Energie

EEG Umlage sinkt 2019 um sechs Prozent

Die EEG-Umlage wird 2019 wohl um sechs Prozent sinken

Wie die Bundesnetzagentur mitteilt, wird die EEG-Umlage im nächsten Jahr 6,405 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) betragen. Sie ist damit zum zweiten Mal in direkter Folge gesunken. Aktuell liegt die Umlage noch bei 6,792 ct/kWh. Den Strompreis insgesamt wird dies allerdings leider nicht maßgeblich senken.

Seit 2014 sei die EEG-Umlage auf einem stabilen Niveau, wenngleich die geförderte Strommenge um knapp 50% gestiegen sei. Als Gründe für den wiederholten Rückgang sieht die Bundesnetzagentur zwei Faktoren: Die Umstellung auf „Wettbewerb und Ausschreibungen“, welche die Förderkosten für erneuerbare Energien vergünstigt, was in den deutlich gestiegenen Börsenstrompreisen begründet läge. Auch der hohe Umfang an Mitteln im EEG-Umlagekonto trüge zu der sinkenden EEG-Umlage bei. Zum 30. September, dem Stichtag, lag das positive Saldo bei 3,65 Milliarden Euro.

Die Übertragungsnetzbetreiber rechnen für 2019 mit einem Zubau an erneuerbaren Energien im Umfang von 6 Gigawatt. Die erwartete Stromerzeugung steigt damit auf einen Gesamtbetrag von 217 Terawattstunden.

Alles in allem prognostizieren die Übertragungsnetzbetreiber für das Jahr 2019 einen Gesamtzahlungsanspruch aller Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen in Höhe von 33,1 Mrd. Euro. Dem stehen prognostizierte Vermarktungserlöse an der Strombörse in Höhe von rund 7,8 Mrd. Euro für den erneuerbaren Strom gegenüber.

Wie in den vergangenen Jahren enthält die EEG-Umlage auch im kommenden Jahr eine Liquiditätsreserve, die als Absicherung gegen Liquiditätsrisiken dient, die aus der fluktuierenden Einspeisung erneuerbaren Energien und unerwarteten Entwicklungen, wie z.B. einem sinkenden Börsenstrompreis resultieren. Die Reserve wurde im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 6 Prozent belassen.

Strompreis wird wahrscheinlich trotzdem ansteigen

Verschiedene Nachrichtenportale berichten, dass der Strompreis für Endverbraucher nach Angaben von Branchenexperten wohl trotzdem weiter ansteigt. Das läge in höheren Netzentgelten und Beschaffungskosten begründet.

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