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5 Antworten, zuletzt 22.12.2016

Antworten gegeben in

Wärmepumpe, Gasheizung, Pelletheizung, Heizkörper, Energieberater, Fördermittelberatung



Eine optimale Einstellung bekommen Sie in der Regel nur empirisch hin.
Aber Ihre Schilderung sagt mir, das die Neigung der Heizkurve (Kennlinie der vom Reglerprogramm gefahrenen Heizwassertemperatur als Abhängigkeit von der Außentemperatur)nicht mit der Kennlinieneigung des Heizungsbedarf Ihres Hauses übereinstimmt. Da nur die Küche - als mal zu warm und mal zu kalt - betroffen ist, vermute ich Sie haben diese zu steil eingestellt. D.H. bei niedrigen Außentemperaturen wird es zu warm, bei hohen Außentemperaturen wird es nicht warm genug! Haben Sie den umgekehrte Effekt ist die Neigung zu gering!
Meine Empfehlung:
bei Fußbodenheizung die Steilheit (Neigung der Heizkurve) auf 0,8 stellen
bei Heizkörperheizung die Steilheit auf 1,2 stellen
bei Kombination beider Heizungsarten für den jeweiligen Kreis die Steilheit gemäß Heizungsart einstellen
die Nachtabsenkung nicht mehr als 3 Grad unter der gewünschten Raumtemperatur 22°C einstellen (empfohlene 16°C sind Unsinn, da der Raum sowieso nicht tiefer über Nacht auskühlt - es sei denn Sie haben ein Tipi)
Die gewünschte Raumtemperatur stellt sich in der Heizkurve als deren Parallelverschiebung zur Y-Achse (oder auch "Niveau")dar.
Jetzt müßten Sie ein paar Stunden abwarten, ob sich die gewünschte Temperatur im Gebäude bzw. Referenzraum (Küche oder Wohnzimmer)einstellt. ACHTUNG: Thermostat im Referenzraum voll aufdrehen! Da der Einstellwert am Heizgerät aufgrund verschiedener Anlagenparameter nicht mit der sich dann ergebenden Raumtemperatur übereinstimmen muß, ist dieser nur ein Anhaltswert. D.H. Sie stellen am Heizungsregler 22°C ein, es wird im Raum aber nur 20°C warm (bei geöffnetem Thermostat)--> also Temperatureinstellung entsprechend höher wählen.
Wenn es irgendwann kälter oder wärmer draußen wird, und die gewünschten Innentemperaturen nicht konstant bleiben, müssen Sie nur noch die Steilheit (Neigung der Heizkurve) anpassen gemäß o.g. Algorythmus anpassen.

Mit freundlichen Grüßen
Dipl.-Ing. Lothar Möbius

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Da es anscheinend nur in einem Zimmer nicht richtig warm wird, vermute ich hydraulische Probleme (Unterversorgung des Heizkörpers, d.h zu geringer Volumenstrom). Also erstmal einen hydraulischen Abgleich durchführen (lassen)! Größerer Heizkörper oder Thermostat aufdrehen nützt bei diesem Problem wenig bis nichts.
Die Aussage "Der Heizkörper .... misst 1m" ist wenig hilfreich: um seine Heizleistung zu schätzen braucht man noch die Bauhöhe, die Bauaert (1-, 2- oder 3-lagig, ohne oder mit 1, 2 oder 2 Konvektoren)und die Temperaturspreizung zwischen Heizungsvor- und rücklauf! Wenn wir dann noch den Heizleistungsbedarf des Zimmers schätzen soll, braucht man wenigstens das BJ der Immobilie und seine Lage im Gebäude (Anzahl Innen-/Außenwände, Unterkellerung" Dachboden? etc). Die Heizleistung des Heizkörper muß dann gleich oder größer dem Heizleistungsbedarf der Zimmers sein.
Oder fragen Sie VONOVIA, wer immer das sein mag!
Mit freundlichen Grüßen
Dipl.-Ing. Lothar Möbius

1 Hilfreiche Antwort

Um Erdwärme zu nutzen, können Sie diese auch aus einen Flächenkollektor - erdverlegetes (ca. 1,20m tief und Verlegeabstand min. 0,80m) PE-Rohr 1-11/2" - beziehen.
Faustformel:
Heizleistung - elektr. Leistungsaufnahme = Kälteleistung der Wärmepumpe
erforderliche Rohrlänge = Kälteleistung / Entzugsleistung
Entzugsleistung beträgt 10-20 W/m
Flächenverbrauch = Rohrlänge x Verlegeabstand (min. 0,80m)
Anforderung an die Erdkollektorfläche:
darf nicht versiegelt (überbaut, gepflastert u.ä.) sein
darf nicht mit tiefwuzelnden Pflanzen bepflanzt (Bäume, Sträucher u.ä.) werden
darf nicht beschattet werden (Sonneneinstrahlung muß gewährt sein)
Erdreich muß wasserdurchlässig sein (kein lehmiger schwerer Boden)

Beispiel für eine Dimplex-Wärmepumpe SI 14 TU (13,9 kW Heizleistung): 593 m² / 741 m Rohrlänge

Mit freundlichen Grüßen
Lothar Möbius
www.heimoe.de

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Wurde das Gebäude zwischen 1960 und 1980 errichtet setzen Sie ca. 80-90 W/m² notwendige Heizleistung an: bei 1.000 m² also 80-90 kW! Hier könnten Sie zwei 50kW-Gasbrennwert-Heizthermen (Modulation von 11-92 kW)Wolf in Kaskadeschaltung einsetzen.
Ist das Gebäude noch älter sollten Sie 120-130 W/m² Heizleistung ansetzen: also 120-130kW! Hier empfehle ich zwei 75kW-Gasbrennwert-Heizthermen (Modulation von 18-140 kW)von Wolf in Kaskadenschaltung - alternativ einen Gasbrennwertkessel 170 KW (Modulation 27-157kW)von Wolf!

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