Archiv

Streit um Prognos-Studie: KfW hält an Wirtschaftlichkeit von Wärmedämmung fest

Streit um Prognos-Studie: KfW hält an Wirtschaftlichkeit von Wärmedämmung fest_KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar_KfW_0829

© KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Nachdem die Studie der Prognos AG zur Ermittlung der Wachstumswirkungen der KfW-Programme zum Energieeffizienten Bauen und Sanieren in der vergangenen Woche eine große mediale Diskussion lostrat, meldet sich die KfW-Bankengruppe nun erstmals mit einem Dementi zu Wort.In dem Gutachten, das vom Forschungsinstitut Prognos im Auftrag der KfW-Bankengruppe angefertigt wurde, stellten die Forscher fest, dass sich die Wärmedämmung von Häusern als Bestandteil der Energiewende nicht rechnen würde und viel zu hoch gefördert würde.

Das Ziel der Bundesregierung lautet, den Energieverbrauch in Wohngebäuden um 80 Prozent zu senken bis zum Jahr 2050. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, wären laut der Prognos-Studie Investitionssummen von etwa 838 Milliarden Euro notwendig, die Energiekosteneinsparung nach den Dämmungsmaßnahmen würden jedoch lediglich 370 Milliarden Euro betragen. Diese Zahlen wurden von den Medien aufgegriffen und als einziger Grund gegen eine Wärmedämmungsmaßnahme angeführt.

Die KfW-Bankengruppe will dies nun richtig stellen. Sie betont, dass sich eine Wärmedämmung trotz der Diskrepanz aus zwei Gründen rentiert:- Um die Ziele der Bundesregierung bis 2050 zu erreichen, wurde für die energieeffiziente Sanierung Kosten von etwa 507 Milliarden Euro veranschlagt. In diesen Kosten wurden jedoch auch allgemeine Renovierungskosten von 270 Milliarden Euro eingerechnet, die als sogenannte „Ohnehin-Kosten“ bezeichnet werden. Demnach belaufen sich die „energieeffizienten Mehrausgaben“ auf 237 Milliarden Euro.-

Die prognostizierten Investitionen von 331 Milliarden Euro für den energieeffizienten Neubau seien nicht mit eingerechnet, da diese ohnehin anstehen und die vorgegebenen Energiesparstandards beinhalten.Ausgehend von den erzielten Heizkostenersparnissen der Studie von 361 Milliarden Euro ergäbe sich also ein Plus von 124 Milliarden Euro. Die breite mediale Darstellung einer „Nicht-Rentabilität einer Wärmedämmung“ ist demnach schlichtweg falsch.Die ganze Prognos-Studie „Ermittlung der Wachstumswirkungen der KfW-Programme zum Energieeffizienten Bauen und Sanieren“ finden Sie auf der Webseite der KfW. Mit der Fachbetriebssuche von Dämmen und Sanieren finden Sie schnell qualifizierte Fachbetriebe aus Ihrer Umgebung und können kostenlos und unverbindlich bis zu fünf Angebote anfordern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.