher zu dieser Entwicklung bei“, sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Bundesregierung ruft den Vermittlungsausschuss an

Wie die Bundesregierung mitteilt, wird sie den Vermittlungsausschuss anrufen, um die steuerliche Förderung von Gebäudesanierungen neu zu verhandeln. Eigentümer (Vermieter, Verpächter und Selbstnutzer) sollen jährlich zehn Prozent der Sanierungsaufwendungen über einen Zeitraum von zehn Jahren steuermindernd geltend machen können. Der Bundesrat hatte diesen Vorschlag unter Verweis auf die hohen Kosten, die auf die Bundesländer zukämen, abgelehnt. In den letzten Tagen hatten einige Bundesländer ihre Kompromiss­bereitschaft erklärt, so dass eine Anrufung des Vermittlungsausschusses positive Ergebnisse zeitigen könnte.

Wem gehört die Energiewende? Die Eigentumsverteilung bei den Erneuerbaren

Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland sind Bürgerinnnen und Bürger die mit Abstand wichtigste Gruppe unter den Investoren. In den Sparten Photovoltaik und Windenergie an Land sind Privatpersonen traditionell die wichtigste Gruppe unter den Investoren.

Zu diesem Ergebnis kommen das Marktforschungsinstitut trend:research und das Klaus Novy-Institut (KNi) in einer aktuellen, vom Bundesumweltministerium geförderten Studie, wie die Agentur für Erneuerbare Energien mitteilt. Mehr als 50 Prozent der in Deutschland installierten Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen befinden sich demnach im Eigentum von Privatpersonen und Landwirten.

Änderungen in den wohnwirtschaftlichen KfW-Programmen zum 01. Januar 2012

Die KfW Bankengruppe hat kürzlich eine Zusammenfassung aller Änderungen erstellt, die ab dem 01. Januar 2012 für ihre Programme gelten. Laut Angaben der KfW sind die Fördermittel für die Programme „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (151, 152, 153 und 430) bis zum Jahr 2014 gesichert. Pro Jahr stehen demnach jeweils 1,5 Milliarden Euro für Sanierungs- und Bauvorhaben zur Verfügung. Alle weiteren Änderungen in der Übersicht.

Zentralverband Sanitär Heizung Klima kritisiert "Heizungswechsel zum Hammerpreis"

Viessmann hatte in Kooperation mit der „BILD“ Anfang Oktober diese Modernisierungsaktion gestartet. Dort erhält der Kunde eine Heizungsmodernisierung mit einem Viessman-Gerät sowie einen Gasliefervertrag zu einem niedrigen Festpreis. Aus Sicht des SHK-Handwerks hat Viessmann mit diesem Schritt die seit Jahrzehnten bewährte Marktpartnerschaft mit dem installierenden Gewerbe einseitig aufgekündigt.

Strompreise steigen 2012 voraussichtlich um vier Prozent

Somit würde ein durchschnittlicher deutscher Haushalt mit einem Verbrauch von viertausend Kilowattstunden pro Jahr ungefähr 35 Euro mehr pro Jahr ausgeben müssen. Dies teile das Portal „Verivox“ unter Berufung auf den hauseigenen „Verivox-Verbraucherpreisindex“ mit. Dieser liegt im November 2011 beim Durschnittsverbrauch von 4.000 kWh bei 977 Euro im Jahr. Die leicht gestiegene EEG-Umlage führe demnach zu einem jährlichen Zusatzaufwand von drei Euro.

Moderne Heizungspumpen sparen Energie

Eine veraltete Heizungspumpe kann während der Heizperiode für bis zu 10% des Stromverbrauches eines Haushaltes verantwortlich sein, wie die „Initiative EnergieEffizienz“ der Deutschen Energie-Agentur (dena) erinnert. Ungeregelte alte Pumpen können somit zusätzliche und unnötige Stromkosten von 120 Euro verursachen.

Diese Umwälzpumpen finden sich vor allem in alten und übergroßen Heizsystemen. Sie arbeiten mit einer unnötig hohen Leistung und passen sich nicht zeitnah dem Wärmebedarf an. Zeitgemäße, geregelte Pumpen erreichen demgegenüber einen vergleichsweise minimalen Verbrauch von 22 Euro im Winter.

Clearingstelle EEG beseitigt Unsicherheiten beim Eigenverbrauch von Solarstrom

Verbrauchen Anlagenbetreiber oder ein Dritter den Strom aus einer Photovoltaikanlage in räumlicher Nähe zur Anlage selbst, so besteht Anspruch auf eine Eigenverbrauchsvergütung nach § 33 Absatz 2 des EEG.

Der genaue Betrag hängt vom Umfang des Eigenverbrauches ab. Die Clearingstelle hat in ihrer „Empfehlung 2011/2/1“ die Bedeutung der Formulierung „unmittelbare Nähe“ genauer beleuchtet und auch die Frage behandelt, ob eine Zwischenspeicherung des Stroms als Eigenverbrauch gewertet werden kann.

