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Dämmung aus Karton? Nicht von Pappe!

(Foto: Fairwell Dämmstoffe – Lothar Betz) (Foto: Fairwell Dämmstoffe – Lothar Betz)

Immer mehr Menschen möchten, dass ihre Gebäudehülle mit umweltfreundlichen und auch nachhaltigen Stoffen gedämmt wird. Auch Zellulose (Papier) wird häufig verwendet. Aber eine Dämmplatte aus Pappkarton hat es bislang nicht gegeben. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Infos zur Fairwell-Kartondämmplatte vor.

Herkömmliche Dämmstoffe aus Glas- oder Steinwolle als auch Styropor sind immer noch die Platzhirsche, wenn es um eine Dach- oder Außendämmung geht. Viele Verbraucher beäugen diese Standarddämmung aber kritisch. Grund hierfür ist ihr Energieeinsatz zur Herstellung oder vermeintliche Probleme bei der Entsorgung von sogenannten HBCD-haltigen EPS-/XPS-Dämmstoffen. Grund genug für Lothar Betz, Inhaber des Holzbau- und Zimmereibetriebes „Betz Holzbau“, im Jahre 2007 eine ökologische, nicht gesundheitsgefährdende Alternative zu den herkömmlichen Dämmstoffen zu entwickeln.

Im Fokus stand natürlich ein nachwachsender und heimischer Rohstoff, um einen formstabilen Plattendämmstoff herzustellen. Das von Betz ersonnene sogenannte „Zellstoffverbundelement“ (kurz: ZVE) besteht zu 100% aus Zellulose mit definierten eingelagerten Luftkammern und mindestens drei oder mehr Lagen gewellter Zellulose. Dieser Aufbau entspricht nach eigenen Angaben den Auflagen des Clean Air Act (CAA) der U.S.Environmental Protection Agency.

(Foto: Fairwell Dämmstoffe – Lothar Betz)

(Foto: Fairwell Dämmstoffe – Lothar Betz)

Jede einzelne Dämmstofflage besteht aus mehreren, geraden, wellenförmig angelegten Kartonlagen, die je nach statischer Anforderung in einer Richtung oder Kreuzweise verklebt werden. Hierdurch können beliebige Materialstärken erreicht werden. Laut Betz übertrifft die Pappkartondämmplatte alle ökologischen Anforderungen bisheriger Standard-Dämmstoffe bei weitem, indem sie alle Vorteile bestehender ökologischer Dämmstoffe eint.

Aber ist Pappe nicht anfällig für Feuchtigkeit, Schimmel & Co.? Nein, erläutert Betz in diversen Flyern und Broschüren: Denn beliebige Materialen (Holz, Gipskarton, Holzweichfaser etc.) lassen sich sehr einfach mit dem Produkt zu einem „Zellstoffverbundelement“ verbinden. So kann das Einbringen verschiedener Substanzen in den „Grundteig“ der Wellpappe bewirken, einen erhöhten Feuchtigkeits- und Brandschutz, eine Schall- und sogar eine Schusshemmung herzustellen.

Auch die Verarbeitung ist vergleichsweise einfach. Die Dämmplatten werden in der entsprechenden Größen bestellt (Standartformat 62,5 cm x 125 cm) und auf der Baustelle zugeschnitten. Durch die Leichtigkeit der Platten und das simple Bearbeiten des Zellstoffverbundelementes lässt sich Zeit und somit Kosten für den Auftraggeber einsparen.

Besonders angenehm soll eine solche Pappdämmung im Sommer sein: Denn mit ihrem relativ hohen Volumengewicht sorgen die Kartondämmplatten im Dachbereich und an den Außenwänden dafür, dass sich die Wohnung im Sommer weit weniger stark aufheizt als in ungedämmtem Zustand. Das Eindringen der Hitze wird dabei stark verzögert, weshalb es im Haus zu keiner Überwärmung kommt.

Weitere Infos erhalten Sie bei Lothar Betz unter +49 6655 2266, mail@betz-holzbau.info oder www.betz-daemmelemente.de.

1 Kommentar

  1. Bertold sagt

    Das ist ja cool.
    Hatte vor einigen Jahren schonmal selbst die Idee mwin Haus mit Wellpappresten zu dämmen. Damals gab es sowas leider nicht…
    Leider ist es bei mir jetzt zu spät..

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