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Gaskessel Größe bei 1000m2 Fläche

Wieviel kW Gaskessel benötigt man für ein Gebäude von ca. 1000m2? Es handelt sich um einen Altbau, der U-wert ist unbekannt.

Herr H. 28.11.2016

Gasheizung

Sehr geehrte Damen und Herren,
geht man einfach nach der Faustformel ca. 100 W/m² so erhält man eine Leistung von 100 KW. Aber bei einem Altbau ( ich habe erst vor kurzem eine Berechnung für ein Haus aus dem Baujahr 1940 erstellt ) so erhält man bei einer Raumtemperatur von 20°C und einer Norm Außentemperatur von - 12 °C einen Wärmebedarf von 145 W/m². Bei dem Wohnzimmer das nach der Norm mit 22°C beheizt werden muß nach der Norm, so habe ich einen Wärmebedarf von ca. 160 W/m². Bei den Badezimmern muß ich nach der Norm den Raum auf 24 °C beheizen können und dies entspricht einen Wärmebedarf von ca. 180 W/m². Aus diesen Angaben können Sie sich selbst Ihren benötigten Wärmebedarf ausrechnen. Man muss aber den Gleichzeitigkeitsfaktor berücksichtigen. Diesen nimmt man an mit ca. 75 bis 80%. Das muß aber mit dem Bauherrn abgesprochen werden. Ebenfalls sind mit zu berücksichtigen wie man den Flur oder den Eingangsbereich beheizen möchte und mit welcher Temperatur. Ist es überhaupt Sinnvoll bei so einer Größenordnung mit Gas zu Heizen. Dieses ist auf der Investitionsseite zwar die billigste Variante, aber von den Heizkosten mit die teuerste. Ich würde Ihnen Empfehlen einmal über ein BHKW oder einer Biomasse Heizungsanlage ( Pellets oder Hackschnitzel ) nachzudenken. Sie haben zwar einen gut Doppelt so großen Investitionsaufwand, aber bei dieser Größenordnung haben Sie den Mehrpreis nach ca. 10 Jahren wieder raus und bei einer regelmäßigen Wartung Laufen die Kessel auch 25 Jahre oder Länger. Bei der Beheizung mit einem BHKW oder einer Biomasse Heizungsanlage wird immer ein Pufferspeicher benötigt. In diesem Pufferspeicher ist jede Menge Energie enthalten, so dass die benötigte Kesselleistung dadurch auch etwas ca. 5 bis 10% kleiner ausgewählt werden kann. ich möchte noch Hinzufügen, dass das BHKW nicht alleine für die Gesammtleistung da sein darf. Es sollte höchstens eine Leistung von 30 KW haben und der Rest dann über den anderen Gaskessel abgedeckt werden. Ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig weiter helfen.

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Wurde das Gebäude zwischen 1960 und 1980 errichtet setzen Sie ca. 80-90 W/m² notwendige Heizleistung an: bei 1.000 m² also 80-90 kW! Hier könnten Sie zwei 50kW-Gasbrennwert-Heizthermen (Modulation von 11-92 kW)Wolf in Kaskadeschaltung einsetzen.
Ist das Gebäude noch älter sollten Sie 120-130 W/m² Heizleistung ansetzen: also 120-130kW! Hier empfehle ich zwei 75kW-Gasbrennwert-Heizthermen (Modulation von 18-140 kW)von Wolf in Kaskadenschaltung - alternativ einen Gasbrennwertkessel 170 KW (Modulation 27-157kW)von Wolf!

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Hallo,

Alles was man hier an Schätzungen ließt ist keineswegs zielführend und sorgt im schlimmstenfall für Gerätelebenszeiten unter 5 Jahren.
Ausschlaggebend ist Bedarfsermittlung und daraus resultierende Heizlastberechnung.
Alles andere ist murks und keinen Cent wert.
Doityourself Projekte unterstützen wir nicht.

