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Einblasdämmung: Fragen & Antworten

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Einblasdämmungen mit Zellulose sind i.d.R. unproblematisch zu verarbeiten, benötigen jedoch grundsätzlich einen Hohlraum, in den sie eingebracht werden können.
Hierzu ist eine ganzheitliche Zustandsanalyse notwendig, ein Ortstermin für eine lückenlose Beurteilung der Gebäudesubstanz unumgänglich und die erste Voraussetzung, einen geeigneten Dämmstoff auszuwählen.

Erfahrungswerte zeigen, dass Häuser um die Jahrhundertwende weniger mit zweischaligen Mauerwerken erstellt worden sind; meist einschalig in massiver Bauweise, auch vor dem Hintergrund kostensparender und gegebener Baustoffe aus dem Umkreis.
Nachträgliche Dämmmaßnahmen können grundsätzlich immer geplant und umgesetzt werden; der Aspekt der wirtschaftlichkeit sollte dabei nicht unberücksichtigt bleuben, sowohl aus Sicht komplett energetisch sanierter Bauteile als auch aus Sicht baupfysikalischer Sinnhaftigkeit.

Nicht jegliche Dämmmaßnahme brngt den Vorteil einer energetischen Verbesserung; die Konzeption im Einfluss des Nutzerverhalten, mithin der Differenz zwischen maximaler Erreichbarkeit wärmedämmender Eigenschaften und sinnvoller Effiziens im Einklang mit der Nutzung eines Gebäudes bringt den erwünschten Effekt.

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Wenn es sich um zweischaliges Mauerwerk handelt:
Zellulose Dämmstoff ist für eine Kerndämmung im zweischaligen Mauerwerk nicht zugelassen. Sämtliche zugelassene Dämmstoffe für Kerndämmung (insbesondere Einblasdämmung) müssen hydrphob (wasserfeindlich) sein. Diese Eigenschaft besitzt ZELLULOSE leider nicht. Bitte ausdrücklich nur zugelassene Kerndämmstoffe verwenden. Neben EPS Granulat gibt es auch Mineralwolle (Glas-/Steinwolle) von verschiedenen Herstellern. Achtung vor Personen mit Halbwissen.
Gern können Sie mich auch direkt anschreiben: Email: md@guenstiger-daemmen.de

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Vor dem Ausblasen der Luftschicht sollte auf jedem Fall geprüft werden, ob das Klinkermauerwerk (Klinker, Fugen, Abdichtungen) in Ordnung ist. Auch das Hintermauerwerk sollte vorher überprüft werden, ob es trocken ist. Sollte nach der Überprüfung alles in Ordnung sein, spricht für das Ausblasen der Luftschicht nichts dagegen.

Herr R., 29.01.2019

Vielen Dank für die fachkompetente Antwort. Ich wohne auf Föhr. Könnten Sie rein schätzungsweise sagen was die Gesamtaktion (Mauerwerk überprüfen, einblasen) kosten könnte? Es dreht sich Schätzungsweise um ca. 80 qm wobei ca. 20 qm davon eine Giebelwand bis zum Dach umfassen und abzgl. etwa 8 qm an Fenster und Tür Flächen.

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Der Preis für die Kerndämmung scheint mir auch stark überteuert.
Solche kleinen Objekte kosten bei uns weniger als 2000 €. Ob das Dach noch nachgedämmt werden kann, müsste Vor-Ort geprüft werden.

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Nein das ist nicht das selbe wen man es genau sieht ist es ja so end weder von innen Dämmen oder außen ich selber sage von außen aber das ist halt mit Kosten verbunden von innen ist halt die einfache Variante wobei das auch mal schnell 10000 Kosten kann

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Einblasdämmungen sind nur bei bekanntem Raumvolumen richtig ausführbar.
Des Weiteren ist eine Trennschicht gegen Staub und Bohrsalze zu empfehlen!
Gegen Knarren hilft eine eingeblasene Dämmung nicht, da die Geräusche durch Reibung zwischen den Dielen und in den Nagellochlaibungen entsteht. Sie dient rein zur Wärmedämmung.

