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Ölheizung defekt: Neue Ölheizung oder Wärmepumpe?

Der Kessel meiner sehr alten (1974) Öl-Heizanlage ist defekt. Jetzt ist die Überlegung, ganz vom Öl weg zu gehen.

Wir überlegen daher, uns eine Wärmepumpe zu kaufen. Aber ist unsere Immobilie überhaupt dafür geeignet?

Es handelt sich um ein Haus, Baujahr 1956. Die Wände sind nicht nachträglich gedämmt worden.

Ich würde mich sehr über Meinungen und Tipps freuen!

Frau K. bei Bruchsal, 02.05.2017

Wärmepumpe Ölheizung Energieberater Fördermittelberatung

Die Ausführung von Herrn Dörfler kann ich als unabhängiger Energieberater in vollem Umfang teilen. Ich würde gegebenenfalls eine Pellet-Heizung mit Solarthermie ins Gespräch bringen. Wenn dies nicht möglich und auch kein Erdgas-Anschluss verfügbar ist, bleibt eigentlich nur der Öl-Brennwertkessel als Option. Sowohl bei Gas-Brennwert als auch bei Öl-Brennwert Heizungen macht eine Unterstützung durch eine Solarthermie-Anlage Sinn.

2 Hilfreiche Antwort

Ich möchte in diesem Fall von einer Wärmepumpe dringend abraten. Meine Praxiserfahrung deckt sich mit denen meiner Vorredner.

Um eine Wärmepumpe annähernd wirtschaftlich im Altbau/Bestandsbau betreiben zu können, muss zu allererst der Wärmebedarf entsprechend abgesenkt (komplette Dämmung (Dach, Wand usw.)) werden. Zudem sollte die Wärmeübergabe mittels Fussbodenheizung erfolgen. ->niedrige Vorlauftemperatur!

Gruß

E. Schmid Ingenieurbüro
Balingen

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Ich bin ebenfalls unabhängiger Energieberater und kann die Ausführungen von Herrn Dr. Dörfler nur unterstreichen.

Ohne energetische Sanierung ist eine Wärmepumpe meistens nicht wirtschaftlich und führt zu erhöhten Betriebskosten. Wenn keine Umstellung auf ein Gasbrennwertgerät möglich ist sollte ein Ölbrennwert evtl. mit einer Wärmepumpe und PV Anlage in Kombination nachgedacht werden.

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Ich kann nur die unten stehende Antwort von Herrn Bach bejahen.

Ohne Sanierung der thermischen Hülle des Gebäudes ist eine Wärmepumpe nicht empfehlenswert. Ihre Stromkosten werden nicht niedriger sein als die bisherigen Kosten für Heizöl.
Als einzig sinnvolle Maßnahme im 1. Schritt wäre ein ÖL-Brenwertkessel, alternativ Pellet-Brennwertkessel und ca. 1o m² Solarthermie zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung.

Ansonsten empfehle ich die Hinzuzieheung eines unabhängigen und bei der BAFA zugelassenen Energieberaters.

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Hallo,
ich bestätige die 2 vorhergehenden Antworten der Herren Dörfler und Feikert und ergänze wie folgt:
Bei einem zu beheizenden Gebäude aus dem Jahr 1956, welches nicht nachträglich gedämmt worden ist (und welches nicht schon damals auf heutigem energetischen Neubau-Niveau errichtet worden ist) sind die Wärmeverluste über das Dach, die Fenster, die Außenwände so hoch, dass Sie bei einer Beheizung mit "normalen" Heizkörpern auf hohe Vorlauf-Temperaturen von 75-90°C angewiesen sind.

Diese hohen Vorlauf-Temperaturen bekommen Sie nicht (und schon gar nicht wirtschaftlich) mit einer Wärmepumpe hin, sondern hierfür benötigen Sie (leider) einen Verbrennungs-Vorgang, sofern Sie ein herkömmliches Standard-Gerät erwerben möchten.
Wenn Sie von Öl wegkommen möchten (was ich grunsätzlich begrüße), könnten Sie auf Erdgas oder Pellets umsteigen.

Ich empfehle dringend das Hinzuziehen eines Energieberaters!

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Bei einem Einsatz einer WP sollte die Gebäudehülle ebenfalss auf ein KfW- Standard- Niveau modernisiert werden, sonst macht der Einsatz von Kraft- Wärme- Kopplung keinen Sinn.
Aber auch eine neuer Öl- Brennwertkessel und eine neuerliche Rohrdämmung ggf. mit einem hydraulischen Abgleich bringt ganz schnell mehr als 1/3 Ersparnis an primärer Energie und dabei ist der Austausch eines Brenners kostengünstig.

Wir empfehlen die Hinzuziehung eines kompetenten Fachunternehmens und, sollte ein Zuschuss von der Bafa erwünscht sein, die Einschaltung durch uns als Energie- Beratungsunternehmens.

