Monat: April 2011

TÜV Rheinland: Solarenergie bleibt weiterhin rentabel

Die Rendite liege aktuell trotz Veränderungen in der Förderlandschaft weiterhin bei fünf bis acht Prozent, so Michael Reichmann von der TÜV Rheinland Akademie. Drei wesentliche Punkte entscheiden demnach über die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage.

An erster Stelle stehe die professionelle Beratung durch Fachbetriebe, die eine individuelle Einschätzung der vorhandenen Haustechnik vornehmen und somit die Lage vor Ort beurteilen können. Als zweiten Schritt rückt der TÜV Rheinland die Wahl der passenden Solarmodule in den Fokus.

Heimische Biomasse kann 2050 ein Viertel des deutschen Energiebedarfes decken

Dies ist das Ergebnis von Berechnungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) anhand verschiedener Studien und Potenzialzahlen des Bundesumweltminsteriums.

Sinkt der deutsche Primärenergiebedarf bis 2050 wie avisiert von 14.000 auf 7.000 Petajoule (PJ), so könnte Biomasse 2.200 PJ abdecken. Heimische Quellen haben demnach ein Potential von 1.640 PJ, 600 PJ müssten zusätzlich auswärtig importiert werden.

Weltweit erstes Passivhochhaus in Freiburg eingeweiht

Freiburg im Breisgau besitzt das erste Passivhochhaus der Welt, wie das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) und der Südkurier berichten. Das sechzehnstöckige Haus im Freiburger Stadtteil Weingarten ist am 21. April offiziell eingeweiht worden. Mit einem Heizwärmebedarf von weniger 20 Kilowattstunden pro Quadratmeter weist die „Buggi 50“ einen Wert auf, der einem neugebauten Passivhaus nahe kommt.

Photovoltaik stellt immer größere Strommengen bereit

Im ersten Quartal 2011 produzierten Photovoltaikanlagen in Deutschland 2,75 Milliarden Kilowattstunden Strom. Dies entspricht dem Jahresbedarf von über einer dreiviertelmillion Dreipersonen-Haushalten. Dies gibt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) heute bekannt.

2010 erzeugte die Photovoltaik 1,47 Milliarden Kilowattstunden, was einem Zuwachs von 87 Prozent entspricht. Laut BSW-Geschäfts­führer Jörg Mayer belegten die Erzeugungsstatistiken, dass die Anlagen auch im Winter einen merklichen Beitrag zur Strom­erzeugung leisteten. Allerdings lag beispielsweise auch die Sonnenscheindauer im März deutlich über dem Mittel.

Nachfrage nach Ökostrom bleibt ungebrochen

Das Interesse an Ökostrom ist seit der Reaktorkatastrophe in Japan weiter auf einem sehr hohen Niveau, wie verschiedene Quellen, unter anderem Spiegel Online und klimaretter.info, unter Berufung auf eine dpa-Umfrage berichten. Die vier überregionalen Anbieter Lichtblick, Greenpeace Energy, Naturstrom und die Elektrizitäts­werke Schönau haben demnach außerordentlich starke Kundenzuwächse verzeichnet.

Lichtblick allein hat nach eigenen Angaben seit Mitte März mehr als 20.000 Neukunden begrüßen können – ein gegenüber dem Durch­schnitt verdreifachter Wert. Auch „konventionelle“ Energieanbieter drängen verstärkt auf den Markt. Beim Wechsel zu grünem Strom sollte man aber, wie bei herkömmlichen Anbietern auch, auf entsprechende Gütesiegel achten und die Preise im Vorfeld genau analysieren.

Mehr Photovoltaikanlagen in Norddeutschland – Süddeutschland weiter an der Spitze

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) zeigt in einer Auswertung, wie sich der Zubau an Photovoltaik­anlagen der Jahre 2009 und 2010 über die deutschen Bundesländer verteilt. Bayern belegt mit einer knapp einem Drittel der installierten Jahresleistung erneut den ersten Platz.

Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen folgen mit 13,6 und 12,2 Prozent. Niedersachsen kommt demnach auf ein Zehntel der installierten Jahresleistung. Betrachtet man jedoch den Zubau pro Kopf, machen die nördlichen Bundesländer viel Boden gut.

Bundesnetzagentur veröffentlicht Leitfaden zum EEG-Einspeisemanagement

Bei Netzengpässen sind Netzbetreiber nach EEG dazu berechtigt, die Einspeisung bestimmter Stromerzeuger mit einer Leistung von mehr als 100 kW vorübergehend zu drosseln. Die Bundesnetz­agentur hat heute einen Leitfaden veröffentlicht, der die Abschalt­reihenfolge, die Berechnungen für Entschädigungs­zahlungen für Anlagenbetreiber und deren Auswirkungen auf die Netzentgelte regelt.