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Das Dämmsackverfahren ist ist eine Möglichkeit fehlende Dämmung im Satteldach zu ergänzen. Voraussetzung ist ein Hohlraum mit mindestens 10 cm Stärke und ausreichend Platz oberhalb der zu dämmenden Ebene (Arbeitsraum). Es ist aber keine 100 % Lösung, da der Dämmsack sich nicht ganz an den Sparren anschmiegt. Es ersetzt auch nicht das Unterdach- eindringende Feuchtigkeit durch schadhafte Ziegeln wird nicht richtig weggeleitet. Auch muss man beachten, dass durch den Einblasdruck nicht Ziegeln durch z.B. schadhafte Dachlatten weggedrückt werden. Falls später das Dach erneuert wird, kann der bei einer Aufsparrendämmung den Dämmsack im Gefach verbleiben oder der Dämmstoff kann wieder verarbeitet werden- ist also nicht verloren. Auf meiner Homepage sind Bilder- falls Fragen sind, bitte Kontaktaufnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Winfried Reith

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Stimmt nicht, das Einblasen geht allerdings ohne Förderung, der Gesetzgeber hat eine Zumutbarkeitsklausel die in Ihren Fall greift und genau das besagt, nämlich das man nicht gezwungen werden kann mehr als die Sparrenhöhe zu dämmen, bei Ihnen passt dann ja die Dachlattenhöhe auch noch.

mfg BogieBau aus dem Schwalm Eder Kreis

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Hallo und Guten Tag,
der Hersteller der Zellulose hat ein Spektrum der Einblasdichte innerhalb der Zulassung vorgeschrieben mit Mindest- und Höchstwerten. Innerhalb des Spektrums ist eine höhere Dichte wegen des besseren sommerlichen Wärmeschutzes sinnvoll, die Orientierung sollte als eher Maximaldichte gehen. Abhängig ist die Einblasdichte aber auch von den Randbedingungen wie Steilheit und Beschaffenheit/Rauhigkeit der Beplankungen. Eine Überprüfung der nötigen-gewünschten-zulassungsbedingten Einblasdichten ist während des Einblasens zu überprüfen. Die Dichten für Dachflächen liegen bei z.B. climacell zwischen 35 kg und 60 kg/m³. Preislich liegt die Einblasdämmung ohne Anfahrt oder besondere Erschwernisse wie Parkplatzsituation etc. bei ca. 75 €/m³ netto bei übermessenem Holzanteil mit Schwankungsbreite nach oben und unten. Also Dämmfläche * 0,2 m Dicke mal 75 € netto hat man einen geschätzten unverbindlichen Preis.
Mit freundlichen Grüßen
Winfried Reith Fa. Protecma, Fachbetrieb für Einblasdämmungen und Blower-Door-Messungen. www.protecma.de

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Rigibead eignet sich gut. Ist ein Schüttdämmstoff, verhakt sich nicht, WLG 033, förderfähig (KfW), kein Formaldehydabspalter (Schaum). Die WLG (Wärmeleitfähigkeitsgruppe) ist ganz entscheidend für den Dämmwert. Einbringkontrolle durch Thermografie
wichtig!

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Wenn der Hohlraum über der KEllerdecke (unter dem Fußboden EG) mittels Schlauch zu erreichen und mindesten 100mm hoch ist, wäre das i. d. R. kein Problem.

Als Dämmmaterial imprägnierte Kerndämmung verwenden (z. B. Perlite). Das ist mit starker Staubentwicklung verbunden.

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Guten Tag,

von oben könnte Zellulose oder EPS-Granulat in die Gefache eingeblasen werden.

Möglichkeit 1: Löcher in die Dielung zu bohren um einzublasen, was allerdings
bei einer weiteren Nutzung der Dielen als sichtbaren Belag nicht die angenehmste Lösung ist.

Möglichkeit 2: Am Rand des Raumes ein paar Dielen hochnehmen, Hohlräume verfüllen und
anschließend die Dielung wieder fachgerecht durch unseren Tischler einsetzen lassen.

Für nähere Information können Sie uns gerne kontaktieren. Wir wind noch bis zum 23.12.2016 erreichbar.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Schefe
Schefe Montagen

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Ich vermute eher bei einer so geringen Schichtstärke ist der Erfolg der Maßnahme zweifelhaft, weil dann sicherlich auch noch Mörtelbrocken da drin liegen als Kältebrücken und die Schicht also nicht durchgängig ist.
Üblichereise verwendet man 5-8 cm Schichten.
Ich würde davon auch abraten, zumal bei so einer geringen Schichtstärke das Einblasen auch schon deutlich höhere Anprüche an den Verarbeiter stellt und zeitaufwendiger ist. Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

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Die unterhalb Ihrer Dämmschicht verlegte Dampfsperre ist nicht absolut dicht. Aufgrund aus dem Erdgeschoß steigender Warmluft (Relative Luftfeuchte), kondensiert Feuchtigkeit innerhalb kälterer Bereiche in Ihrer Dämmschicht. Bei groben bauphysikalischen Ausführungsfehlern kommt es dann unweigerlich zu Schimmelbildung.
Ich empfehle Ihnen umgehend einen Sachverständigen und oder einen kompetenten Betrieb einzuschalten, der sich das Problem ansieht.

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