Energie, Sanierung

Die Heizsaison naht – jetzt Heizung mit Fördergeldern auf Vordermann bringen

Wartung einer Heizungspumpe Gerade alte Heizungspumpen benötigen erstaunlich viel Strom, Bild: © megakunstfoto - Fotolia.com

Fast jeder zweite Deutsche ist sich nicht bewusst, dass es für die Modernisierung und Optimierung alter Heizungen oder bestimmter Bauteile Fördergelder gibt. Das legen die Ergebnisse einer forsa-Umfrage nahe, wie das VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. kürzlich mitteilte.

Demnach waren 47% der insgesamt 1.011 befragten Hausbesitzern nicht über Fördergelder für die Modernisierung der Heizung informiert. Von der befragten Gruppe haben insgesamt nur 45 Prozent die staatliche Förderung der Heizungsoptimierung in Anspruch genommen. Schade, denn die Sparpotentiale werden unterschätzt. Gerade mit diesen geringinvestiven Maßnahmen zur Heizungsoptimierung wie einem hydraulischen Abgleich und / oder einer neuen Heizungspumpe kitzelt man aus einer alten Anlage noch erhebliche Sparpotentiale heraus. Und alte Heizungen gibt es hierzulande wahrlich zur Genüge: 2016 befand sich nur jede dritte Heizung auf dem Stand der Technik. Das macht fast 13 Millionen veraltete Kessel. Und wenn es schon kein Kesseltausch sein soll, kann man zumindest einzelne Komponenten auf ein aktuelles Niveau heben.

Eine Heizungsoptimierung rechnet sich nach einigen Jahren

Eine Heizungsoptimierung rechnet sich schon nach wenigen Jahren. Daten: co2online.de, Grafik: meine-heizung.de

Alte Pumpen können durchaus für ein Zehntel der Stromkosten in einem Haushalt verantwortlich sein. Und auch der hydraulische Abgleich kann den Energieverbrauch ihres Brennstoffes um einen vergleichbaren Anteil senken. Dazu sorgt er für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung innerhalb einer Immobilie – die meisten kennen das Symptom, dass die Heizkörper in einem Raum heißer werden als gewünscht, während andere Räume kühl bleiben.

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle schießt 30% hinzu

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert seit über einem Jahr (seit dem 01. August 2016) den hydraulischen Abgleich sowie den Austausch der Heizungspumpe mit einem Zuschuss von 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten.

Für eine neue Hocheffizienzpumpe inklusive Montagekosten sind im Schnitt um die 400 Euro zu zahlen. Hier würde die Förderung also mit 100 Euro Zuschuss zu Buche schlagen. Achten Sie aber darauf, dass eine neue Pumpe in der „Liste förderfähiger Pumpen“ des BAFA verzeichnet ist ( > PDF hier).

Ein hydraulischer Abgleich ist preislich schwieriger festzunageln und vom Zustand und Aufbau der Heizungsanlage abhängig. Dazu zählen beispielsweise die Anzahl der Heizkörper und die Anzahl der Ventile. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus kann man zwischen 500 und 800 Euro veranschlagen. Die Förderung beliefe sich in diesem Fall also auf einen Betrag von 150 bis 240 Euro.

Wie bereits erwähnt, sind diese Gelder Zuschüsse und müssen nicht zurückgezahlt werden.

Wie Sie an die Fördergelder kommen

Möchten Sie die Gelder in Anspruch nehmen, müssen Sie sich kurz beim BAFA registrieren. Das Formular dazu finden Sie hier. Registrieren Sie sich bitte unbedingt vor Durchführung der Maßnahme(n)! Für weitere Detailinformationen zum Förderprogramm finden Sie hier auf den Webseiten des BAFA weitere Anhaltspunkte und alle Hintergrunddokumente.

Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, können Sie den Förderantrag zusammen mit einer Kopie der Handwerkerrechnung innerhalb von sechs Monaten beim BAFA einreichen und bekommen den Zuschuss zur Heizungsoptimierung überwiesen.

Update 16.11.2017: wie in diesem Artikel beschrieben, ändern sich die Antragsfristen für die BAFA Förderung ab 2018. Von diesem Jahr an müssen Anträge VOR Beginn der Baumaßnahmen erfolgen. Bis 2018 greift eine Übergangsfrist.

>> Alle weiteren Fragen und Antworten rund um das Thema Energie & Heizungssanierung finden Sie hier auf haus.co.

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