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Hallo,
eine Wärmepumpe (insbesondere Luft-Wasser-WP) kann eigentlich immer nur unter Erfüllung folgender zwei Voraussetzungen effizient arbeiten:

1.Ein guter bis sehr guter Dämmstandard des Gebäudes. Bei einem ungedämmten Gebäude aus 1956 eher unwahrscheinlich.

2. Flächenheizungen, d.h. Fussboden- oder Wandheizung. In Ihrem Fall vermutlich auch nicht vorhanden.

Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben würde ich vom Einbau einer Wärmepumpe dringend abraten.

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Der Einsatz einer Wärmepumpe ist meist nur dann wirtschaftlich, wenn die Beheizung mit möglichst niedrigen Heizmitteltemperaturen möglich ist wie z.B. bei Fußbodenheizungen.

Vorab scheint es zumindest sinnvoll das gesamte Gebäude energetisch zu beurteilen um mögliche Schwachstellen, Mängel usw. festzustellen. Bei dem Alter des Gebäudes ist anzunehmen, altersgemäße Ausführung einmal vorausgesetzt, das hier erheblicher Handlungsbedarf besteht.

Insofern dürfte die Frage Wärmepumpe ja oder nein wahrscheinlich erst am Ende einer ganzen Kette weiterer Fragen stehen.

Also vor einer Investitionsentscheidung rate ich zu einer umfassenden Energieberatung, um später eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

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Um ein Wärmepumpe wirtschaftlich zu betreiben sind zwei Kriterien Voraussetzung:

- Flächenheizung
- geringer Wärmebedarf des Gebäudes (d.h. energetisch saniertes Bestandsgebäude)

Sonst wären die Stromkosten sehr hoch.

Holz-Pellet-Kessel wäre tatsächlich hier eine Alternative.
Bitte hier die Gesamtkosten (Investition + Verbrauchskosten auf 20 Jahre) zu einem Heizöl-Kessel vergleichen.

Z.B. eine geförderte BAFA-Förderung "Energie Vor Ort Beratung" könnte die Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Heizsysteme aufzeigen.

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Das Gebäude ist in diesem Zustand nicht für eine Wärmepumpe geeignet.
Alternativ zu Öl käme hier eine Pelletsheizung in Frage.

Außerdem wäre zu klären, was für weitere energetische Maßnahmen an diesem
Gebäude sinnvoll wären.

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Eine Energieberatung wäre von Vorteil. Diese würde die Investitionskosten und Vorteile verschiedener Heizsysteme vergleichen.

Dabei wird auch auf den Sanierungszustand des Hauses eingegangen. Pauschale Aussagen sind bei derzeitigen EnEV und deren Berechungsweise nicht möglich, da sich mehrere Brechungsformeln und zulässige Werte für ein A/V Verhältnis dahinter verbergen.
Eine Wärmepumpe wird an ihrem Wert gemessen:
--> 1 Teil Energie reinstecken --> 3,5 Teile bis 4,5 Teile Energie herausbekommen

Wenn die Wärmepumpe mehr arbeiten muss um mehr Energie herauszubekommen, wird diese ungünstig.

Die Situation ist aber von sehr vielen Faktoren abhängig. Dazu muss man den Gesamtzustand des Hauses betrachten. Das fängt bei der Heizkreisverteilung an, geht über die Vorlauftemperatur bis hin zu den sanierten wärmeübertragenden Bauteilen.

Es ist wirklich wichtig, dass ein Heizsystem zum Haus passt bzw. mit dem was Sie in Zukunft vorhaben zusammenpasst. Die Wärmeschutzverordnung und Brechungen sind komplexer geworden, so dass der Beruf des Beraters entstanden ist.

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Grundsätzlich ist die Heizung mit einer Wärmepumpe eine richtige Entscheidung für die Zukunft. Sinn macht das allerdings nur dann, wenn das Gebäude einen einigermaßen guten Wärmeschutz hat. Bei einem nicht sanierten Gebäude Bj 1956 kann man davon nicht ausgehen.

Ich würde vorschlagen eine Vor-Ort-Energieberatung durchzuführen, um eine vernünftige Entscheidungshilfe zu haben. Dabei wird der energetische Zustand des Gebäudes ermittelt und verschiedenen Varianten mit Sanierungsmöglichkeiten aufgezeigt. Das alles wird von der BAFA mit einem Zuschuss von € 800,-- (21-2 Fam. Haus) gefördert.

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Guten Tag, es geht mit einer Wärmepumpe, wir haben 6 Jahre und ca. 300 Anlagen im Altbau Erfahrung.

Allerdings sollten hierfür die Vorlauftemperaturen von 60°C ausreichen.

Falls Sie eine ausführliche Beratung wünschen können Sie mich gerne kontaktieren.
Übrigens, der älteste Altbau ist 400 Jahre älter als Ihr Objekt, Denkmalschutz und keinerlei
Isolierung

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Hallo,

Wärmepumpe ist nur zu Empfehlen wenn das Gebäude dazu passt, also es sollte ein Gebäude sein welches einen niedrigen Energieverbrauch hat.
Ansonsten würde ich ihnen einen Energieberater empfehlen, dieser kann sie auch über Fördermittel beraten.

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