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Sehr geehrter Interesent,
Bei einer Heizfläche von 1000m2 ist ein Erfahrungsansatz bei Gebäuden mit Baujahr 1918 -1950 mit 100 W/m2 anzunehmen.
Abzüge bei Doppelglasfenster,Dachisolierung/OG-Decken 100mm und Gebäude mit Keller,ca 20W/m2. Der Mittelwert liegt bei 80W/m2.
Als Brennwertgerät würde ich ein kostengünstigen Wandheizkessel mit 18-90Kw modulierend ansetzen..Eine Wärmebedarfsermittlung nach dem ZV-Plan -Förderprogramm gehört mit zur Leistung bevor der Kessel angeschafft wird.
Beispiel.:In einem Wohnhaus mit 600m2 haben wir 45kw instaliiert und läuft seit 1,5 Jahre sehr sparsam mit einer FB_Heizung.

Mit f.Grüßen
R.Krieg HLS -ING.
Ks-Anlagentechnik GmbH

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So ich jetzt auch noch .... der Kolleger Weller hat das für mich am Treffenstens formuliert . Die Grundlagen der Wärmebedarfsberechnung nach DIN EN 12831 (früher DIN 4701)sind einzuhalten . Dabei muss aber das Baujahr berücksichtigt werden und die für diese Zeit gültige Norm . Häuser aus 1960 - 1970 z.B. haben zwar sehr starke Wandstärken , aber der uG Wert ist eine einzige Katastrophe . Außerdem wird wichtig sein , wie die spätere Nutzung ist .

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Auch einen schönen, guten Tag,
zur Beantwortung Ihrer Frage wäre exakt eine Wärmebedarfsberechnung nach DIN EN 12831 (früher DIN 4701) und damit eine Heizlastermittlung von Nöten. Ein erfahrener Heizungsbauer wird da auch anhand des Gebäudebaujahrs und seiner Erfahrungsdwerte passende U-Werte schätzen können. Eine pauschalisierte Dimensionierung der Kesselgröße ist nach der Heizungsanlagenverordnung allerdings auch möglich, wonach maximal 100 Watt je m² zu beheizende Wohnfläche angenommen werden dürfen. Ein Zuschlag für die Warmwasserbereitung ist dabei nicht erlaubt. In Ihrem Falle wäre also die maximale Kesselleistung 100 kW. Die Heizungsanlagenverordnung erlaubt keinen Kessel mit höherer Leistung. Stellt der Hersteller keinen Kessel mit der exakten Leistung her, muss zwingend der Kessel mit der nächstkleineren Leistung gewählt werden.
Freundliche Grüße
Axel Weller
Team-Weller Heizung-Sanitär, Marbach a.N.

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Hallo liebe Heizungsbauer,

die Zeiten des 100 Watt pro m² sind ja wohl vorbei!!!!
Also muss ja wohl dringend wie bei jedem anderen Objekt auch eine Heizlastberechnung die Leistung
der Heizanlage bestimmen. Alles andere ist hier Blödsinn.
Diethard Fleischer Fa. FET Fleischer EnergieTechnik

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Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn Sie hier nach Faustformeln handeln 80/100/130 W/qmWfl. erhalten Sie einen ineffizientzen Heizkessel.
Hier ist es Sinnvoll, die Heizlast nach Gebäudetypologie z.B mit dem Programm "Optimus" zuerechnen. Die Heizungsanlage
wird dann einfach weniger verbrauchen und der Hydraulischeabgleich kann hier dann sofort mit berechnet werden.

Mit freundlichen Gruß

Michael Berthel

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Guten Tag

Ich würde so 100 bis 150 kW schätzen. Allerdings sind, wie der Beitrag unten auch schon anspricht, die Angaben zu spärlich, um die Antwort als Grundlage für eine Kesselauslegung zu verwenden.

Herzliche Grüße

Kai Müller

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Es kommt auf die Bauart des Gebäudes an. Wohnhaus, Halle , sind Einfachscheiben oder Thermopenverglasung usw. ?
Aussenmauerwerk welche Steine und wie dick die Wände? Eine kurze Beschreibung sollte schon gegeben werden.
Der Wärmebedarf wird zwischen 60 und 90 kW zu finden sein. Eine weitere Frage wird sein, welche Art der
Beheizung das Gebäude haben soll oder hat . Wohnhaus mit Heizkörpern oder Fußbodenheizung, Deckenheizung ?
Halle mit Luftheizung oder Warmwasser - Deckenheizung ?
Die obige Frage ist zu allgemein gehalten !
Die untere bisherige Antwort mit 150 kW ist zu hoch eingeschätzt. R. Lettermann

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