Jahr: 2011

Preissturz bei Photovoltaik-Modulen

Die Preise für Photovoltaik-Module sinken schon seit Wochen. Während der EU PVSEC, die vergangene Woche in Hamburg zu Ende ging, hielt dieser Trend weiter an. Dort sanken vor allem die Modulpreise großer chinesischer Hersteller von 89 Eurocent auf 76 Eurocent pro Watt. Hersteller aus der zweiten Reihe boten ihre Module sogar für 70 Eurocent pro Watt an. Auch deutsche Modulhersteller werden bald gezwungen werden ihre Preise zu senken.

Die Niedrigpreise gelten bisher nur für Großanlagenbauer. Doch auch Installateure und Eigenheimbesitzer werden bald von den niedrigen Preisen profitieren: „Es wird wie immer einige Zeit dauern, bis die Preise beim Endkunden für kleinere Anlagen angekommen sind, aber es wird geschehen,“ so Dirk Morbitzer, Senior Analyst bei Renewable Analytics im Gespräch mit dem Magazin photovoltaik.

Italien nimmt 2011 führende Rolle auf dem Photovoltaikmarkt ein

Am 08.09.2011 meldete die italienische Regulierungsbehörde GSE (Gestore Servizi Energetici) für 2011 einen bisherigen Photovoltaik-Zubau von 6,5 Gigawatt. Landesweit seien bereits mehr als 10 GW Photovoltaik-Leistung installiert. GSE geht davon aus, daß bis zum Jahresende insgesamt 12 GW PV-Leistung in Italien installiert sein werden.

Damit hat Italien in diesem Jahr drei Mal mehr PV-Leistung zugebaut als Deutschland, das bisher noch als stärkstes PV-Land gilt, für 2011 jedoch eher schwache Zuwachsraten vorzuweisen hat. Laut GSE wird Italien nach diesem Jahr weltweit eine führende Rolle auf dem PV-Markt einnehmen.

Bundesverband Wärmepumpe erhöht Anforderungen an die Qualitätssicherung

Nach einem Schadensfall bei Geothermiebohrungen in Baden-Württemberg und einer entbrannten Diskussion zur Qualität einiger Geothermie-Unternehmen hat der Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP) ein Qualitätspaket verabschiedet. Das Paket umfasst eine Überprüfung der Bohrunternehmen durch Auditoren und der Pflicht zur Vorlage einer ausreichenden Haftpflichtversicherung.

Der Bundesverband bietet weiterhin eine zusätzliche Versicherung für Bauherren an, die bei auftretenden Schäden sofort greife. „In einem Schadensfall brauchen die unbeteiligten Dritten eine schnelle und unbürokratische Soforthilfe. Genau das leistet unsere neue Erdwärmesonden-Bohrversicherung“, so der BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski.

Starker PV-Zubau im Sommer führt zu weiterer Senkung der Einspeisevergütung

Nach Hans-Josef Fell (MdB), Sprecher für Energie der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen wird die Vergütungssenkung zum Jahresanfang 2012 mindestens 15 Prozent betragen, da zu der Basisdegression von 9 Prozent mindestens 6 Prozent hinzukommen werden. Diese Rechnung ergibt sich in Anbetracht des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das festlegt, dass sich die Förderungshöhe reduziert, je mehr PV-Anlagen zugebaut werden.

Metallbearbeitung mit solarer Prozesswärme

In Deutschland macht industrielle Prozesswärme rund 10% des Energiebedarfs aus. Sie wird verwendet um chemische Bäder zu erhitzen, solare Kälte zu erzeugen und Heißluft im Trockenofen zu nutzen. Noch ist der Anteil solar produzierter Prozesswärme gering. Ein Metallveredelungsbetrieb hat nun erstmals solare Parabolrinnenkollektoren an das eigene Dampfnetz  angeschlossen, in denen direkt im Absorberrohr Dampf erzeugt wird.

