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Österreich: Wärmepumpen und Solarthermie im Test

Das österreichische Bundesland Vorarlberg fördert Solarthermie und Wärmepumpen innerhalb der Energieförderrichtlinie 2011. Diese sieht auch eine stichprobenartige Vor-Ort-Überprüfung vor, um das Erreichen der Förderziele auch in der Praxis zu kontrollieren. Ein jetzt vom Energieinstitut Vorarlberg vorgenommener Test von insgesamt 21 Heizanlagen hat jedoch sehr ernüchternde Ergebnisse hervorgebracht. Von den überprüften Wärmepumpen- und Solarwärmeheizungen waren elf Anlagen im Sinne der Förderkriterien mangelhaft.

Bei den getesteten Wärmepumpen wies der Nachweis der angenommenen Jahresarbeitszahl mehrmals Mängel auf. Ursächlich hierfür waren mangelndes Fachwissen, fehlerhafte Bedienung und die fehlerhafte Interpretation der Ergebnisse. Auch beim rechnerischen Nachweis des solaren Warmwasserdeckungsgrades bzw. des solaren Heizungsbeitrags traten Mängel auf. Im Test-Ergebnis wurden so immer bessere Werte dargestellt als die Solarwärme-Anlagen tatsächlich erreichten. Bei der praktischen Umsetzung stellte das Energieinstitut Vorarlberg zudem mehrfach eine unzureichende Dämmung der Verteilleitungen im Heizraum und im Außenbereich fest.

Abseits der getesteten Einhaltung der Förderkriterien wurde bei rund zwei Drittel der Wärmepumpen und Solarwärme-Anlagen Mängel in der Wahl des hydraulischen Konzepts, in der Ausführungsqualität, in der Wahl der Komponenten und in der Abstimmung zwischen der Haustechnik und den Erfordernissen des Gebäudes festgestellt. Diese Mängel wurden aufgrund der Kontrolle durch das Energieinstitut Vorarlberg meist umgehend und vollständig beseitigt. Interessenten von Solarthermie und Wärmepumpen ist daher zu empfehlen, bei der Anbieterauswahl insbesondere Wert auch auf eine sachgerechte Planung der Solarthermieanlagen und Wärmepumpen zu legen.

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