Monat: Mai 2011

CO2-Gebäudesanierung soll ab nächstem Jahr 1,5 Milliarden Euro erhalten

Dies berichtet der TGA-Fachplaner heute unter Berufung auf eine gestrige Pressekonferenz in Berlin. Der Betrag von 1500 Millionen Euro soll demnach ab 2012 für Gebäudesanierungs­programme bereitstehen. Ein großer Teil dieser Mittel soll nicht mehr vom Bundeshaushalt kommen, sondern aus dem Energie- und Klimafonds, der 2011 bereits 500 Millionen Euro der insgesamt 936 Millionen Euro für die Sanierungsprogramme der KfW-Bankengruppe bereitgestellt hat.

Weiterhin hat Peter Götz, kommunalpolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion angekündigt, „dass von der Koalition eine Abschreibemöglichkeit von 10 % jährlich vorgesehen ist und „die zusätzliche Einrichtung langfristiger Finanzierungsmöglichkeiten der Gebäudesanierung auf marktorientierter Basis“ geprüft werden“.

Regierungskoalition plant Deckelung der EEG-Umlage

Dies berichtet das Magazin Photovoltaik.eu heute. Die Spitzen der Union und der FDP haben sich demnach nicht nur auf einen konkreten Fahrplan für den Atomausstieg geeinigt: auch die EEG-Umlage soll umgebaut werden. Um „erneuerbare Energien schnell zur Marktkonformität zu führen und effizienter zu gestalten“, sollen „Kostensenkungspotentiale ausgeschöpft werden“. Dies habe zum Ziel, die EEG-Umlage nicht über 3,5 Cent pro Kilowattstunde steigen zu lassen. Nach Bekanntgabe des Vorstoßes übten mehrere Seiten scharfe Kritik an den Plänen.

TÜV Rheinland eröffnet neuen Messplatz für Solarmodule

Wie der TÜV Rheinland berichtet, hat er seine Leistungen erweitert. Im Kölner Solarprüfzentrum wurde demnach ein neuer Spektralmessplatz errichtet. Dieser soll die Messung der spektralen Empfindlichkeit und der Quanteneffizienz von PV-Modulen mit bis zu 200 cm Kantenlänge erlauben.

Die Messungen finden in einem Wellenlängenbereich von 300 bis 1.200 Nanometer statt und ist nach Angaben des TÜV Rheinland zerstörungsfrei, da kein Eingriff in Schaltkreise der Module vorgenommen werden muss.

DEPV: EEG-Novelle berücksichtigt Holzpellets nur unzureichend

Nach Einschätzung des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes e.V. (DEPV) sollte die Stromerzeugung durch Holzpellets stärker wahrgenommen werden – auch von Seiten des Gesetzgebers.

„Die aktuelle EEG-Novelle erkennt noch nicht das Potential, das KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) auf Pelletbasis für den Einsatz fossiler Energie in diesem Bereich mit sich bringen können“, sagt Martin Bentele, DEPV-Vorsitzender. Pellets sollten deswegen als eigener Einsatzstoff in das EEG aufgenommen werden.

Bundesverband Solarwirtschaft: weitere Kürzung der Einspeisevergütung nicht tragbar

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) kritisiert die jüngsten Äußerungen des FDP-Generalsekretärs in scharfer Form. Lindner hatte gefordert, die Installation von Solarstromanlagen in Deutschland durch eine weitere Kürzung der Förderung zu bremsen. „Für die Branche ist dieser Vorstoß untragbar. Wenn Herr Lindner es mit der Energiewende ernst meint, ist dies ein vollkommen falsches Signal“, sagte Günther Cramer, Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. „Offenbar ist die FDP in dieser Frage gespalten. Anders lässt sich nicht erklären, warum Herr Lindner jetzt von dem gerade gefassten FDP-Parteitagsbeschluss zur Energiewende abrückt.“

Produktion von Holzpellets erreicht weiteren Höchststand

Im ersten Quartal 2011 wurden knapp 430.000 Tonnen Holzpellets in Deutschland hergestellt – über 120.000 Tonnen mehr als im Vorjahres­zeitraum. Gleichzeitig ist dies der höchste bislang ermittelte Wert seit Aufnahme der Produktions­zahlen im Jahr 2008 durch den DEPV (Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V.).

Mit über 1,75 Millionen Tonnen Holzpellets war Deutschland 2010 bereits Marktführer in Europa und nach den Vereinigten Staaten der größte weltweite Produzent. Der DEPV geht in seinen Schätzungen von einer Steigerung auf 1,8 Millionen Tonnen in der diesjährigen Produktion aus. Nach Angaben des DEPV bestand mit 85 Prozent der Gesamtmenge ein Großteil der hergestellten Pellets aus Holzresten, die beim Einschnitt als Koppelprodukt anfielen.

Der Heizungsratgeber zeigt die optimale Heizung

Um das passende Heizsystem zu finden, muss man viele Faktoren im Auge behalten. Ist mein Haus für eine Pelletheizung geeignet? Oder ist eine Wärmepumpe eventuell wirtschaftlicher? Welche Heizung wurde zuvor genutzt? Kann die vorhandene Infrastruktur weiter genutzt werden? Ist bereits ein Öltank oder ein Gasanschluss vorhanden?

Heizungsfinder.de bietet deswegen ab heute einen neuen kostenlosen Service an: den Heizungsratgeber. Der Heizungsratgeber gleicht diese und viele weitere Faktoren ab und berechnet die optimale Heizung für jedes Vorhaben. Für eine detailliertere Beratung können Sie das Ergebnis aus dem Heizungsratgeber direkt weiter nutzen, um sich von Fachbetrieben beraten zu lassen und kostenfrei mehrere Angebote einzuholen.

Siemens und Allgäuer Überlandwerk testen lokales Smart Grid

Die Siemens AG und das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) testen zusammen mit der RWTH Aachen und der Hochschule Kempten das „intelligente Stromnetz“ in der Praxis. In dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt „Irene“ (Integration regenerativer Energie und Elektromobilität)  geht es vor allem darum, wie die von verschiedenen Erzeugern bereitgestellte Energie möglichst optimal verteilt wird. Ein selbstorganisierendes Verteilsystem soll diese Aufgabe übernehmen.

Flexible Abwärmenutzung erzeugt Wärme und Strom aus Rauchgas

Die Franken Guss Kitzingen GmbH & Co. KG aus Kitzingen erhält 2.305.400 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm, wie das Bundesumweltministerium (BMU) heute mitteilt. Über ein neuartiges Verfahren zur Abwärmenutzung spart die Gießerei nicht nur ungefähr 8.280 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr ein, sondern reduziert ebenso den Strombedarf um 6.824 Megawattstunden. Der Bedarf an Primärenergie für die Wärmeerzeugung soll über das Verfahren um 20.940 Megawattstunden sinken. Kern des Projektes ist eine Organic Rankine Cycle-Anlage (ORC) mit Gaskolbenmaschinen anstatt der üblichen Turbinen.