Energie

Photovoltaik-Nachfrage erstmalig wieder stabil

POLITISCHE ENTSCHEIDUNGEN BEEINFLUSSEN PV-NACHFRAGE STARK

So zeigte sich auch zur kontroversen Debatte um die EEG-Novelle aus dem Jahr 2012 deutlich, dass sich Endkunden erst für Photovoltaik interessierten, wenn ein rechtlich sicheres Förderumfeld besteht. Zwar nahm das PV-Interesse im Januar und Februar 2012 trotz der damalig entsprechenden, turnusmäßigen Kürzung nach EEG leicht zu, jedoch ebbte dies mit Ankündigung einer erneuten Förderkürzung ab Ende Februar deutlich ab. Erst als der Vermittlungsausschuss im Juli 2012 einen Kompromiss zur Einigung bei der Solarförderung bekannt gab, stieg der SolarContact-Index wieder – trotz schlechterer Förderkonditionen als zuvor.

Ähnliches konnte man im Zusammenhang mit der Bundestagswahl 2013 erkennen. Obwohl es weder vor noch einige Zeit nach Wahlausgang konkrete Anhaltspunkte für entsprechende Einschnitte bei der Solarförderung gab, stieg das Endkundeninteresse an Photovoltaik im zweiten Halbjahr an. Erst nachdem konkrete Reformmaßnahmen, wie der nun beschlossenen EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch von Solarstrom, diskutiert wurden, sank der SolarContact in Folge drastisch ab und stagnierte bis zuletzt auf einem konstanten, unterdurchschnittlichen Niveau.

FOLGEN DER EEG-REFORM UNKLAR

Der Zusammenhang, dass sich weniger Endkunden für eine Neuinstallation einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach in Phasen interessieren, in denen sich absehbare Änderungen der PV-Förderung ergeben, lässt vor dem Hintergrund des sich aktuell stabilisierenden PV-Interesses und der Verabschiedung des EEG 2014 darauf schließen, dass ein Rückgang des PV-Interesses, trotz kontroversen wie der Eigenverbrauchsumlage, unter Umständen gestoppt sein könnte. Ob sich die neue EEG-Regelung zum Eigenverbrauch auf PV-Strom de facto positiv oder negativ auf die Photovoltaik-Zubauzahlen auswirkt, bleibt zunächst abzuwarten. Denn die finale Entscheidung für eine Investition in eine Photovoltaikanlage hängt eher von konkreten Fördermodalitäten als von bloßer Planbarkeit ab.

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