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Neubau & EEWärmeG: Gasheizung und Solarthermie mit Heizungsunterstützung oder nur für Warmwasser

Ich plane, nächste Jahr mit meinem Neubau zu beginnen. Ich habe mich für eine Gasheizung entschieden. Nun meine Frage, muss ich laut Gesetz (EEWärmeG) eine Gasheizung mit Solarthermie + Heizungsunterstützung nehmen oder reicht es wenn ich eine Gasheizung mit Solarthermie für nur Warmwasser nehme?

Herr B. bei Wasserburg am Inn, 01.05.2018

Gasheizung Solarthermie Energieberater

Laut EEWärmeG muss bei Neubauten ein bestimmter Mindestanteil des gesamten Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien erzeugt werden.(bei Solar sind es derzeit mindestens 15 Prozent)
Entscheidend ist der Jahresenergiebedarf des neuen Wohngebäudes (rechnerischer Nachweis durch EnEV2016 erforderlich). Hier sollten Sie sich an einen Energieberater oder Fachplaner wenden. Aus der Berechnung ist ersichtlich, wie hoch der Anteil ist und wie die Dimensionierung ausfällt.In vielen Fällen wird Solarthermie zur Warmwasser und Heizungsunterstützung eingebaut.

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Es ist schade, dass Sie auf Gas setzen.
Von Theorie und was EnEV, EEG etc. bei Neubau heute fordern, wurde Ihnen viel erläutert. Von einer Praxis und über Wirtschaftlichkeit war nie die Rede.

Natürlich davon abhängig, wie effizient die Gebäudehülle ist und wie hoch die Vorlauftemperaturen (VL) sein werden, ist eine thermische Solaranlage immer wirtschaftlicher, wenn Sie für Warmwasser (WW) + Heizungsunterstützung (HZG) ausgelegt wird (bei uralten, ungedämmte Gebäude und mit hohen VL stimmt das allerdings erst nach sehr langen Laufzeiten).

Rechnen Sie doch einfach. Wie hoch am gesamten Endenergieverbrauch werden für Wärme und wieviel für WW benötigt. 10, 20, 25 % für WW, abhängig vom Effizienzstandard Gebäude (bei einem Passivhaus können es schon 50 % und auch mehr sein), der weitaus größere Anteil wird aber für Wärme benötigt. Und lassen Sie sich doch Angebote ins Haus kommen: einmal nur für WW mit z.B. 4 Kollektoren und einmal 8 Kollektoren für WW + HZG.

Wenn man Ihnen nicht "künstlich kreierte" Angebote ins Haus schickt, dann werden Sie feststellen, dass das Angebot für WW + HZG nicht doppelt so teuer ist. Es dürfen max. 50 % höhere Kosten entstehen. Und z.B. 6 % Deckungsrate bei der HZG können die gleiche Ersparnis bringen, wie 60 % beim WW.

3 Hilfreiche Antwort

Hallo,
ob GBW + STA tatsächlich für Sie tatsächlich wirtschaftlich sinnvoll ist, bezweifle ich.
Im EnEV Nachweisverfahren wird das Ihnen vermutlich reichen, bei den tatsächlichen Verbrauchskosten mit hoher Wahrscheinlichkeit jedoch nicht ;-)

1 Hilfreiche Antwort

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Sofern Ihr neues Haus gut gedämmt ist und die Heizung halbwegs umweltfreundlich ist...
benötigen Sie überhaupt keine Solarthermieanlage.
Die Anforderungswerte der EnEV für Qp und Ht müssen in dem Fall um 15% unterschritten werden.

Für die Solarthermie gilt entweder 15% Bedarfsdeckung oder 0,04m² je m² Nutzfläche des Gebäudes.
Sie können aber auch im Mischwert die Forderung erfüllen.
z.B. Qp und Ht 5% besser und 10% Bedarfsdeckung Bzw. 0,02m²/m²durch die Solarthermie.

Am vernünftigsten ist es den EnEV-Nachweis, der ja sowieso zu Baubeginn vorliegen muss, vorher durch einen neutralen Energieberater erstellen zu lassen der kann Ihnen dann ggf. auch die Wirtschaftlichkeit der diversen Varianten ausrechnen und evtl. auch mal schaut was es an Fördermitteln gibt.

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In Ergänzung zur Antwort von Fr. Draheim, hängt es natürlich davon ab, wie gut die Gebäudehülle gedämmt ist und wie groß der Neubau wird. Bei einem Passivhaus reicht bspw. ein Teelicht, um einen Würfel mit 1 m Kantenlänge (1 m3) komplett zu beheizen.
Daher als Antwort: Theoretisch kann eine Gasheizung mit Solarthermie rein für Warmwasser ausreichen, in der Realität muss man das dann immer am konkreten Bauwerk durchspielen. Gerne können Sie hierfür auf mich zukommen.

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