Neuer Test soll Leckströme in Photovoltaikanlagen aufdecken

Die Schott Solar AG informierte am 5. September 2011 über die Entwicklung eines neuen Tests, der die Messung des PID-Effekts direkt nach der Modulherstellung ermöglicht. Potenzial-induzierte Degradation (PID) ist ein Leistungsabfall in einer PV-Anlage, der durch hohe negative Spannungen entstehen kann. Grundsätzlich kann der PID-Effekt bei allen kristallinen Siliziumsolarzellen auftreten, die in Glas und Folie eingebettet sind. Es können Leckströme am Übergang von Modul und Rahmen entstehen und zu Kurzschlüssen führen, welche die Leistung der gesamten Anlage mindern.

Studie soll Entwicklungsbedarf des deutschen Stromverteilnetzes bis 2030 ermitteln

In einer neuen Studie untersucht die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), wie die Stromverteilnetze in Deutschland bis 2030 modernisiert und ausgebaut werden müssen. In Zukunft sollen sie vermehrt dezentral produzierten Strom aus Solar- und Windkraft­anlagen sowie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen aufnehmen können. Zudem werden Maßnahmen zur Flexibilisierung der Netze und Vermeidung von Netzengpässen ermittelt, um eine gleichbleibend hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Auch Aspekte wie Planungs- und Investitionssicherheit für Verteilnetzbetreiber werden betrachtet.

Wärmepumper des Jahres 2011 gekürt

Dirk Kohlstrung aus Brandenburg an der Havel hat mit dem Motto „ÖkoLOGISCH, Sauber, Platzsparend“ den Wettbewerb des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) für sich entschieden. Er begann am 13. Mai im Rahmen der Kampagne „Zeichen setzen – Wärme pumpen“ und rief Betreiber einer Wärmepumpe dazu auf, sich mit drei persönlichen Argumenten als „Botschafter für Wärmepumpen“ zu bewerben. Der Gewinn: der Bundesverband Wärmepumpe bezahlt für die folgenden drei Jahre den Wärmepumpenstrom für die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die sich die Kohlstrungs 2010 einbauten.

Konarka stellt organische Solarzellen für Gebäudeintegration vor

Das CleanTech-Unternehmen Konarka Technologies hat als weltweit erster Hersteller organische Solarzellen für die Gebäudeintegration angekündigt. Am 7. September 2011 will das Unternehmen auf der Solarmesse EU PVSEC in Hamburg die neuen Solarzellen vorstellen.

Die Module sind dünn, leicht und flexibel und lassen sich nicht nur in Glas und Baumaterialien, sondern auch in Schatten spendende Strukturen, Folien und Textilien integrieren. Semitransparenz, beliebige Farben und Farbmischungen sind möglich. Die Solarzellen tolerieren nach Unternehmensangaben ungünstige Einstrahlungswinkel und Verschattung und eignen sich daher gut für die Gebäudeintegration.

11. Internationales Anwenderforum Oberflächennahe Geothermie

Vom 27.-28. September 2011 findet an der Hochschule Regensburg das 11. Internationale Anwenderforum Oberflächennahe Geothermie statt. Die Themenpalette beinhaltet in diesem Jahr die politische Bedeutung und Grundlagen der Technik, Planung und Simulation von Systemkonzepten, Umweltaspekte und Qualitätssicherung, Praxisbeispiele sowie Systemkonzepte und Betriebserfahrungen. Unter anderem werden innovative Ideen für die Bereiche Sanierungskonzepte im Gebäudebestand, zentrale Wärmeversorgungskonzepte für Alt- und Neubau und Kombinationslösungen von Solarthermie und Geothermie vorgestellt.

Kampagne "Haus sanieren – profitieren" wird um 5 Jahre verlängert

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) verlängert die Klimaschutz- und Beratungskampagne „Haus sanieren – profitieren“, die seit fünf Jahren läuft, um weitere fünf Jahre. Für die Kampagne werden 1,3 Millionen Euro investiert.

