Energie

Solaranlagen-Portal trifft Anbieter: MEP Werke

„Das Mieten einer Solaranlage ist eine spannende Alternative zum Kauf.“

Der Bau von Photovoltaik-Anlagen ist in Deutschland in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Ob PV-Anlagen zu mieten ein neuer Ansatz sein kann, um Endkunden wieder für die Technik zu begeistern, darüber haben wir mit den MEP Werken aus München gesprochen. Das Unternehmen bietet Photovoltaik-Anlagen zur Miete an, per Festpreisgarantie über einen Zeitraum von 20 Jahren.

Solaranlagen-Portal: Herr Strasser, wie sind Sie bei MEP auf die Idee gekommen, Photovoltaik-Anlagen zur Miete anzubieten? Seit wann gibt es dieses Angebot, und wie viele Anlagen haben Sie bereits in Deutschland installiert?

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Konstantin Strasser ist Geschäftsführer der MEP Werke.

Konstantin Strasser: Unsere Unternehmens­gruppe ist bereits seit 2004 in der Solarbranche aktiv, anfangs mit Fokus auf große Solarparks in ganz Europa. Schon damals war meine Vision, „Solarstrom für jedermann“ anzubieten. Jeder einzelne soll die Möglichkeit haben, einen eigenen Beitrag zur Energiewende zu leisten und sich unabhängig zu machen. Das Mietmodell für Solaranlagen haben wir 2013 eingeführt, da wir unseren Kunden eine einfache und bezahlbare Möglichkeit bieten wollten, ihren eigenen grünen Strom zu produzieren. Die Nachfrage nach dem Modell ist groß und wächst monatlich. Inzwischen haben wir schon circa 4.000 Kunden und konnten uns damit zum Marktführer in der Vermietung von Solaranlagen entwickeln.

Wo sehen Sie Ihre Zielgruppe? Für welche Anwendungsfälle ist Ihr Anlagenpaket konzipiert?

Unsere Zielgruppe sind Hauseigentümer in Deutschland, die sich unabhängiger machen und einen Beitrag für die Umwelt leisten möchten, dabei aber vor einem hohen Zeit- und Kostenaufwand zurückschrecken. Das Mieten einer Solaranlage ist eine spannende Alternative zum Kauf, die viele Vorteile mit sich bringt. Unser Angebot umfasst unterschiedliche Anlagengrößen von 2 bis 9,98 kWp. Damit liegen alle Anlagen unterhalb der EEG-Grenze, wodurch unsere Kunden keine EEG-Umlage zahlen müssen. Die passende Anlagengröße wird im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgesprächs für jeden Kunden individuell ermittelt. Dabei spielen Faktoren wie der Energieverbrauch, die Dachgröße und die geografische Lage eine Rolle.

Früher war das Ziel, so viele Solarpanele wie möglich auf ein Dach zu bauen, da die Einspeisevergütung sehr hoch war. Heute lohnt sich das nicht mehr. Am wirtschaftlichsten ist eine Solaranlage heute, wenn man so viel wie möglich des eigenen Solarstroms selbst nutzt. Wir konzipieren die Miet-Solaranlagen für unsere Kunden daher abgestimmt auf deren individuelles Verbrauchsverhalten. Durch entsprechende Beratung und Zusatzprodukte helfen wir unseren Kunden außerdem, einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu schaffen.

Warum sollte ich mir eine Photovoltaik-Anlage mieten und nicht einfach weiter meinen Strom vom Netzbetreiber beziehen bzw. mir eine eigene Photovoltaik-Anlage kaufen? Welche Vorteile bietet mir die Anlagenmiete über die MEP Werke?

Die Strompreise steigen seit Jahrzehnten kontinuierlich. Die beste Möglichkeit sich vor steigenden Strompreisen zu schützen, ist sich mit einer eigenen Solaranlage unabhängig von großen zentralen Energieversorgern zu machen und einen Großteil des benötigten Stroms ganz einfach selbst zu produzieren.
Die klassische Möglichkeit ist hierbei der Kauf einer Solaranlage. Neben den Investitionskosten von immer noch einigen Tausend Euro muss sich der Käufer dabei jedoch um alles selbst kümmern. Er muss die geeignete Anlagengröße herausfinden und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung machen. Montage und regelmäßige Wartung müssen geplant und bezahlt werden. Unvorhergesehene Defekte wie ein kaputter Wechselrichter sollten eingeplant werden, Versicherungsangebote eingeholt werden und, und, und.

Wir vermieten Solaranlagen als Rundum-sorglos-Paket. Von der Beratung und Planung über Montage, Wartung und Service bis hin zur Versicherung ist dabei alles im monatlichen Mietpreis inklusive. Der Kunde muss sich um nichts kümmern und hat keinerlei Risiko. Die Mietkosten bleiben über 20 Jahre gleich niedrig. Es fallen weder hohe Anfangsinvestitionen an noch muss der Kunde Rückstellungen für Wartung oder Reparatur bereithalten.

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Was kostet es mich konkret, eine Photovoltaik-Anlage bei Ihnen zu mieten? Sie sprechen auf Ihrer Homepage von Preisen ab 49€ pro Monat. Wie setzt sich diese monatliche Pauschale zusammen, was sind die Preisfaktoren und was beinhaltet die Pauschale?

