Sanierung

Sanierungsstau: Jedem zweiten Deutschen droht ein Dachschaden

Mehr als die Hälfte der deutschen Hausbesitzer haben ihr Dach noch nie sanieren lassen. Dass sie so hohe Energieverluste in Kauf nehmen, wissen die meisten nicht. (Grafik: Braas GmbH) Mehr als die Hälfte der deutschen Hausbesitzer haben ihr Dach noch nie sanieren lassen. Dass sie so hohe Energieverluste in Kauf nehmen, wissen die meisten nicht. (Grafik: Braas GmbH)

Sanierungsstau herrscht nicht nur im Heizungskeller! Laut einer Umfrage droht vielen Deutschen demnächst ein Dachschaden: Denn fast 60% der Eigenheimbesitzer haben noch nie ihr Dach sanieren lassen!

Eine von Braas, einem Anbieter von Systemlösungen für das geneigte Dach, beauftragte repräsentative forsa-Umfrage unter deutschen Eigenheimbesitzern kam zu überraschenden Ergebnissen: Mehr als die Hälfte der befragten Eigenheimbesitzer hat ihr Dach noch nie sanieren lassen (59 Prozent).
Die Erklärung ist meist einfach. Denn wie der Heizungskeller wird auch das Dach eher stiefmütterlich behandelt: Ist das Haus fertig gebaut und die letzte Dachpfanne verlegt, ist für die meisten Hausbesitzer das Thema Dach abgeschlossen. Wenn im Laufe der Jahre keine gravierenden Schäden entstanden sind, kümmern sich die wenigsten Hausbesitzer um das eigene Dach.

Besonders alarmierend: Fast die Hälfte (46 Prozent) der Hausbesitzer, deren Haus vor 1990 gebaut wurde, haben das Dach seit dem Bau nicht umfassend sanieren lassen. Fast jedem zweiten Deutschen, der eines dieser rund 30 Jahre alten Dächern besitzt, droht damit eher früher als später ein Dachschaden.
Abgesehen von eventuellen Mängeln, ist eine Überprüfung des Daches bei diesem Alter auch aus energetischen und sicherheitstechnischen Gesichtspunkten ratsam. Denn der Energieverlust ist bei einem schlecht gedämmten Dach sehr hoch. Häufig liegt dies an einer nicht mehr zeitgemäßen oder gar fehlenden Dachdämmung. Bei einem Einfamilienhaus können sich die Wärmeverluste pro Jahr auf rund 1000 Euro summieren. Daher haben in den letzten Jahren energetische Sanierungen stark zugenommen.

Wer sein Eigenheim umfangreich sanieren möchte, der muss sich an einen durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschriebenen Energieverbrauch halten. Allerdings gaben nur knapp die Hälfte der im Auftrag von Braas befragten Hausbesitzer an, die aktuelle EnEV 2014 und die damit verbundenen Pflichten zu kennen. Besonders auffallend: Bei den jüngeren Hausbesitzern (unter 40 Jahren) wissen ganze 62 Prozent nicht über die Anforderungen und Auswirkungen der EnEV Bescheid. Dies kann nicht nur Heizkosten kosten: Denn eine Missachtung der Dämmrichtlinien der EnEV kann zu Bußgeldforderungen führen.

Es ist also ratsam, auch ohne einen gravierenden Schaden das Dach in regelmäßigen Abständen von einem Fachmann unter die Lupe nehmen zu lassen. So kann nicht nur den Heizkosten auf den Grund gegangen werden, möglicherweise wird auch noch ein drohendes Bußgeld vermieden. Besonders Bauherren, die ein altes Haus gekauft haben, sollten dringend überprüfen lassen, ob Sanierungsarbeiten notwendig sind.
Das ist zum Beispiel über das Fachbetriebs-Portal daemmen-und-sanieren möglich. Die gelisteten Fachbetriebe bieten nicht nur eine professionelle Beratung, sondern auch ein funktionsfähiges und sicheres Dach zu einem fairen Preis.

2 Kommentare

  1. Julius sagt

    Hallo,

    ja das stimmt, ich habe auch noch nie mein Dach sanieren lassen. Aber ich plane demnächst ohnehin eine Komplettsanierung, von daher sollte es sich für mich erledigt haben.

  2. Dass es so viele deutschen Hausbesitzer ihr Dach noch nie sanieren lassen haben, klingt ja unglaublich. Vorige Woche kontaktierte ich einen Dachdecker. Seiner Meinung nach, braucht unser Dach keine komplette Dachsanierung. Es gibt einige Schäden, die mit einigen Reparaturen behoben werden können.

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