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11 Antworten, zuletzt 03.04.2020

Antworten gegeben in

Photovoltaik, Solarthermie



Eine Terrassenüberdachung mit durchscheinenden Solarmodulen zu errichten, ist heute kein Problem. Dieses könnte ich mit meiner Firma sofort erledigen.
Zuvor müßten jedoch meiner Meinung nach andere Fragen geklärt werden. In einem Mehrfamilenhaus haben allle Eigentümer ein Mitspracherecht darüber, ob und wo jemand eine PVA errichten darf. Zuvor sollte also in einer Mitgliederversammlung die rechtliche Seite des Vorhabens abgklärt werden. Auch solche Fälle hatte ich bereits, alles ist lösbar, dies muß aber zuerst abgeklärt werden.

Frau B., 10.04.2020

Hallo, wir sind 6 Parteien in der WEG. Solbald ich ein Angebot vorleigen haben, schicke ich es zur Abstimmung an die WEG und die Hausverwaltung.Können Sie mir ein Angebot zukommen lassen? Ist eine Neigung der solare Terassenüberdachung von ca. 20Grad realisierbar? Die Terasse ist Richtung Süden ausgerichtet.

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Eine Photovolatikanlage refinanziert sich über den Strom, den diese Poroduziert und mit welchem man seinen eigenen Stromverbrauch deutlich senken kann.
Wenn ein fremder Investor auf dem Dach eines EFH eine PVA errichtet, muß er den enstandenen Aufwand refinanzieren und sich außerdem gegen das finanzielle Risiko, welches er dabei eingeht, absichern. Der Bewohner des Hauses möchte aber ebenfalls einen "Vorteil " von der PVA auf seinem eigenen Dach haben. Der Kuchen (Stromproduktion) muß also auf zwei Parteien aufgeteilt werden, den Investor und den Besitzer des Daches. Nach Berechnungen von Fachleuten zahlt der Hausbesitzer im Laufe der Jahre an Miete ca. 2/3 mehr, als wenn er selbst in die Anlage investiert hätte. Außerdem bleibt das Risiko, daß der Investor auch in die Insolvenz gehen kann. Dann ist ungewiß, was dann aus der PVA wird, da diese ja nicht dem Eigentümer des Hauses gehört.

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Die Vergütung des ins Netz eigespeisten Stroms nach EEG hat sich seit nun schon mehreren Jahren geändert.
Nach Verabschiedung des EEG 2004 mußten die Anlagenbetreiber monatlich Ihrer Erzeugungszähler ablesen und erhielten danach eine genau nach dem Zählerstand errechnete Einspeisevergütung.
In den letzten Jahren hat sich jedoch eine einfachere Vergütungszahlung durchgesetzt:
Je nach Größe der PVA erhält der Betreiber nun einen monatlichen Abschlag als Vergütung. Am Jahresende erfolgt eine Verrechnung auf der Grundlage einer einmaligen Zählerablesung (Also das gleiche Verfahren wie bei der Bezahlung des Strombezugs).

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Verschattungen bzw. Teilverschattungen wirken sich immer negativ auf die Solarstromerträge aus, denn wo kein Licht hinfällt, kann auch kein Solartsrom "geerntet" werden.
Seit einigen Jahren können die negativen Auswirkungen von Teilverschattungen jedoch durch intelligente Wechselrichtersysteme abgemindert werden und sind deshalb nicht mehr so kritisch zu sehen wie zu Beginn des "Photovolataikzeitalters"

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Auf Flachdächern müssen die Module prinzipiell aufgeständert werden, um einen hohen Ertrag zu erzielen und gleichzeitig die Selbstreinigung der Module durch Regenwasser abzusichern. Bei richtiger Wahl der Unterkonstruktion und bei Verwendung von Hochleistungsmodulen könnte auf einer Fläche von 6 x 20 m² eine PVA mit einer Leistung bis zu 20 kWp aufgebaut werden. Für Einfamilienhäuser reicht i. A. jedoch meist schon eine PVA mit einer Leisung von 10 kWp aus, um den Stromverbauch sowohl für des Haus- als auch den Heizstrom zu erzeugen. Um den Ertrag einer solchen PVA zu ermitteln, muß außerdem noch die Ausrichtung des Daches bekannt sein. Mit leistungsfähigen Modulen sollte man jedoch mindestens einen Jahresertrag von 850 kWh/kWp erzielen können.

