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BSW-Solar rät: Heizung noch vor dem Winter tauschen

Zu viele Heizungen in Deutschland sind ein Fall fürs Museum

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat kürzlich ermittelt, dass ein Drei-Personen-Haushalt im Jahresdurchschnitt 2012 rund 1.248 Euro für Heizkosten aufwänden musste. Doch die verlängerte Heizperiode in diesem Jahr war nicht der einzige Grund für hohe Kosten, denn die Öl- und Gaspreise verharren weiterhin auf einem hohen Niveau. Hinzu kommt die Statistik der Bundesverbands der Schornsteinfegerinnung, die ausgemacht hat, dass im vergangenen Jahr immer noch rund 2,5 Millionen Heizungsanlagen in Haushalten verbaut sind, die länger als 21 Jahre in Betrieb sind – etwa eine Million davon sind sogar älter als 29 Jahre. „Zu viele Heizungen in Deutschland sind ein Fall fürs Museum, weil sie einen schlechten Wirkungsgrad haben“, so Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) in einer Pressemitteilung.

Der BSW-Solar rät zu einem Umstieg auf ein modernes Heizungssystem wie der Solarthermie. „Heutige Heizsysteme nutzen Erneuerbare Wärme, zum Beispiel Solarthermie-Kollektoren in Kombination mit Holzpellets. Dank ihrer modernen Technologie sind diese Systeme erheblich effizienter als die alten Öfen. Das schont die Umwelt und spart bares Geld“, sagt Mayer.

Heizung noch vor dem Winter tauschen

Die langlebigen Solarheizungen können selbst nach 30 Jahren noch Wärme produzieren und sind vergleichsweise kostengünstig in der Anschaffung zwischen 8.000 bis 10.000 Euro (exklusive Nachheizungskosten). Der BSW-Solar rät außerdem, nicht erst bis zum Winter mit dem Umstieg zu warten. Denn wenn die kalten Tage wiederkommen findet sich oft schwer ein Installateur, der die neue Heizung einbaut. Nachfolgend gibt es einige Tipps für den Umstieg auf Solarthermie und erklärt, wer von einer staatlichen Förderung profitieren kann und was zu beachten ist:

1. Alter und Zustand der Heizung checken

Ist Ihre Heizung bereits seit 20 Jahren oder länger in Betrieb, sollten Sie über einen Austausch dringend nachdenken. Das veraltete Heizungssystem verheizt Ihr Geld im wahrsten Sinne des Wortes. Sollten Sie in den vergangenen Jahren Ihr Haus gedämmt oder die Fenster ausgetauscht haben, sollten Sie ebenfalls einen Heizungstausch überdenken. Der Grund dafür: Der Wärmebedarf nach einer Dämmungsmaßnahme ist sehr gering und die Heizung danach häufig zu überdimensioniert. Sie läuft dadurch ineffizient.

2. Örtliche Gegebenheiten prüfen

Eine Solarheizung benötigt eine geeignete Dach- oder Fassadenfläche, um die Solarkollektoren anzubringen. Eine geneigte und möglichst zusammenhängende, unverschattete Dachfläche mit Süd-Ausrichtung ist hierbei das Optimum. Leichte Abweichungen in Ost- oder Westrichtung kommen jedoch ebenfalls infrage. Solarthermieanlagen lassen sich aber auch mit speziellen Montagesystemen auf Flachdächern anbringen.

3. Fachbetrieb für Solarheizungen suchen

Es wird dringend dazu geraten, einen Fachbetrieb für Solarheizungen aufzusuchen. Denn nur diese Experten können eine Solarthermieanlage optimal planen und fachgerecht installieren. Über die Fachbetriebssuche von Heizungsfinder.de können Sie Fachbetriebe für Solarheizungen finden und bis zu fünf kostenlose Angebote einholen.

Der Fachbetrieb ermittelt auf Basis der Wärmebedarfsdaten und den örtlichen Gegebenheiten (Dachneigung, Sonneneinstrahlung, etc.) die ideale Anlagengröße. Der Solarthermie-Fachmann berät Sie auch über die verschiedenen Varianten der Nachheizung und die möglichen Kosteneinsparungen.

4. Bereiten Sie das Handwerker-Gespräch vor

Es empfiehlt sich das erste Gespräch mit dem Handwerker gut vorzubereiten. Sie können Anhand vorliegender Daten den Heiz- und Warmwasserbedarf des Hauses selbst ermitteln. Wie viel Liter Öl wurde in den vergangen Jahren gekauft? Wie viel Kubikmeter Gas wurde bezogen? Die entsprechenden Öl- und Gasrechnungen der letzten Jahre enthalten diese Informationen.

5. Staatliche Förderung möglich

Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle wird die Installation einer typischen Solarwärmeanlage mit bis zu 2.000 Euro gefördert. Dieses Förderprogramm des BAFA kann mit dem KfW-Kredit „Energieeffizientes sanieren“ kombiniert werden. Die KfW stellt Kredite bis zu 50.000 Euro bereit. Die Förderung beinhaltet außerdem eine Energieberatung und die erforderlichen Nebenarbeiten wie die optimale Einstellung der Heizungsanlage. Der Energieberater kann Ihnen außerdem dabei helfen, weitere Haushaltsgeräte zu ermitteln, die durch die Solarwärme versorgt werden können. Hierdurch kann eine Menge Geld eingespart werden. Beispielsweise verbrauchen Waschmaschinen und Geschirrspüler mit vorgeheiztem Wasser deutlich weniger Strom.

Der Austausch Ihres veralteten Heizungssystems gegen eine Solarthermieanlage ist nicht nur nachhaltig, umweltfreundlich und klimaneutral, sondern steigert auch noch den Verkaufswert Ihres Hauses. Durch die Solarheizung sinkt der Primärenergiebedarf und die Energiebilanz des Hauses steigt.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar)
 

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