Unverbindlich bieten die Berater der Kampagne, viele davon Handwerker, Gebäudeeigentümern einen Energie-Check an. In einer kostenlosen Erstkontrolle können sie sich über die Möglichkeiten einer energetischen Gebäudesanierung informieren, etwa zum Tausch der Heizung oder zur Dämmung der Gebäudehülle.

Konkurrenzfähigkeit von PV-Strom verzeichnet positive Entwicklung

Nach Spiegel-online Informationen und einer internen Berechnung des Chemiekonzerns Wacker sind die Preise für Strom aus Photovoltaikanlagen weiter gesunken. Demnach betragen die Kosten für eine Kilowattstunde Strom, erzeugt von einer Freiflächenanlage, im August 2011 rund 15 Cent. Bis zum Jahr 2016 sollen es 8 Cent sein. Soviel kostet derzeit der Strom aus Gas. Grund für diese Entwicklung sind fallende Preise für PV-Technik.

Erweist sich diese Berechnung als realistisch sind Solaranlagen trotz Förderungskürzungen für ihre Betreiber sehr rentabel. So liegt die derzeitige Einspeisevergütung für Freiflächenanlagen bei 22,07 bzw. 21.11 Cent/kWh und damit 6 bis 6  Cent über dem berechneten Wert.

Solarstrom-Produktion erreicht im ersten Halbjahr 2011 neuen Höchststand

Die Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für den Bezug von Erneuerbaren Energien machen es deutlich:  Im ersten Halbjahr 2011 wurden in Deutschland mehr Photovoltaikanlagen gebaut und beinahe doppelt soviel Solarstrom produziert als im Vorjahr.

So lieferten Photovoltaikanlagen 3,5 Prozent des deutschen Stroms, fast doppelt soviel als im Vorjahr. Solarenergie verdrängt damit die Wasserkraft vom dritten Platz und ist nun nach Windenergie und Biomasse die drittgrößte erneuerbare Energiequelle.

Broschüre informiert detailliert über Wärmeversorgungssysteme und ihre Kosten

Der „Ratgeber Wärmeversorgung 2011“ von des ASUE e.V. (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energiverbrauch e.V.) informiert in seiner übersichtlich aufgebauten Broschüre über Wärmeversorgungssysteme in Wohngebäuden. Ein detaillierter Kostenvergleich geht auf 24 verschiedene Systemvarianten und deren Bestandteile ein. Ein Berechnungsschema hilft bei der Ermittlung der individuellen Gesamtkosten von Wärmesystemen bei Neubauten.

PV-Marktforschung prognostiziert sinkende Umsätze und Preise bei Wechselrichtern

Die Umsätze für Hersteller von PV-Wechselchrichtern liegen im zweiten Quartal 2011 um 1,3% niedriger als im Vorjahr, obwohl sie sich im Vergleich zum ersten Jahresquartal erholt haben. Zu diesem Ergebnis kam das britische Marktforschungsunternehmen IMS Research in seinem neuesten Quartalsbericht.

Die Preise ab Werk erfuhren einen starken Rückgang von über 20 % und führten in diesem Jahr zu einem Umsatzeinbruch in der Branche. Trotz aktuellem Quartalsaufschwung prognostiziert IMS, dass die Umsätze das Rekordhoch von 2010 nicht wieder erreichen. So liegt der durchschnittliche Wechselrichterpreis derzeit unter 0,20 Euro pro Watt.

Marktanreizprogramm fordert Hocheffizienzpumpen & hydraulischen Abgleich

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erinnert heute in einer Pressemitteilung daran, dass der Einbau hocheffizienter Umwälzpumpen und ein nachweisbarer hydraulischer Abgleich ab dem ersten September 2011 unbedingt erforderlich sind, um Fördermittel aus dem Marktanreizprogramm (MAP) zu erhalten.