Interview: Eigenheime energetisch Sanieren und Bauen – die Herangehensweise

Bau- und Sanierungsvorhaben werden mit dem Ziel gefasst, Energie einzusparen. Trotz gesetzlicher Vorgaben liegen Theorie und Praxis auf vielen privaten Baustellen weit auseinander. Laut einer Untersuchung des Verbands Privater Bauherren e.V. scheitert es beim Neubau wie bei der Sanierung von Eigenheimen oft an der energetischen Berechnung der Immobilie.

Diplom-Ingenieur Klaus Kellhammer, Bausachverständiger und Mitglied im VPB Vorstand, erklärt im Heizungsfinder Interview, was es mit der energetischen Nutzung eines Eigenheims auf sich hat und wie wichtig es ist, Sanierungspläne von Bestandsgebäuden auf Bauphysik, Heizverhalten und Finanzierungslage abzustimmen.

Preise für Holzpellets im April gesunken

Die Preise für Holzpellets sind gegenüber dem Vormonat um vier Euro pro Tonne gesunken, wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) berichtet. Der durchschnittliche Preis beträgt demnach 238,15 Euro bei Abnahme von sechs Tonnen Pellets.

In Süddeutschland sind die Holzpresslinge mit 221 bis 244 Euro am günstigsten. In der Mitte Deutschlands kosten Pellets zwischen 223 und 255 Euro, während man in Norddeutschland 230 Euro bis 257 Euro bezahlt.

Aktuelle Zahlen zu Heizungssystemen im Neu- und Bestandsbau

Im Gebäudebestand wie im Neubau ist die Gasheizung immer noch das am weitesten verbreitete Heizsystem, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilt. Von den 38,2 Millionen Wohnungen in Deutschland wurden demnach knapp die Hälfte mit Gas beheizt. In 29,6 Prozent aller Wohnungen kam Heizöl zum Einsatz. Strom ( inklusive Wärmepumpen ) kam auf einen Anteil von 6,1 Prozent, während der Kohleanteil auf 2,7 Prozent sank. Auch im Neubau hält die Gasheizung den Spitzenplatz, allerdings kommen mehr regenerative Anteile zum Tragen.

Zahl der Beschäftigten bei den Erneuerbaren Energien nimmt weiter zu

Im Jahr 2010 arbeiteten 367.400 Menschen im Bereich der Erneuerbaren Energien. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr und entspricht einem Anstieg um 28.000 Beschäftigte. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit weiteren wissenschaftlichen Instituten im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) durchgeführt hat.

Ebenso wie die Zahl der Beschäftigten stieg auch das Investitionsvoumen 2010 an. Mit 26,6 Milliarden Euro liegen die Investitionen demnach um 25 Prozent über den Vorjahreswerten. Die Unternehmensumsätze haben demnach um ein Fünftel zugenommen. Vor allem in der Solarindustrie ist die Zahl der Beschäftigten deutlich gewachsen.

Neuer Ratgeber hilft bei der Planung vom Pelletlager

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) hat eine aktualisierte Fassung des Ratgebers „Empfehlungen zur Lagerung von Holzpellets“ herausgegeben. Das 32-seitige Dokument behandelt alle relevanten Themen zur Lagerung von Holzpellets. Neben technischen Anforderungen an Lagerstätten, Fertiglagersysteme und Kellerlager thematisiert die Broschüre auch Fragen des Brandschutzes und zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie man das Pelletlager fachgerecht plant.

Programm zum PV-Repowering soll Ertrag älterer Anlagen steigern

Der Anbieter Soltechnics GmbH bietet ein Konzept zum Repowering an, bei dem alte Module auf bestehenden Anlagen gegen modernere ersetzt werden. Dadurch soll der Ertrag bestehender Photovoltaikanlagen steigen, wobei alte Module in Zahlung genommen und über Partner in einem Nord-Süd-Projekt in Entwicklungsländern zum Einsatz gebracht werden.

Für die Leistungsanteile des bestehenden Einspeisevergütungsvertrages soll sich der erhaltene Betrag nicht verändern. Der zusätzliche Ertrag aus den effizienteren, neuen Anlagenteilen werde demnach über einen neuen Vertrag nach dem §33/2 EEG 2008 abgerechnet. Laut Unternehmensbeurteilung rechne sich das Konzept durch die Kombination von hoher Einspeise­vergütung älterer Anlagen und den preiswerteren aktuellen Solarmodulen.

