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Umstellung von Öl auf Gas: Welche Möglichkeiten gibt es zur Warmwasseraufbereitung?

Hallo!
Ich möchte meine Heizung von Öl auf Gas Heizung umstellen.
Bringt es viel, wenn ich das Warmwasser dezentral erhitzen lasse?

Demnächst sind die Kinder aus dem Haus und wir sind nur noch 2 Personen im Haus.
Ich habe auch eine Photovoltaikanlage, könnte ich diese umrüsten um damit Warmwasser zu zubereiten?
Welche Alternativen gibt es noch?

Herr S. bei Pracht, 10.02.2017

Gasheizung Ölheizung Photovoltaik

Eine dezentrale Erhitzung des WW macht durchaus Sinn, denn dann können Sie die Heizung außerhalb der Heizperiode komplett abstellen und Energie einsparen.

Natürlich wird das WW dann elektrisch erhitzt, was normalerweise ungünstig ist, da eine kWh Strom 3 bis 4 mal so viel kostet wie eine kWh Gas. Aber da der Wirkungsgrad der zentralen WW-Erzeugung mit Öl oder Gas außerhalb der Heizperiode wegen der hohen Bereitsstellungsverluste sehr gering ist (teilweise unter 10 %), kann es sich doch wieder rechnen.

Sie können das WW dann durch Durchlauferhitzer (DLE) oder mit einer WW-Wärmepumpe (WP) erzeugen. Wollen Sie möglichst viel Ihres solar erzeugten Stroms für die WW-Bereitung nutzen, macht auf jeden Fall die WP Sinn. Sie funktioniert dann ähnlich wie ein Stromspeicher: Bei solarem Überschuss lädt man einen WW-Speicher auf und erhöht so den Eigenverbrauch.

Bei DLEs ist das schlechter, da diese meist mit sehr hoher Leistung (18 oder 21 kW) arbeiten und sie dann doch wieder den meisten Strom aus dem Netz holen müssen - auch wenn die Sonne scheint. Denn eine kleine PV-Anlage auf einem EFH produiert nicht diese hohen Leistungen.

Grundsätzlich können Sie mit Ihrem Solarstrom natürlich sowohl die WP als auch die DLEs betreiben. Letztere aber wie erwähnt nur in geringem Maße. Den max. Nutzen haben Sie auf jeden Fall bei der WP, allerdings auch eine höhere Investition.

Freundliche Grüße
Dipl.-Ing. Michael Braun

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Hallo,
Um Ihre Frage sinnvoll beantworten zu können, sind eigentlich mehr Informationen bezüglich der aktuellen Installation erforderlich.
Mit einer dezentralen Warmwassererwärmung meinen sie wahrscheinlich Durchlauferhitzer?
Grundsätzlich ist die Warmwasserbereitung über Gas die günstigste Form, wenn man vom reinen Energie Einkauf ausgeht. Gas ist günstiger als Strom. Insofern es schon eine zentrale Lösung gibt, ist es wahrscheinlich auch der günstigste Weg die Anlage entsprechend umzurüsten.
Selbst wenn die PV-Anlage im Sommer die Warmwasserbereitung unterstützen könnte, müssen sie die Investition in die entsprechende Technik mit einkalkulieren.

Lassen sie sich in dem Punkt bitte entsprechend beraten.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Schreiber
Energie-AC
www.energie-ac.de

1 Hilfreiche Antwort

Das Hauptthema ist Ihre Heizung.
Wenn Sie z.B. auf ein kleines Blockheizkraftwerk umrüsten haben Sie das ganze Jahr mindestens Ihr Brauchwasser und produzieren zusätzlichen Strom für Ihren Eigenbedarf. Damit erzielen Sie eine optimal Energieausnutzung.
Das Ganze lässt sich objektbezogen und mit Fördermitteln auch fast ohne monatliche Zusatzkosten durch die Energieeinsparung realisieren.
Wir können Ihnen das ganze inkl. Fördermittel-Check aus einer Hand anbieten.

Wenn Sie noch keinen Gasanschluß haben, könnten Sie auch eine Wärmepumpe in Betracht ziehen.

Bei Ihrer Photovoltaikanlage sollten Sie prüfen wie hoch Ihre Einspeisevergütung ist und wann Ihre Anlage ans Netz ging.
Erst dann kann man dazu etwas sagen.
Bei zukünftiger weniger Bewohnern würde ich erst mal daran keine Änderungen vorschlagen und vor allem auf keinen Fall einen Batterie-Speicher empfehlen.

Wenn man sich mit dem Thema PV wegen baldigem Auslauf der EEG Förderung beschäftigt, wären z.B. eine Heizungsunterstützung durch Elektroheizstäbe (alt. Wärmepumpe) denkbar,
die erst nach Eigenverbrauch im Haus,
aber vor der Einspeisung ins Netz zugeschaltet werden.
Damit reduzieren Sie zusätzlich Ihren Gasverbrauch und verwenden Ihren eigenen grünen Strom.

Wie Sie sehen gibt es verschiedene, vor allem Gewerk übergreifende, Lösungen und Komponenten, die eine entspechenden objektspezifische Beratung empfehlenswert machen, die nicht durch eine einseitig orientierte Fachberatung geprägt ist.

Mit sonnigen Grüßen
Jürgen Thurm
Futuretrendconsult.com

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Hallo,

wenn die PV im Eigenverbrauch läuft kann man eine Brauchwasserwärmepumpe einsetzen. Falls der Wechselrichter dies kann sollte eine Wp mit Schnittstelle zu WR verwendet werden. Wenn der WR das Signal gibt hebt die WP die Temperatur an. Nennen Sie mir Ihren Wechselrichtertyp und das Baujahr für geneuere Beratung.

Mit sonnigen Grüßen aus Wissen

Stephan Weitershaus
Photovoltaikanlagen Weitershaus GmbH
02742 9698061

1 Hilfreiche Antwort

Wäre durchaus möglich, wenn der Speicher noch die Möglichkeit biete einen Elektrischen Heizstab nachzurüsten.
Komplett wird das mit einem kleinen Speicher für Strom, um die Nachverluste auszugleichen.
Ob sich das Rechnet ist allerdings eine andere Frage.
Gruß AWI

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