Monat: November 2011

Finanzminister von Sachsen-Anhalt fordert mehr Steuergerechtigkeit bei PV-Anlagen

Jens Bullerjahn, Finanzminister von Sachsen-Anhalt, hat eine Neuregelung des Gewerbesteuermessbetrages bei Photovoltaikanlagen gefordert. Der Entschließungsantrag sei vom Bundesrat als Aufforderung an die Bundesregierung angenommen worden, heißt es aus dem Finanzministerium Sachsen-Anhalt.

Die Gewerbesteuer aus dem Betrieb von Photovoltaikanlagen geht bislang an die Gemeinden, in denen der Betreiber seinen Hauptsitz hat. Die Gemeinden, in denen die Anlagen sich tatsächlich befinden, gehen leer aus.

Studie zur Wärmepumpe im Stromnetz der Zukunft

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat eine Studie veröffentlicht, in der das Potenzial der Wärmepumpe zum Lastausgleich im deutschen Stromnetz analysiert wird. Die Studie, die Ecofys und Prognos im Auftrag des BMWi durchgeführt haben, kommt zu dem Ergebnis, dass stromgeführte Wärmepumpen mit Pufferspeicher zur Lastverlagerung im Strommarkt beitragen können. Damit können sie auch einen Beitrag zur Entlastung eines zunehmend von volatilen Erzeugungsformen wie der Windkraft geprägten Stromversorgungssystems leisten.

Förderung von Mini-BHKW soll 2012 neu starten

Dies teilt die „Süddeutsche“ heute unter Berufung auf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag mit. Es sei vorgesehen, die ausgesetzte Förderung von Mini-KWK-Anlagen im Haushaltsjahr 2012 zu beenden. Die genauen Förderbedingungen seien jedoch bislang noch offen – ob sich das Programm auf bestimmte Blockheizkraftwerke beschränkt, auch Neubauten umfasst oder wie die Finanzierung aufgestellt sein wird wurde noch nicht weiter kommentiert. Das Mini-KWK-Impulsprogramm ist im Jahr 2010 eingefroren worden.

Solaratlas für Hannover geht online

Seit Montag, dem 28.November 2011 hat Hannover einen Solaratlas, wie die Landeshauptstadt mitteilt. Der Solaratlas gibt für Gebäude im ganzen Stadtgebiet eine schnelle Übersicht, ob sich die Dachfläche für eine Solaranlage eignet. Bei guter Sonneneinstrahlung, Dachneigung und Ausrichtung wird das Dach in Grün angezeigt, was eine gute Eignung kennzeichnet.

Weniger geeignete Dächer werden dementsprechend in Orange, Gelb oder Grau dargestellt. Die Stadt bietet Verbrauchern zusätzlich eine kostenlose Beratung für den Bau einer Solaranlage an.

Das Bundesumweltministerium zur Debatte um PV-Kürzungen und Zubaugrenzen

Anlässlich der erneuten Diskussion um weitere Absenkungen der Photovoltaikförderung und der Einsetzung eines festen Deckels beim Zubau hat sich das Bundesumwelt­ministerium ablehnend zu beiden Vorschlägen geäußert. Die Mitteilung des BMU im Wortlaut: „Anlässlich der erneuten Diskussion um weitere Absenkungen der Photovoltaikförderung weist das Bundesumweltministerium auf folgende Fakten hin:

Die EEG-Vergütungssätze von Anfang 2008 bis Anfang 2012

Die Bundesregierung hat mit den drei EEG-Novellen in 2010, 2011 und 2012 die PV-Vergütungssätze erheblich reduziert. Eine kleine Dachanlage erhielt Anfang 2008 noch 46,75 ct/ kWh EEG-Vergütung, während sie für eine Anlage Anfang 2012 nur noch bei 24,43 ct/ kWh liegt. Eine Freiflächenanlage erhielt Anfang 2008 noch 35,49 ct/ kWh EEG-Vergütung. Die Vergütung liegt Anfang 2012 nur noch bei 17,94 ct/ kWh. Das bedeutete eine enorme Kraftanstrengung und zeigt aber auch das Innovations- und Kostensenkungspotential der Photovoltaik. In keiner anderen Industriebranche wurden bislang derartig große Subventionskürzungen umgesetzt.

Keine Einigung im Vermittlungsausschuss zur Förderung der Gebäudesanierung

Die Lage für Sanierungswillige bleibt weiterhin ungewiss. Der erste von drei möglichen Einigungsversuchen zur Förderung der energetischen Gebäude­sanierung ist im Vermittlungsausschuss ohne Ergebnis verlaufen. Sollten die verbleibenden zwei Einigungsversuche ohne einen Kompromiss schließen, so wäre das im Sommer dieses Jahres entworfene Gesetz endgültig gescheitert.

2012 wird ein schwieriges Jahr für die Photovoltaikbranche

Am Freitag, den 18. November 2011, ist das 12. Forum Solarpraxis in Berlin beendet worden. Die Hauptthemen auf einer der größten nicht-technischen Solarveranstaltungen mit rund 850 Teilnehmern bestanden im politischen Hintergrund und den Branchenaussichten der Photovoltaikindustrie.

Während die Unterstützung der Solarenergie durch die Politik notwendig gewesen sei und diese noch für einige Zeit vonnöten sei, müsse sich die Branche zunehmend von der Politik emanzipieren, so Karl-Heinz Remmers, Vorstandsvorsitzender der Solarpraxis AG. Der Photovoltaikmarkt habe sich in den letzten Jahren rasant entwickelt, doch setze nun eine Konsolidierungsphase ein – die einige Opfer fordern könnte.

"Deutschland macht Plus" wird bis Juli 2012 verlängert

„Die Aktion ‚Deutschland macht Plus‘ hat bei Marktpartnern und Verbrauchern großen Anklang gefunden. Das hat uns darin bestärkt, der Aktion mehr Zeit einzuräumen. So können wir auch im ersten Halbjahr 2012 zur Belebung des  Modernisierungs­geschäfts beitragen“, sagt der stellvertretende IWO-Geschäftsführer Adrian Willig.

Bundesweit beteiligen sich laut IWO mehr als 2.200 SHK-Betriebe und 700 Mineralölhändler als Aktionspartner. Zur Bewerbung der Aktion haben die Unternehmen seit August 2011 rund 800.000 Kundenzeitungen und circa 250.000 Aktionsflyer an ihre Kunden versendet. Mittlerweile riefen demnach täglich etwa 2.000 Modernisierer die Aktionswebsite auf. Insgesamt seien rund 8.000 Gutscheine für die Heizöl-Prämie angefordert worden.

Erfolgreich Sanieren in zehn Schritten

Experten der Klimaschutz‑ und Energieagentur Baden‑Württemberg GmbH (KEA) haben in Zusammenarbeit mit dem Programm „Zukunft Altbau“ einen Leitfaden erstellt. Er gibt Hausbesitzern in zehn übersichtlichen Kapiteln Informationen und hilfreiche Tipps rund ums Sanieren an die Hand. Er zeigt einen geordneten Bauablauf auf und liefert einen guten Überblick zu Kernfragen des Sanierens – wie findet man Schwachstellen im Gebäude und welche Experten sollten zu Rate gezogen werden?