„Ähnlich wie das Herz im Blutkreislauf hält die Umwälzpumpe den Heizkreislauf in Schwung. Sie sorgt dafür, dass das vom Heizungskessel erwärmte Wasser durch die Heizungsrohre auch bis zum letzten Heizkörper gelangt. Wird das Heizungssystem zusätzlich hydraulisch abgeglichen, kann ein noch größerer Effizienzgewinn erzielt werden“, erläutert Dr. Arnold Wallraff, Präsident des BAFA. Mehrere Heizsysteme und Förderprogramme unterliegen dieser Änderung.

Umfrage soll Klarheit über Kosten von Solarstromanlagen bringen

Stiftung Warentest will in einem Finanztest eine Kostenübersicht über Preise und Installations­kosten von kleineren Photovoltaikanlagen erstellen. Dazu sollen in einer Umfrage verlässliche Daten gesammelt und ausgewertet werden. Damit soll bei der bisher undeutlichen Preislage für Solarstromanlagen Klarheit gebracht werden.

Private Anlagenbetreiber, die nach Januar 2011 eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung bis zu 30 Kilowatt installiert haben, können sich an der Umfrage beteiligen. Die Fragen beziehen sich auf die Art und Leistung der Anlage, den Monat der Inbetriebnahme und den Preis inklusive Montage.

Neues Förderprogramm für Modellhäuser mit Plus-Energie-Standard

Mit einem neuen Förderprogramm unterstützt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) den Bau von Modellhäusern, die den „Plus-Energie-Standard“ erfüllen. Für das Jahr 2011 stehen dafür 1,2 Millionen Euro zur Verfügung, die Fördermaßnahme startete am 18.08.2011.

Neben Bauherren können auch Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen als bevollmächtigte Vertreter die Förderung beanspruchen. Zunächst werden ausschließlich Wohngebäude gefördert, die tatsächlich bewohnt werden. Die Gebäude sollen dabei mit der zusätzlichen, nicht für den Eigenbedarf benötigten Energie, benachbarte Häuser oder Elektrofahrzeuge versorgen können.

SolArod entwickelt mobile Photovoltaik-Anlagen, die nach Bedarf aufgestellt werden

Die Firma SolArod Vertical Photovoltaic Systems i.G. hat ein Konzepte für eine flexible und fahrbare Solaranlage entwickelt. Das neue System soll vor allem für Flächen geeignet sein, die nicht das ganze Jahr über gebraucht werden und so einige Monate im Jahr als Erzeugungsstandort für Solarstrom dienen können.

„Wir haben der Photovoltaik-Anlage Räder verpasst, so dass sie ihren Standort beliebig oft wechseln kann. Wenn wir an temporäre Großparkflächen z.B. vor Messegeländen oder Sportstätten denken, so sind diese nur wenige Male im Jahr in Gebrauch.

Plattform zur Direktvermarktung von Strom aus BHKW und Photovoltaikanlagen

Ein Modell, wie dezentrale Energieversorgung praktisch funktionieren kann, liefert aktuell die Plattform buzzn.net. Ähnlich einer Mitfahrzentrale bringt buzzn private Stromproduzenten und Haushalte einer Region zusammen.

Betreibern von BHKW und Photovoltaikanlagen bietet die Plattform die Möglichkeit, ihren überschüssigen Strom anderweitig zu veräußern als über den lokalen Netzbetreiber. Privathaushalte können über buzzn dezentral produzierten Strom aus ihrer Region beziehen. Damit ist die Plattform eine Reaktion auf § 17 EEG. Dieser sieht die Möglichkeit vor, dass Anlagenbetreiber von Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerken ihren Strom auch an Dritte veräußern können (Direktvermarktung).