Die günstigste Anlage (2 kWp) kostet 49€ im Monat. Unsere meist gemietete Anlage (4,5 kWp) kostet 87,99€. In diesem Preis ist alles bereits enthalten: eine individuelle Planung mit Wirtschaftlichkeitsberechnung, die Anlage selbst inklusive aller Komponenten und natürlich auch dem damit erzeugten Strom, die Montage, Wartung und Reparatur, Service und auch eine All-Risk-Versicherung der Allianz AG über die gesamte Mietdauer. Außer einer einmalig anfallenden Service-Pauschale von 699 € fallen für den Kunden keinerlei weitere Kosten an. Der Kunde friert quasi einen Großteil seiner Energiekosten für 20 Jahre ein und macht sich damit unabhängiger von zentralen Energieversorgern und steigenden Energiepreisen.

Was zeigen Ihre Erfahrungswerte: um wieviel Euro bzw. Prozent lässt sich die monatliche Stromrechnung im Schnitt mit einer Anlage von MEP senken? Denn einen Vertrag mit dem Netzbetreiber behalte ich ja weiterhin.

Das ist bei jedem Kunden unterschiedlich, abhängig von seinem individuellen Energieverbrauchsverhalten und der Anlagengröße. Wir erstellen daher für jeden Kunden eine ausführliche Wirtschaftlichkeitsberech­nung mit verschiedenen Szenarien. Darin erkennt der Kunde genau, ab wann sich die Solaranlage finanziell für ihn rechnet und wie viel er über die zwanzigjährige Mietzeit spart. Wir teilen den Kunden auch mit, wenn sich eine Solaranlage finanziell nicht lohnt, weil zum Beispiel größere Umbaumaßnahmen notwendig sind.

Wir zeigen ihm in der Wirtschaftlichkeitsberechnung außerdem, wie er sein Sparpotential selbst beeinflussen kann, indem er seinen Eigenverbrauch erhöht. Das fängt mit kleinen Maßnahmen an, wie beispielsweise energieeffizienten Geräten, und geht bis hin zum Thema E-Mobilität und Smart Home.

Ein Stromspeicher ist bisher nicht Teil Ihres Angebots. Welche Lösungen bieten Sie Ihren Kunden an, um auch ohne Stromspeicher so viel wie möglich Solarstrom selbst zu verbrauchen?

Die MEP Werke sind seit 2016 auch Messstellenbetreiber, das heißt wir kümmern uns für unsere Kunden auch um den gesamten Bereich rund um die Stromzählereinrichtung. Dabei verbauen wir ausschließlich intelligente Stromzähler, sogenannte „Smart Meter“. Die Bundesregierung hat im neuen Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende übrigens beschlossen, dass diese Smart Meter in Zukunft für alle verpflichtend sein werden. MEP Kunden brauchen sich damit dann nicht auseinandersetzen, da sie über MEP schon jetzt Smart Meter beziehen können.

Zusätzlich gibt es bei MEP ein Monitoring-Tool zur Eigenverbrauchsoptimierung, das im Webportal oder als App genutzt werden kann. Das Tool informiert in Echtzeit über den aktuellen Stromverbrauch, die Einspeisung und den Netzbezug und zeigt an, wann die Solaranlage Strom erzeugt. So können energieintensive Tätigkeiten optimal an die Stromproduktion der Solaranlage angepasst werden, sodass mehr vom eigenen Solarstrom selbst genutzt werden kann. Neben nützlichen Verbrauchs-Statistiken liefert das Monitoring-Portal außerdem Energiespartipps, vereinfacht die Steuerabrechnung und dank automatischem Datenexport sind keine Termine zur Ablesung mehr notwendig. In Zukunft wird es über MEP auch Speicherlösungen geben, sodass der Eigenverbrauch noch weiter erhöht werden kann.

Inwiefern ist der eingespeiste Strom Teil des Vertrags mit MEP? Wird die Einspeisevergütung auf die monatliche Pauschale angerechnet oder gesondert ausgezahlt? Sprich, wer ist der Betreiber der Anlage: der Mieter oder MEP?

Die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung erhält zu einhundert Prozent der Mieter der Solaranlage. Sie ist unabhängig von MEP und damit auch unabhängig von der monatlichen Miete. Wir beziehen die Einspeisevergütung aber in die individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Kunden ein, damit dieser alle Informationen rund um Kosten, Einnahmen und Ersparnisse mit seiner MEP Solaranlage übersichtlich auf einen Blick erhält.

Der Mietvertrag wird über 20 Jahre geschlossen. Welche Ausstiegsmöglichkeiten gibt es, sollte das Haus in der Zwischenzeit z.B. verkauft werden. Und was passiert nach den 20 Jahren mit der Anlage?

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Wird ein Haus verkauft gibt es für den Mieter verschiedene Möglichkeiten. Er kann die Solaranlage zum Beispiel mit umziehen und den Mietvertrag dann mit dem neuen Haus weiterführen. Er kann den Mietvertrag aber auch auf den Käufer übertragen. Nach Ablauf der zwanzigjährigen Miete hat der Kunde ebenfalls Wahlmöglichkeiten. Er kann die Anlage kostenlos von MEP demontieren lassen. Da diese nach zwanzig Jahren jedoch kaum Leistungsverluste hat, bietet es sich für den Kunden eher an, die Anlage zum Marktpreis zu übernehmen oder den Mietvertrag zu vergünstigten Konditionen zu verlängern. Bei Verlängerung des Mietvertrags bleiben dann auch alle Vorteile der Miete, wie zum Beispiel Versicherung und Wartung, weiter erhalten.

Herr Strasser, vielen Dank für das Gespräch!

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