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Altbau von 1910 mit 420qm Wohnfläche mit neuer Gasheizung: Wie viel kW, wie groß sollte der Puffer ausfallen?

Wir haben ein Altbauhaus (Bj 1910) mit ca. 420qm Wohnfläche auf drei Etagen plus Keller erworben. Die Deckenhöhen betragen durchgehend über 3 Meter.

Dort sind wir Anfang des Jahres mit zwei Familien (je zwei Erwachsene und zwei kleine Kinder) eingezogen.

Zur Zeit verfügt das Haus über eine alte Gasheizung (Brenner von 1980, 55kW) zur Beheizung der Räume und über Elektrodurchlauferhitzer zur Bereitung des Warmwassers.

Wir planen nun den (gesetzlich ja auch erforderlichen) Austausch der Heizung und wollen dann auf jeden Fall auch die Wamwasserversorgung zentral über die neue Heizung gestalten.

Wir fragen uns zum einen, welche Leistung die neue Heizung haben sollte. Ich tendiere zu 50kw. Wenn ich es richtig verstanden habe nutzen moderne Gas-Brennwertthermen ja nicht immer die volle Leistung, wenn diese nicht benötigt wird. Über die nächsten Jahre werden wir nach und nach die alten einfachverglasten Scheiben durch neue ersetzen, und das Dach neu decken lassen.

Zudem fragen wie uns, wie viele Liter der Wasserspeicher haben sollte. Wir legen großen Wert auf Komfort. Es soll auf jeden Fall möglich sein, dass im Haus 2 oder 3 Personen gleichzeitig (mit ordentlichem Druck) duschen oder baden. Zudem soll es auch möglich sein eine Stunde am Stück zu duschen ohne dass das Wasser kalt wird. Reichen dafür 400 Liter oder brauchen wir dann einen deutlich größeren Tank?

Nach kurzer Internetrecherche hatte ich z.B. von Buderus den Brennwertkessel GB 212 mit 50KW und den Speicher SU 400 gefunden, die ins (recht knappe) Budget passen würden. Passt das ungefähr zu unseren Bedürfnissen?

Könnten wir in einem ersten Schritt den Warmwasserbehälter an die alte Heizung (von Viessmann) anschließen um von den teuren Elektrodurchlauferhitzern weg zu kommen und dann im nächsten Jahr den Kessel austauschen?

Budget für andere Systeme (Pellets, PV-Anlagen etc) haben wir leider nicht.

Herr R. bei Düsseldorf, 05.11.2018

Gasheizung Ölheizung Stuckarbeiten Dach

Sie sollten sich mit einem Fachunternehmen in Verbindung setzen. Sich die Preise der einzelnen Komponenten für Ihr großes Objekt aus dem Internet zu holen ist ein Fehler. Eine Heizungsmodernisierung besteht nicht nur aus Kessel und Speicher. Denn alle zusätzlichen Komponenten wie zb. eine feste Fülleinrichtung, Schlammabscheider, Enthärtung nach VDI2035 oder eine hydraulische Weiche,Zuleitungen zu den bestehenden Durchlauferhitzern und die gesamte Demontage mit Entsorgung sowie die fachgerechte Montage und ein hydraulischer Abgleich der Anlage mit 5 Jahren Gewährleistung werden von Ihnen nicht berücksichtigt und möglicherweise unterschätzt.
Gerne stehe ich Ihnen als Fachunternehmen mit Rat und Tat zur Seite.

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Ich schließe mich Herrn Böing an.Zunächst sollte die Gebäudehülle saniert werden. Dann sind als 2. hydraulische Anpassungen erforderlich. Ein Brennwertkessel GB 212 ist hier eher veraltet. Ich bevorzuge eine neueres Modell mit zeitgemäßer Reglung, einer hydraulischen Weiche und mehreren Heizkreisen.

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Da Sie einige Sanierungsmaßnahmen vorhaben brauchen Sie einen Energieberater am besten Bauingenieur. Für die Heizungsanlage wird eine Heizlast nach DIN 12831 ausführliches Verfahren (Raumweise) benötigt.Mit diesem Werkzeug werden dann Nennwärmeleistung ermittelt. Desweiteren muss auch die Hydraulik auf Ihr Gebäude abgestimmt werden.Ohne Berechnungen ist eine vernünftige Aussage nicht möglich. Ausserdem benötigen Sie die Unterlagen für die Förderung.

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Nach Durchlesen Ihrer Sanierung der Heizungsanlage und damit verbundene Wasseraufbereitung über die neue Gasheizung würden wir Ihnen einen anderen Weg vorschlagen.
Die neue Heizungsanlage sollte auf keinen Fall auf den Wärmebedarf des jetzigen Zustands Ihrer Immobilie ausgelegt werden.
Es muss genau umgekehrt passieren. Sie müssen erst die Gebäudehülle (Dach, Fenster usw.) sanieren und dann muss das entsprechende Heizsystem ausgesucht werden.
Ich kann Ihre Anliegen bezüglich der Finanziellen Situation verstehen, da einiges an Kosten auf Sie zukommt.
Aber diverse Banken z.B. KFW können solche Maßnahmen zusammen gezogen werden (Dach, Fenster, Heizungsanlage), wo es am Ende dafür sogar Tilgungszuschüsse erlangen.
Wie schon geschildert, bitte nicht die Heizungsanlage zuerst und aus Hygienischer Sicht auch den Warm- Wasserspeicher nicht zu groß auslegen. (Legionellen) Warm- Wasser-Komfort kann auch anders gewährleistet werden.

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