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Solarstrom für Wärmepumpe auch für Allgemein- und Privatstrom nutzen: Lohnen sich Umbau und Kosten?

Der Strom meiner neuen <10kWp-Photovoltaikanlage wird zur Zeit nur für die Wärmepumpe (Erdwärme) mit einem SMA-Tripower 12000 genutzt (geringe Eigennutzung von nur ca. 25 %).

Ich möchte den Strom aber auch für Allgemein-und Privatstrom nutzen (Jahresverbrauch ca. 10.000 kWh).

Welcher Umbau zu welchem ungefähren Preis ist erforderlich?
Lohnt sich ein zusätzlicher Speicher? Wenn ja, welcher?

Herr F. 01.05.2017

Wärmepumpe Photovoltaik Energieberater

Hallo.
Diese Konstellation ist mir nicht geheuer.
Ihre Wärmepumpe hat sicher einen Pufferspeicher damit sie nur tagsüber arbeitet und wird über den Wechselrichter, welcher eine Nummer zu groß ist, angesteuert wenn genügend Energie von der PV-Anlage vorhanden ist. Warum die Überschüssige Energie nicht in das Hausnetz eingespeist wird gibt Rätsel auf, denn der Eigenverbrauch kann dadurch auf 50% gesteigert werde.

Eine Umrüstung durch einen ortsansässigen Installateur würde nur ca. 200€ kosten.

mfg.

Schoden Manfred.

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Nach unserer Erfahrung nach wäre es sicherlich besser gewesen die PV - Anlage gleich auf den Privatzähler zu installieren. Dort sind die Bezugskosten höher als bei der Wärmepumpe und die Stromkosten der Wärmepumpe sind genau in dem Zeitraum höher wenn die PV - Anlage die geringsten Erträge liefert.

Diese Umstellung ist sicher nicht teuer. Ein Stromspeicher nutzt hier sicherlich den Eigenbedarf auf bis zu 80% zu erhöhen. Es gibt verschiedene Systeme die man nachrüsten kann.
Es würde vielleicht Sinn machen, eine Lastgangmessung über einen gewissen Zeitraum zu installieren, dann sieht man Ihr Stromverbrauchsverhalten. Aufgrund dieses Lastgangs kann man dann die Speichergröße bestimmen.

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Kennen Sie schon das Caterva-Konzept?

Energiebilanz:
Mit Installation einer Photovoltaik-Eigenverbrauchsanlage erzielen Kunden meist Autarkiegrade von ca. 30%.

Mit einem Stromspeicher lassen sich diese auf ca. 65% steigern. Darüber hinaus sind größere Batterien meist nicht mehr wirtschaftlich darstellbar. Durch intelligentes und selbstlernendes Energiemanagement erreichen wir mit unserem FEMS bei vielen Kunden weitere ca. 10%, so dass eine lokale Autarkie von bis zu 75% erreicht wird.

Mit einer PV-Anlage, 9,72 kWp + FENECON PRO 9-12 und dem Caterva- (Tochter der Siemens AG) Konzept erhalten Sie 20 Jahre 7.500 kWh/a Freistrom + 300 €/a Gemeinschaftsprämie aus den Primärregeleistungserträgen.

Vielleicht möchten Sie sich dazu ja einmal informieren.

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Hallo,

Ich verstehe Ihren Ansatz der Frage, aber der ist so nicht zu beantworten.
Jeder Rat würde neue Fragen aufwerfen.
Bitte lassen Sie einen Fachbetrieb vor Ort eine Bestandsaufnahme machen und
dann erhalten Sie eine vernünftige Aussage.

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Die Variante die PV Anlage für jede Art von Stromnutzung zu verwenden hätte eigentlich sofort erfolgen müssen. Nur dann macht eine PV Anlage auch Sinn. Der Aufwand dies zu ändern sollte bei ein paar Stunden bzw. ein paar hundert Euro liegen, je nachdem wie groß der Verdratungsaufwand ist.

Die Wärmepumpe braucht gerade im Winter wenn der PV Ertrag am geringsten ist die meiste Leistung und muß diese dann meist aus dem Netz beziehen. Wenn nach der Umstellung der PV Anlage auch auf Allgemeinstromverbrauch umgestellt ist könnte der Eigenverbrauch auf über 60% ansteigen. Wenn das nicht genug ist, könnte noch über einen kleinen Batteriespeicher nachgedacht werden um dann auf eine Quote von ca. 80% zu kommen und schließe mich der Meinung von Herrn Scholl an.

Mit sonnigen Grüßen

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Grundsätzlich macht es mehr Sinn, Solarstrom für den Allgemeinstrom zu nutzen statt für die Wärmepumpe.
Zum einen passt hier Angebot und Nachfrage besser zusammen (Wärmepumpennutzung steht im Gegensatz zur Solarerzeugung - Winter/Nachts), zum anderen sind die Strompreise für Wärmepumpen niedriger und damit die Solarnutzung weniger lukrativ.

Gerade bei einem so hohen Allgemeinstromanteil wundert mich die bisherige Verschaltung.
Bei einer reinen Warmwasserwärmepumpe sieht es allerdings anders aus. Hier passt es bei der Anlagengröße sehr gut, gleichzeitig dient der Warmwasserspeicher als günstiger Energiespeicher.


Tim Oltmanns
Energieberater

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Ein Umbau der Zähler wäre auf der Kostenseite zu verbuchen, genaueres könnte man natürlich sagen, wenn man alle Parameter wüsste. Ein Speichersystem lohnt sich nach der Messe Ende des Monats auf jeden Fall.

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Wenn ich davon ausgehe, dass Sie keinen gesonderten WP-Tarif haben, wäre ein Zählerumbau nicht erforderlich.

Ein E3/DC-Quattroporte-Speicher mit 10,56 kWh würde den Eigenverbrauch der der Anlage auf jeden Fall verdoppeln und wäre problemlos mit dem SMA WR zu verbinden.

Beste Grüße
Walter Mohrmann
Moflex Energy Concept

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Ausgehend von einem Einfamilienhaus wäre die einfachste Lösung den WP-Zähler zu entfernen (Antrag beim Netzbetreiber) und die Wärmepumpe mit der PV-Anlage an die Klemme für Privatstrom aufzuschalten.

Damit entfällt ein möglicherweise bisher genutzter günstiger Wärmepumpentarif, was aber in der Regel nicht ins Gewicht fällt, da im Gegenzug die Grund- und Zählergebühren für einen Zähler (WP) entfallen. So kann der PV-Strom für Haushalt und Wärmepumpe genutzt werden. Der Eigenverbrauch geht hoch.

Ein Elektriker sollte das für deutlich unter 200,-€ machen. Erst danach würde ich mich nach Beobachtung des dann entstehenden Eigenverbrauchs möglicherweise Gedanken über einen Speicher machen. Direkter Verbrauch ist meist sinnvoller als jeder Speicher.
Sollte es sich um ein Mehrfamilienhaus handeln wird es gefährlich, wenn auch Mieter direkt versorgt werden.
Dann werden Sie automatisch zum Energieversorgungsunternehmen (Stichwort Lieferung an Dritte) mit allen Auflagen (Meldepflicht) und Nachteilen (EEG-Umlage).

Gruß
M.Scholl

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