Neuer Solarpark mit 17,3 Megawatt Leistung in Mecklenburg-Vorpommern

Juwi Solarpark Tutow Mecklenburg-Vorpommern

Die juwi-Gruppe hat am 17.08.11 mit dem Solarpark Jabel (Landkreis Müritz) ein weiteres Photovoltaik-Großprojekt in Mecklenburg-Vorpommern ans Netz gebracht. Die Anlage wurde vor Ort von Juwi-Vorstand Jochen Magerfleisch und Erwin Sellering, Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, eingeweiht. Mit einer Leistung von 17,3 Megawatt soll das Solarkraftwerk 18 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und den Bedarf von 5.000 Haushalten decken.

Durch Nanotechnologie größere Effizienz bei Solarzellen möglich

An der ETH Zürich arbeiten Forscher an der Effizienz von Solarzellen. Mit Hilfe der Nanotechnologie soll diese deutlich gesteigert werden. David Norris, Pro­fes­sor am Depart­ment für Maschi­nen­bau und Ver­fah­rens­tech­nik der ETH Zürich und sein Team wollen bisherige Effizienz-Spitzenwerte von 30% noch deutlich steigern.

Winzige Nano-Strukturen sollen die photoelektrische Umwandlung von Licht in Elektrizität gezielt beeinflussen. Licht hat seinen größten Wirkungsgrad im Infrarotbereich, bei voller Sonneneinstrahlung können normale Eletronen nur einen Bruchteil in elektrische Energie umwandeln. Hier sollen die Nanostrukutren aus Bleiselenid kom­bi­niert mit einer Schicht aus Titan­oxid ansetzen und einen Wir­kungs­grad von bis zu 66 Pro­zent ermöglichen.

Europäische Photovoltaik-Konferenz findet vom 5.-9. September in Hamburg statt

Die „European Photovoltaic Solar Energy Conference“ (EU PVSEC), die in diesem Jahr als wichtigste Konferenz für Photovoltaik in Europa gilt, findet vom 5.-9. September 2011 auf dem Hamburger Messegelände statt. Experten aus der Solarbranche diskutieren über neue Konzepte, Trends und Entwicklungen in Wissenschaft und Industrie.

Zeitgleich zeigen auf der Photovoltaik-Ausstellung „PV Solar Exhibition and Trade Fare“ über 900 Betriebe und Organisationen aus der Branche ihre Produktneuheiten und Forschungsergebnisse vor. Die Ausstellung steht für alle Interessierten von Mo-Do 9-18 Uhr offen.

Energiesparen mit geringen Mitteln – TU Dresden untersucht Heizkörperthermostate

Thermostatventile werden bei einer Sanierung oft übersehen, obwohl veraltete Geräte einen deutlichen Einfluss auf den Energieverbrauch haben. Wie man mit kleinem Kapitaleinsatz Heizkosten sparen kann, zeigt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) anhand einer Studie der TU Dresden. In der Untersuchung verglichen die Forscher Regler, die vor 1988 verbaut wurden, mit aktuellen Bauteilen – und kamen zu sehr klaren Ergebnissen.

Heizenergiebedarf deutscher Wohngebäude sinkt weiter

co2online.de hat den Heizenergieverbrauch von über einer Million deutscher Wohngebäude ausgewertet. Demnach sank der Energiehunger der Gebäude zwischen 2002 und 2010 um 2,75 Prozent. Der Bedarf sank im Durchschnitt von 161 Kilowattstunden Heizwärme auf 126 Kilowattstunden. Die Daten sind aufgrund einer Basis von knapp einem Zehntel der beheizten Gesamtwohnfläche in Deutschland durchaus repräsentativ.

„Die Ergebnisse zeigen einen positiven Trend in der Entwicklung der Energieeffizienz der Wohngebäude in Deutschland und liefern gleichzeitig den Anreiz, die heute vorhandenen Einsparpotentiale im Bereich der energetischen Gebäudesanierung verstärkt auszuschöpfen“, so Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von co2online.

