Energie

PV-Kleinanlagen stoßen auf ungleichmäßiges Interesse in 2014

Im ersten Halbjahr 2013 wies der SolarContact-Index ebenfalls eine uneinheitliche Entwicklung auf: so zeichnete der März das bis dato höchste Anfrageaufkommen im Kleinanlagen-Segment bis 30 kWp auf. Daraufhin flaute die das Kundeninteresse deutlich ab und erreichte im Juni 2013 seinen bisherigen Jahrestiefstand. Das nachfolgende zweite Halbjahr 2013 wies eine wesentlich höhere Konstanz auf und das Endkunden-Interesse an Photovoltaikanlagen stieg von Juli bis November kontinuierlich an, sodass der Jahreshöchstwert von März beinahe erneut erreicht wurde.

Die Suche nach einer einzelnen Ursache für die Entwicklung des PV-Interesses in 2013 bleibt ergebnislos. Mögliche Erklärungen für den Positiv-Trend könnten die konstant steigenden Strompreise und eine zukünftige Änderung der Photovoltaik-Förderung sein, die beide thematisch in diesem Zeitrahmen im Fokus der öffentlichen Diskussionen standen. Diese Faktoren deuten darauf hin, dass sich solarinteressierte Privatleute nicht nur ausschließlich für die Rendite-Aspekte über die Einspeisevergütung interessieren, sondern vermehrt eine teilweise Deckung des Eigenverbrauchs in ihre Investitionskalkulation einschließen.

Des Weiteren deuten die konstant niedrigen Anfrage-Zahlen nach Stromspeichern im vergangenen Jahr darauf hin, dass ihr Einsatz zur Steigerung des Eigenverbrauchs aufgrund der nach wie vor hohen Anschaffungskosten trotz KfW-Förderung das PV-Interesse eher geringfügig stützt. Hier ist interessant zu beobachten, dass das Solarstromspeicher-Interesse von Mai bis Ende Dezember zunächst deutlich schwankte. Die anfänglich unklaren Förderbedingungen des Speicherzuschusses haben dabei sicher eine tragende Rolle gespielt. Wiegt man den Rückgang des Speicherinteresses mit dem gleichzeitigen Anstieg des PV-Kleinanlagen-Interesses zum Jahresende 2013 auf, keimt die Vermutung auf, dass die allgemeine Attraktivität von Solarspeichern grundlegend abgenommen hat.

Während der Januar 2014 mit 126 Indexpunkten den saisonal bedingten Einbruch des Photovoltaik-Interesses wieder vollständig wett machte, sank das Online-Interesse dagegen im Februar mit 100 Indexpunkten auf den 12-Monatsdurchschnitt herab. Ob sich hier ein langfristiger Abwärtstrend erkennen lässt, oder der Rückgang des Interesses lediglich kurzweilig ist, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Der einzige und gleichzeitig größte Unsicherheitsfaktor momentan dürfte die anhaltende Politik-Diskussion um eine geplante Eigenverbrauchsbelastung des PV-Stroms sein.

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