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Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau.
Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist.
Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen?
Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?

Frau G. 06.10.2016

Gasheizung Solarthermie Photovoltaik Energieberater

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

18 Hilfreiche Antwort
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Ich habe Fragen zur Problemstellung oder Ihre Fragestellung ist mir nicht ganz klar: wenn sie neu bauen oder gebaut haben sollte es für das Gebäude noch aus der Planungsphase, eine Heizlast-Ermittlung, Berechnung einer zukünftigen Heizungsanlage geben? Also: wieviel Heizenergie benötigt eigentlich mein neues Gebäude zum bewohnen. Natürlich mit so wenig fossilen Energieträgern wie möglich. Wenn Sie EnEV2016 Anforderungen erreichen wollen bedarf es der geforderten Gebäudequalität oder einer detaillierten Wärmebückenberechnung oder dergleichen mehr. Wenn Sie mit "Misch-Maßnahmen" nachplanen möchten um noch mit dem Haus in dem Förderbereich zu kommen sollten Sie umgehend einen versierten Energieberater einschalten der die Angelegenheit professionell für Sie abarbeitet. Vor allen, die relativ wichtigen Zeitabläufe einhält.

Grüße
Günter Haase

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Ja, diese Kombination kann die Anforderungen erfüllen. Sicherlich ist sie auch bezüglich der Investition günstig. Ob sie jedoch langfristig über die Lebensdauer des Heizsystems von 25 Jahren noch sinnvoll, bzw. günstig ist, sollte nachgerechnet werden. Es ist immer zu unterscheiden zwischen reiner Investition und langfristiger Amortisation. Dabei sind die aktuellen Fördermöglichkeiten mit entscheidend.
Eine pauschale Antwort ist also zwar möglich, trifft aber nicht den Kern ihres Anliegens eine "vernünftige" Heizungsanlage zu finden. Die richtige und zu ihnen passende Heizungsanlage ergibt sich aus einer Vielzahl von energetischen Faktoren, den technischen Möglichkeiten vor Ort und ihren persönlichen Vorlieben. Sind diese Rahmenbedingungen geklärt, kann über eine Kostensimulationsrechnung über 25 bzw. 40 Jahre das Optimum gefunden werden.
Bei weiteren Fragen dazu einfach melden.
Viele Grüße A. Schwarz

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