Erdwärme-Branche trifft sich im November in Bochum

Unternehmen aus allen Bereichen der Erdwärme-Branche nehmen an der diesjährigen geoENERGIA 2011 teil. Die Fachmesse findet begleitend zum Geothermiekongress DGK 2011 vom 15. bis 16. November im RuhrCongress Bochum statt. Auch in diesem Jahr stößt die geoENERGIA auf reges Interesse und immer mehr Aussteller haben bereits ihren Stand für die Veranstaltung gebucht.

Bundesnetzagentur gibt neue Höhe der EEG-Umlage für 2012 bekannt

Die EEG-Umlage wird 2012 damit auf 3,592 ct/kWh (2011: 3,530 ct/kWh) ansteigen, wie die Bundesnetzagentur heute mitteilte. Der Anstieg liegt damit bei 0,062 ct/kWh. „Nachdem die EEG-Umlage für das laufende Jahr gegenüber 2010 um über 70 Prozent gestiegen war, liegt sie für das Jahr 2012 weiterhin auf dem Niveau von 2011.

Gründe für das stabile Niveau sind u.a. der erwartete Anstieg der Preise an der Strombörse und ein geringerer Zubau an Photovoltaik-Anlagen. So liegt der für 2012 erwartete Zubauwert von 4,5 Gigawatt deutliche unter dem Wert des Boomjahres 2010, in dem noch ein Zubau in Höhe von rund sieben Gigawatt zu verzeichnen war“, sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Übergangsnetzbetreiber (ÜNB) ernmitteln jährlich am 15. Oktober die Höhe der EEG-Umlage, welche von der Bundesnetzagentur überprüft wird.

Heizspiegel 2011: kalte Winter und teures Heizöl trieben 2010 die Heizkosten nach oben

Die Kosten für ölbeheizte Häuser sind um über ein Drittel gestiegen. Eine 70 Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl zu beheizen kostete im Jahr 2010 850 Euro. 2009 zahlte man mit 630 Euro noch 220 Euro weniger. Heizte man ein ähnliches Gebäude mit einer Erdgasheizung lagen die Heizkosten bei durchschnittlich 805 Euro, einem Anstieg von 20 Euro in einem Jahr. Auch für Fernwärme mussten Nutzer 20 Euro mehr als im Vorjahr auf den Tisch legen. Dies ist das Ergebnis des „Heizspiegel 2011“, den die gemeinnützige CO2-Online GmbH in enger Kooperation mit dem Deutschen Mieterbund (DMB) veröffentlicht hat.

"Erdwärmebohrstopp" in Baden-Württemberg ist aufgehoben

Die Aufhebung des Bohrstopps ist seit dem 07.10.2011 in Kraft, wie das Umweltministerium Baden-Württemberg mitteilt. Stockwerks­übergreifende Bohrungen sind damit wieder möglich. „Ich freue mich, dass es in den letzten Wochen gelungen ist, zwischen der Geothermie­branche, der Versicherungswirtschaft und uns Einigkeit herzustellen über die künftigen Qualitäts- und Versicherungsstandards bei Geothermiebohrungen. Damit hat oberflächennahe Geothermie in Baden-Württemberg wieder alle Chancen!“, kommentiert Umweltminister Franz Untersteller die Aufhebung.

„Studienradar“ stellt Studien zu allen Aspekten der Erneuerbaren bereit

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat in enger Kooperation mit dem ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) ein neues Online-Angebot gestartet. Das „Studienradar Erneuerbare Energien“ stellt in einer Datenbank Studien zu systemanalytischen, ökonomischen, politischen, ökologischen und gesellschaftlichen Aspekten der Erneuerbaren Energien für jeden frei einsehbar bereit.

Das Portal bietet zusätzlich eine Übersicht über Forschungsinstitute und Beratungsunternehmen in Deutschland, den Forschungsatlas. Eine Deutschlandkarte zeigt Einrichtungen, die sich mit technologischen, politischen, wirtschaftlichen, ökologischen oder sozialen Aspekten Erneuerbarer Energien beschäftigen.

Reduziert steigende Energieeffizienz den Nutzen von Nah- und Fernwärmenetzen?

Zu diesem Schluss kommt teilweise eine Studie der Ostfalia-Universität Wolfenbüttel, wie das Fachmagazin TGA-Fachplaner heute berichtet. Die Studie wurde im Auftrag des Institutes für Wärme und Oeltechnik (IWO), des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) und das VDZ-Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik. Durch steigende Energieeffizienz sinkt der Wärmebedarf deutscher Gebäude immer weiter. Dadurch würde ein klassisches Fernwärmenetz immer unwirtschaftlicher, vor allem in Neubaugebieten mit sehr effizientem Gebäudebestand.

EEG-Umlage steigt 2012 weiter an

EEG-Umlage steigt 2012 weiter anDies berichtete die Financial Times Deutschland (FTD) unter Berufung auf eigene Quellen unter den Betreibern der deutschen Hoch­spannungs­­­netze. Es werde demnach ein „moderater Anstieg“ zu verzeichnen sein. Die Ökostromumlage bewege sich von den aktuellen 3,53 Cent pro Kilowattstunde weiter in Richtung auf 4 Cent pro Kilowattstunde zu. Am Freitag, dem 14. Oktober 2011 werden die Betreiber die exakten Zahlen veröffentlichen.