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Gasthermen erneuern: Anschluss von neuen und alten Gasthermen an den gleichen Kamin?

In unserem Mehrparteienhaus (7 Parteien) sind alte bzw. sehr alte Junkers Gastermen im Einsatz. Alle sind an einen Kamin angeschlossen.

Eine dieser Thermen ist gerade kaputt gegangen. Niemand möchte für die Reparatur aufkommen bzw. plediert die Partei für eine Umstellung auf die neuesten Brennwertthermen.

Laut Heizungsfirmen bzw. Schornsteinfeger darf man an eine Kamin alte Gasthermen zusammen mit neuen Brennwerttherme nicht anschließen. Nun sind wir auf der Suche nach einer Lösung für dieses Haus aus 1983. Wer kann helfen?

Herr G. bei Bochum, 28.06.2017

Gasheizung Kamin / Ofen Energieberater

Alternativ wäre die Installation eines 2. Abgassystems für die Brennwertthermen vorstellbar. Aus Platzgründen kommt hierfür meistens nur ein auf die Fassade installiertes Abgasrohr in Frage. Häufig werden hier gegen optische Unverträglichkeiten genannt, jedoch werden auch Lösung in angepasstem Farben und Optiken angeboten und fallen neben einem Regenwasserfallrohr eigentlich kaum auf.

Zu bedenken ist, dass sich hierdurch häufig die Position der Therme auf der Etage verändert, da die maximale Länge der Verbindungsleitung also von der BW-Therme zur wanddurchführung begrenzt ist. Die Preise für das neue mehrfachbelegbaren Abagassystem sind überschaubar. Der Aufwand für das verziehen von Vor-und Rücklaufleitung Gasanschluss und ggf. noch Warmwasser ist im Einzelfall zu prüfen.

Der erste Ansprechpartner für die Prüfung der Machbarkeit ist wieder Ihr Bezirksschornsteinfeger.

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Alle 7 Geräte können nicht an einem Kamin angeschlossen sein. Maximal 3 Geräte pro Kamin sind und waren nur möglich. So wie der Kollege es schreibt ist es richtig, 6 bei Mehrfachbelegung ist der Austausch von Heizwertgeräte gestattet - Nur wie lange noch ?

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Heizwertthermen sind bei Mehrfachbelegung des Kamins weiterhin möglich. Hierbei können einzelne Geräte getauscht werden.

Bei der durchaus sinnvollen Umrüstung auf Gasbrennwertgeräte müssten alle Geräte in einem Rutsch erneuert werden.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Thrum

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Hallo,
Sie können auf die neue Brennwertechnik umstellen.

1. Der alte wirkungsgrad liegt bei 0,8, der neue bei ca. 1,0, d. h. bei z. B. 1000 kWh Verbrauch alt liegt der neue Verbrauch bei ca. 800 kWh, also eine Einsparung von 200 kWh.

2. Der alte Kamin wird gemauert sein. Wenn der alte Kamin groß genug ist und die Montage problemlos ist, ist ein Edelstahlkamin/-rohr einzuziehen. Grund: Bei der Brennwertechnik ist die Austrittstemperatur drastisch geringer. Das führt zu einer sehr agressiven Kondesflüssigkeit, die den gemauerten Kamin stark angreift und das Kondensat sich in kürzester Zeit durch den gemauerten Kamin frißt. Ist die Montage schwierig müssen Sie einen Edelstahl-Außenkamin installieren. Nur dann nimmt ein Schornsteinfegermeister die Umstellung ab.

3. Eine Erneuerung einer Heizungsanlage auf die neue Technologie wird vom Staat großzügig gefördert. Der Aufwand der Beantragung von öffentlichen Mitteln und der Nachweis der Verwendung der öffentlichen Mittel ist etwas aufwendig.

MfG
Axel B. Meier

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Es hängt auch von der Nutzung ab. Wie sind die Vorlauftemperaturen? eine Brennwerttherme wird bei einer System-Auslegung, die < 60 °C Vorlauftemperatur bedingt, keinen Vorteil haben.

Trotzdem wäre mein Vorschlag, alle Thermen jetzt auszutauschen. Thermen, die älter als 30 Jahre sind, müssen sowieso getauscht werden. Nur wenn diese Bedingung noch nicht zutrifft, ist die Unterstützung mit dem KfW-Heizungspaket möglich. Mit dem 15% Zuschuss zu den benötigten Kosten kann zukünftig sukzessive jeder für sich die Heizkörper und Vorlauftemperaturen anpassen.

Auch der Umbau auf ein oder 2 gemeinsam genutzte Thermen wäre denkbar und wird bezuschusst, wenn sich das mit dem Warmwasserbedarf darstellen lässt. Sprechen Sie einen Energieberater in Ihrer Nähe an.

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