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FH Kiel senkt Heizkosten auf Krabbenkuttern

Bis zu 25 Prozent ihres gesamten Umsatzes geben Fischer für Treibstoff aus. Die Fischerei ist zudem abhängig von Fangquoten, Marktpreis, Personal- und Betriebskosten. Die Fischer selbst haben nur die Möglichkeit der direkten Einflussnahme bei Personal- und Betriebskosten. Um die Betriebskosten der Fischerei größtmöglich zu reduzieren, hat die Fachhochschule Kiel in einem Projekt im Rahmen der Gesamtmaßnahme „Modernisierung der Garnelenkutter- und Ostseekutterflotte unter dem besonderen Aspekt der Energieeffizienz“ praktische Versuche an Bord von kommerziellen Krabbenkuttern durchgeführt, wie die rund ein Drittel der Gesamtkosten ausmachenden Energiekosten gesenkt werden könnten. Getestet wurden dabei Neuentwicklungen im Bereich der häufig mit fossilen Treibstoffen betriebenen Heizungsanlage, des wie eine Elektroheizung funktionierenden Krabbenkochers sowie der Krabbenabfüllung und des Fanggeschirrs. Im Ergebnis zeigte sich, dass die vorgestellten Maßnahmen, den Energieverbrauch an Bord deutlich senken konnten.

Die Ergebnisse des Projekts werden den Fischern von der Fachhochschule Kiel jetzt in Form von Infoblättern zur Verfügung gestellt, die einen Überblick über die technischen Daten und die bisher ermittelten Einsparmöglichkeiten geben. Ergänzend dazu werden die Ergebnisse im Fischerblatt veröffentlicht. Aufgrund des bisherigen Verlaufs des Projektes und des steigenden Interesses aus der fischereilichen Praxis wird das Förderprogramm fortgesetzt. Auch in den Jahren 2012 bis 2013 wird die Fachhochschule zusammen mit der Fischerei weitere Ideen zur Energieeinsparung an Bord entwickeln und testen. Die bisherigen Entwicklungen werden weiterhin im praktischen Dauerbetrieb begutachtet.

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