Erster deutscher Hersteller von Geothermiebohrern erhält Zertifizierung

Die Firma TRACTO-TECHNIK hat als erster deutscher Bohrgerätehersteller die Zertifizierung DVGW-W 120 erhalten. Die Eignung wurde nach theoretischer und praktischer Prüfung von der Zertifizierung Bau e.V. festgestellt und bescheinigt. Die Zertifizierung ist für die nächsten fünf Jahre gültig. Als erster deutscher Hersteller von Geothermiebohrgeräten ist TRACTO-TECHNIK nun in der Lage, europaweit Vorführbaustellen selbständig durchzuführen.

Die Zertifizierung W 120 gilt als Nachweis der fachlichen Qualifikation von Brunnen- und Spezialtiefbauunternehmen zum Schutz der natürlichen Ressourcen Wasser und Boden. Noch ist sie nicht überall Pflicht, wird jedoch zunehmend seitens genehmigender und beaufsichtigender Behörden gefordert.

Solarstrom ab 2013 günstiger als Haushaltsstrom?

Nach Informationen des Bundesverbands für Solarwirtschaft (BSW-Solar) wird der in Deutschland auf dem eigenen Hausdach produzierte Solarstrom günstiger sein als die meisten Haushaltsstromtarife der Energieversorger. Dies könnte bereits ab 2013 der Fall sein. Im Jahr 2017 könnten neue Solarstromanlagen auf Gebäuden mit einem hohen Anteil selbst­verbrauchten Solarstroms ohne finanzielle Förderung rentabel betrieben werden. Die Kosten von Solarstrom sinken beständig. So haben sich die Preise für fertig installierte Photovoltaik-Aufdachanlagen seit 2006 halbiert.

Europäischer Verband der Energieberater stellt alternatives Förderkonzept vor

Wie das Fachblatt IKZ Haustechnik berichtet, fordert der Europäische Verband der Energie- und Umweltschutzberater (EVEU e.V.) die Bundesregierung auf, die Förderung der Gebäudesanierung und der erneuerbaren Energien deutlich zu vereinfachen. Besonders die Vielfalt verschiedener Förderprogramme für erneuerbare Energien steht dabei im Fokus des Verbandes. Thomas Lohe, EVEU-Vorsitzender, plädiert für einheitliche Pauschal­beträge. Diese sollen unabhängig vom verwendeten System sein – einzig die Energieeffizienz soll über Fördermittel bestimmen.

Ein Heizungstausch könnte somit pauschal mit 2500 Euro gefördert werden, während man für eine Dachsanierung 1500 Euro bekommt. Zusammengenommen beliefen sich die Fördersummen, die zur Verfügung stehen, auf bis zu 12.000 Euro Gesamtförderung für einen Hausbesitzer.

Energieverbrauch im ersten Halbjahr gesunken – Anteil der Kernenergie fällt deutlich

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. (AGEB) hat neue Daten zum deutschen Energieverbrauch im ersten Halbjahr 2011 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum benötigte Deutschland demnach drei Prozent weniger Energie. Laut AGEB war das Jahr bislang allerdings von einer recht warmen Temperatur geprägt – ohne diesen Effekt wäre der Energieverbrauch wahrscheinlich konjunkturbedingt um ein Prozent höher als im ersten Halbjahr 2010 ausgefallen. Zu den bisherigen Trends zählt bislang die Abnahme von fossilen Energieträgern. Auch die Kernenergie rutschte unter die 10 Prozent-Marke.

TÜV Rheinland entwickelt Prüfverfahren für Frostbeständigkeit von Solarkollektoren

Der TÜV Rheinland hat ein neues Verfahren für die Frostschutzprüfung von Vakuumröhrenkollektoren mit Wärmerohren entwickelt. Ab sofort steht es Herstellern und Produzenten entsprechender Anlagen zur Verfügung.