Die Einspeisevergütung beträgt z. Zt. etwas mehr als 10 Ct/kWh. Diese sinkt ständig. Eine frühe Investition ist daher von Vorteil.
Heute baut man PVA i.d.R. zusammen mit einem Speicher. Damit kann man den vollständigen Ersatz des Stroms im Hause durch selbsterzeugten Strom erreichen . Sowohl in Belin als auch in Brandenburg gab und gibt es Förderprogramme für Heimspeicher. Hier ist es jedoch wichtig das "Kleingedruckte" zu lesen. Die Nutzung dieser Förderprogramme ist nämlich an bestimmte Bedingungen gebunden. Deshabl sind diese Programme nicht für jeden gleich gut geeignet.

Frau F., 28.11.2019

Vielen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Fragen.

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Entscheiden Sie sich für die intelligeneten Wechselrichter von Solar edge. Dies vereinen viele Vorteile:
hohe Flexibilität bei der Konfiguration der Module auf dem Dach, verschiedene Modulneigungen und -ausríchtungen sind möglich
geringere Verluste durch Schattenwirkungen als bei herkömmlichen Wechselrichtern
Leistungssteigerung der PVA durch Ausnutzung aller Plustoleranzen der Module
hohe Sicherheit für die Monteure und die Feuerwehr im Havariefall
Hohe Sicherheit im Brandschutz
Lange Garantiezeiten von 12 - 25 jahren
Anlagenüberwachungssystem, Anlage ist per Smartfone von jedem Ort der Welt einsehbar.

Module namhafter Hersteller vereinen höchste Effinzenz und lange Garantiezeiten, wie z. B. Panasonic, Sunpower, LG.
Lange Garantiezeiten gewähren auch die deutschen Hersteller von Glas/Glas-Modulen wie Solarwatt oder Luxor.
Hochleistungsmodule mit langen Garantiezeiten kosten etwas mehr als "Standardmodule". Aber in eine PVA investiert man nur einmal und diese Anlage sollte dann 35 - 40 Jahre problemlos Strom erzeugen.
Begeben Sie sich auf die "sichere Seite"!

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Sie betreiben eine 26 kWp-PVA. Diese erzeugt etwa 26 kWp x 900 kWh/kWp = 23.400 kWh Strom im Jahr. Davon nutzen Sie nur 4.000 kWh selbst, den Rest von ca. 23.400 - 4.000 = 19.400 kWh speisen Sie ins Netz ein. Nur etwa 20% des selbsterzeugten Stroms verbleibt also im Haus. Sie müssen 4.000 kWh Hausstrom und 8.000 kWh Heizstrom zukaufen. Durch Umlagerung des zuviel ins Netz eingespeisten Stroms in einen Speicher kann der bisher eingespeiste Strom zu großen Teilen ebenfalls im Haus nutzbar gemacht werden. Sie müßten Ihre PVA mit einem geeigneten Solarstromspeicher nachrüsten. Dieser sollte nach erster Schätzung eine Kapazität von 12 ... 16 kWh besitzen. Unter den vielen Speichersystemen auf dem Markt empfehle ich einen Speicher mit Zellen aus Lithium-Eisen-Phosphat (LiFePO4)zu wählen. Diese Speicher haben eine sehr lange Lebensdauer von bis zu 20 Jahren und eine sehr hohe Zyklenfestigkeit von 10.000 zulässigen Ladezyklen.

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Eine PVA kann man in einer Mietwohnung wohl nur in Ausnahmefällen und vertraglicher Absicherung mit dem Vermieter betreiben.
Sollte dies in Ihrem Falle geklärt sein, fließt der Strom aus der PVA zuerst in der Menge, die zeitgleich verbraucht werden kann, in die Wohnung des Mieters. Stromüberschüsse werden ins Netz eingespeist. Der eingespeiste Strom wird durch den NETZBETREIBER gemäß EEG über 20 Jahre vergütet. Es erfolgt also Keine einfache Gegenrechnung gegen die Stromlieferung Ihres Anbieters.

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Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Nach EEG 2014 § 16 ist eine "Freianlage" eine PVA, die nicht an einem Gebäude oder einer sonstigen baulichen Anlagen, die vorrangig zu anderen Zwecken errichtet wurden, angebracht ist.
Ein Zaun ist eine bauliche Anlage, die zu einem anderen Zwecke als der Stromproduktion errichtet wurde.
Demzufolge dürfte eine an einem Zaun montierte PVA keine Freianlage sein.
Als Vergleich könnte dienen: Es werden ja auch in großem Umfang PVA an Lärmschutzwänden parallel zu Autobahnen montiert. Hier wurde die Wand (der Zaun) auch zu anderen Zwecken als dem der Stromerzeugung errichtet.

Eine Freianlage ist meiner Meinung nach eine PVA, die eine eigene, eigens zu diesem Zwecke gebaute, Unterkonstruktion, die mit dem Boden verbunden ist, benötigt, einschließlich aller dazugehörigen bauordnungsrechtlichen Genehmigungen.

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