Wärme und Antrieb benötigen die meiste Endenergie

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. (AG Energiebilanzen) hat erstmals eine Anwendungsbilanz für Deutschland vorgelegt. In vorherigen Publikationen hat die AG Energiebilanzen Aufkommen und Anwendungsbereiche von Energie betrachtet. In der neuen Aufstellung, die vom Bundesministerium für Wirtschaft in Auftrag gegeben und von mehreren wissenschaftlichen Einrichtungen unterstützt wurde, nun auch ausgewertet, wie die Energie in der Endverwendung eingesetzt wird: zur Wärme- oder Kälteerzeugung, für die Bereitstellung Prozessenergie oder auch zur Beleuchtung.

Chancen auf moderate Degression der Einspeisevergütung stehen gut

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, bestehen gute Chancen, dass die Senkung der Einspeisevergütung relativ moderat ausfällt. Laut Bericht haben die Wissenschaftler Christian Hutter und Enzo Weber von der Universität Regensburg anhand aktueller Zahlen der Bundesnetzagentur berechnet, dass die Kürzung mit einer Wahrscheinlichkeit von 48 Prozent bei drei Prozent liegen wird. Eine Senkung um sechs Prozent liege mit einer Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent ebenfalls im Bereich des Möglichen. Die Wissenschaftler bewerten die Aussichten als positives Signal für Investoren und Anbieter.

10 Punkte Sofortprogramm für die Energiewende zuhause

Am 07. April 2011 hatte die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) ein 10-Punkte-Sofortprogramm vorgestellt. Dort ging es darum, wie Deutschland durch Steigerung der Energieeffizienz bis 2020 soviel Energie einspart, dass alle Atommeiler abgeschaltet werden können. co2online hat das Programm der DENEFF zum Anlass genommen, ein ähnliches Programm für den Verbraucher zu erstellen.

Ob man die Maßnahmen anwendet, weil man unabhängiger von fossilen Energien werden möchte oder man die eigenen Heiz- und Stromkosten im Zaum halten möchte – das Sofortprogramm enthält eine Menge hilfreicher Tipps, bei denen jeder Verbesserungspotential im Eigenheim entdeckt. Von einem Tausch der Heizungspumpe über  den Wechsel Kühlschränke bis hin zu programmierbaren Thermostaten.

Georg Salvamoser Stiftung vergibt 50.000 Euro zur Förderung erneuerbarer Energien

Zu Ehren des 2009 verstorbenen „Solarpioniers“ Georg Salvamoser wird der „Georg Salvamoser Preis“ von einer Jury an Personen oder Institutionen vergeben, die sich „auf dem Weg zu erneuerbaren Energien nicht aufhalten lassen“. Es sollen Projekte ausgezeichnet werden, die innovative Wege beschreiten, um beispielsweise in Unternehmen oder Gemeinden eine hundertprozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien sicherzustellen. Dies gaben die Stadt Freiburg im Breisgau und die Georg Salvamoser Stifung heute bekannt.

Bundesverband Geothermie gründet internationales Koordinationsbüro

Mit dem „Büro für Internationale Koordination“ will der Bundesverband GtV deutsche Kompetenz in den weltweiten Markt bringen und ein Netzwerk zwischen hiesigen wie auswärtigen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtung schaffen. Dies berichtet das Internationale Wirtschaftsforum für Regenerative Energien (IWR) heute. Das Büro soll die Initiierung grenzüberschreitender Projekte fördern und bei der Ansiedlung internationaler Geothermieunternehmen in Deutschland behilflich sein.

Fraunhofer ISE veröffentlicht Forschungsergebnisse zur Effizienz von Wärmepumpen

Wissenschaftler des Fraunhofer-Institus für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg im Breisgau haben heute die Ergebnisse zweier langjähriger Feldtests zu elektrischen Wärmepumpen veröffentlicht. „Elektrische Wärmepumpensysteme gewinnen immer größere Marktanteile bei Heizung und Warmwasser. Als unabhängiges Forschungsinstitut ermitteln wir die Effizienz von Wärmepumpenanlagen und evaluieren die Ergebnisse durch eine ausführliche Analyse der Systeme“, so Marek Miara, Teamleiter „Wärmepumpen“ am Fraunhofer ISE.

Das Fazit des Institutes: mit Wärmepumpen ist eine sehr gute Heizeffizienz erzielbar, solange die Anlage sorgfältig geplant und installiert wird. Die besten Wärmepumpen erzielten demnach eine Jahresarbeitszahl größer gleich 4. Innerhalb der verschiedenen Systeme haben sich die Erdwärmepumpen als die Geräte mit der größten Energieausbeute erwiesen. Das Fraunhofer ISE will mit einem neuen Projekt – dem „WP-Monitor“ – noch einen Schritt weiter gehen.