Hintergrund für die neue Frostschutzprüfung waren zahlreiche Schadensmeldungen, die nach langen Frostperioden des strengen Winters von 2009/2010 eingegangen waren. Einige Solarsystem fielen aus, da bei extremen Temperaturen die Kollektoren platzten. Das neue Prüfverfahren wird nun Herstellern sowie Verbrauchern eine größere Sicherheit geben können.

Sächsische Energieagentur bemängelt Energieverschwendung in öffentlichen Gebäuden

In Energiekostenabrechnungen erhalten die Empfänger keine Auskunft darüber, wie viel bezogene Energie tatsächlich zur Nutzenergie wird – man erhält nur Informationen über die bezogene Endenergie. So kann der Betreiber nicht herausfinden, wie energieeffizient eine Heizanlage wirklich ist.

Die Sächsische Energieagentur (SAENA GmbH) hat deshalb zusammen mit mehreren Energieberatern öffentliche Einrichtungen in Sachsen mit zusätzlicher Messtechnik versehen, um die Energieeffizienz zu messen. Das Ergebnis der Untersuchung „Initialmessung an Anlagentechnik“: der mittlere Nutzungsgrad vieler Anlagen in Schulen, Kindergärten oder allgemeinen Verwaltungsgebäuden lag nur zwischen 60 bis 80 Prozent.

Neue Studie belegt großes Potential der Kraft-Wärme-Kopplung in NRW

Nordrhein-Westfalen bietet sehr gute Voraussetzungen für den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Dies belegt eine KWK-Potentialstudie, die vom NRW-Klimaschutz­ministerium und der EnergieAgentur.NRW in Auftrag gegeben wurde. Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW (li.), und NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel stellten die Ergebnisse am 20.07. in Düsseldorf vor.

Durch KWK könnte das Bundesland demnach bis zu 75 Terrawattstunden pro Jahr produzieren. Das entspricht rund 36 Prozent des landesweiten Nutzwärmebedarfs. Zudem könnten rund 35 Prozent der CO2-Emissionen und 35 Prozent der Rohstoffe eingespart werden. „Hier liegt ein ungeheures Potenzial. Während andere Bundesländer gute Standorte für Solarenergie oder Wasserkraft sind, ist NRW ein guter Standort für Kraft-Wärme-Kopplung,“ so Klimaschutzminister Johannes Remmel.

Kommunales Infosystem für Erneuerbare Energieprojekte online erreichbar

Seit dem 21.07.2011 unterstützt ein neues, kommunales Informationsportal Kommunen bei ihrer Energiepolitik. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat das Portal bei einen Besuch in der Bioenergie-Modellregion Bayreuth freigeschaltet. Kommunen sollen damit besser informiert und bei ihrer Energiepolitik unterstützt werden.

In vielen Städten und Gemeinden des ländlichen Raumes wurden in den letzten Jahren bereits Projekte mit erneuerbarer Energieversorgung umgesetzt. Auch in Zukunft wollen viele Kommunen Projekte dieser Art durchführen. Das neue Informationsportal soll vergangene Erfahrungen in diesem Bereich zusammenfassen, auf fachliche Kompetenzen hinweisen und die Projektleiter untereinander vernetzen.

Bosch: neues Zentrum für Photovoltaik in Arnstadt

Die Bosch-Gruppe nahm am 22.07.2011 mit einem Festakt ihr neues Zentrum für Photovoltaik im thüringischen Arnstadt in Betrieb. Neben der Zentrale des Geschäftsbereichs Solar Energy sind die Bereiche Forschung und Entwicklung, die Fertigung von Solarzellen und -modulen sowie ein Ausbildungszentrum unter einem Dach vereint.

„Der Standort Arnstadt ist von nun an das Kompetenzzentrum. Von dort aus werden alle weltweiten Aktivitäten rund um die Photovoltaik von Bosch geplant und gesteuert“, erklärte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bosch-Gruppe. Insgesamt investierte Bosch mehr als eine halbe Milliarde Euro in das neue Zentrum.