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Entwicklungen und Trends in der Photovoltaik-Branche 2013

PV-Preise stabiler

Seit 2011 sind die Preise für Solarmodule stetig gefallen, weil die Produktionskapazitäten immer noch die Nachfrage auf dem Markt übersteigen. Dadurch gingen die Preise zwar bis zu 30 Prozent zurück, drückten damit Umsätze und Gewinne der Hersteller. 2012 war daher das Jahr der Konsolidierung in der Photovoltaikbranche. Von den 750 deutschen Solarmodulherstellern im Jahr 2010 sind Anfang 2013 nur noch weniger als 150 übrig geblieben. Ab Mitte 2013 sollten stabile Preise überwiegen, weil im Zuge der weltweiten Umstrukturierungen Überkapazitäten abgebaut werden und sich damit das Angebot-Nachfrage-Verhältnis wieder einpendelt.

Mehr Eigenverbrauch

Durch die zähe Diskussion um die Förderung der Photovoltaik in Deutschland im letzten Jahr und die zum Teil rigiden Kürzungen der Einspeisevergütungen, ist eine Zurückhaltung bei den Immobilienbesitzern zu verzeichnen gewesen. Die momentanen Vergütungsmodelle sind für private oder industrielle Anwender dennoch weiterhin attraktiv. Die massiven Preiserhöhungen der Energieversorger lässt den Solarstrom billiger werden als konventionellen Strom. Die Wirtschaftlichkeit der Solaranlagen funktioniert jetzt mehr über den Eigenverbrauch. Der Trend in der Photovoltaik bedeutet: reduzierte Einspeisung, mehr kleine Aufdachanlagen und weniger Solarparks.

Energiespeicher wichtiger

Energiespeichersysteme werden besonders bei privaten Anwendern eine immense Entwicklung vornehmen. Die vermehrt für den Eigenbedarf selbst erzeugte Energie kann mit einem Speicher besser genutzt werden, weil sie die aktuell nicht benötigte Energie speichern und für nachts oder sonnenschwache Zeiten zur Verfügung hält. Dennoch bleibt abzuwarten, ob sich Photovoltaik-Stromspeicher bereits dieses etablieren können. Die bereits angekündigte Förderung für Stromspeicher lässt nämlich immer noch auf sich warten. Dies führt zu einer Kaufzurückhaltung und unter Umständen zu einer Verlagerung der Investitionen ins nächste Jahr. Schuld daran ist die unklare Finanzierung der Speicherförderung durch den EKF, der sich aus den Erlösen aus dem CO2-Zertifikatehandel finanziert. Da die Preise für die Emissionszertifikate in den letzten Jahren immer weiter sanken, steht dem Fonds nun auch weniger Geld für die vereinbarten Förderprogramme zur Verfügung.

Foto: solaranlagen-portal.com

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