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Günstiges Heizen mit Holzpellets, Hackschnitzeln und Scheitholz

Der nachwachsende Rohstoff Holz trug 2010 mit über 100 Mrd. Kilowattstunden (kWh) zur CO2-freien Wärmeerzeugung durch erneuerbare Energien bei, was einem Anteil von etwas mehr als 70 Prozent an der gesamten aus Erneuerbaren Energien erzeugten Wärme entspricht. Der Anteil von Holzpellets, Hackschnitzeln und Scheitholz an der Wärmebereitstellung aus Biomasse verteilte sich dabei im Jahr 2010 zu 54,3 Prozent auf Privathaushalte, zu 17,9 Prozent auf die Industrie und zu weiteren fünf Prozent auf Heizkraftwerke. Der Rest entfiel im Wesentlichen auf Biogas, biogene flüssige Brennstoffe sowie den biogenen Anteil energetisch genutzten Abfalls. Darüber hinaus waren unter anderem Holzpellets, Hackschnitzel und Scheitholz auch zu einem Drittel an der Stromerzeugung aus Biomasse beteiligt.

Holzpellets, Hackschnitzel und Scheitholz weisen aber nicht nur eine gute Klimabilanz aus, der Einsatz von Holz als Brennstoff weist auch eine hohe Preisstabilität gegenüber dem Einsatz von Heizöl und Erdgas auf. Gegenüber Heizöl sind zum Beispiel Holzpellets aktuell um fast 50 Prozent günstiger. Ursache für die hohe Preisstabilität von Holzpellets, Hackschnitzeln und Scheitholz ist das in Deutschland hohe Restholzangebot und eine breite Produzenten- sowie Handelsstruktur. Dies macht sich auch in einem gestern veröffentlichten Gesamtkostenvergleich der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) bemerkbar. Im Vergleich mit einer Ölheizung schneiden Holzpelletheizungen und Scheitholzvergaserkessel am günstigsten ab.

Die FNR hat dabei die Gesamtkosten von Öl- und Erdgasheizung sowie Holzpelletheizung und Scheitholzvergaserkessel untersucht. Berücksichtigt wurden sowohl die Anschaffungskosten entsprechend der jeweiligen Nutzungsdauer als auch die eigentlichen Heizkosten, die Kosten für Wartung und Anlagenüberwachung. Mit jährlichen Gesamtkosten von 2464 Euro schnitt der Scheitholzvergaserkessel im Gesamtkostenvergleich am günstigsten ab. Die Holzpelletheizung war mit Gesamtkosten von 3268 Euro zwar 310 Euro teurer als die Gasheizung, spart jedoch im reinen Heizkostenvergleich 231 Euro gegenüber der Gasheizung jährlich an Heizkosten wieder ein. Mit steigenden Preisen für Erdgas und Heizöl wird sich dieses Verhältnis weiter zu Gunsten der Holzheizung verbessern.

Grafik: FNR

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