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Kellerdecke richtig dämmen

Ich möchte nach KfW die Kellerdecke mit einem WLG Wert 024 oder besser dämmen., benötige dafür ein möglichst dünnes, aber sehr gut isolierendes Material, dass einen WLG Wert von min. 024 erfüllt. Habe max. 3 cm Höhe zur Verfügung. Gibt es entsprechende Bodenplatten oder ähnliche Materialien?

Herr F. bei Leverkusen, 23.10.2017

Dämmung Energieberater

Wenn es denn sehr dünn sein muss, was unter der Kellerdecke oft der Fall ist, hilt nur Aerogel. Beispielsweise Aevero von STO hat ein lamda von 0,016 W/mK. Die noch leistungsfähigeren Vakuumpaneele (0,007)sind im Kellerbereich wegen Installationen oft nicht einsetzbar.
Bei 3 cm unter der Decke müssten auf der Decke aber schon 6 cm eines Hartschaums mit lamda 035 liegen, was oft nicht der Fall ist.

Viel Erfolg!

2 Hilfreiche Antwort
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Ihre Frage verrät leider nicht, ob Sie die Deckenplatte von oben oder von unten dämmen möchten. Die Festlegung der Dämmung sollte Ihr Sachverständiger (den Sie ohnehin für die KfW brauchen) bauphysikalisch berechnen und er möchte bitte auch an ggf. entstehende Wärmebrücken denken. Die Frage nach dem Material und der Machbarkeit beantwortet sich dann - quasi von selbst ;-)

1 Hilfreiche Antwort

Ja es gibt eine PU Dämmung die z.B. auch beidseitig mit Alu Kaschiert ist und einen Wärmeleitwert von 0,024 hat.
Diese ist auch Trittfest und kann unter dem Estich auf der Bodenplatte (nicht im nassen Bereich) verwendet werden kann.
Sollte eine Dämmung von Unten unter der Kellerdecke befestigt werden, gibt es Materialien mit einem Wert von 0,022.
Diese Dämmungen sind nicht schlecht und sind zu empfehlen.
Jedoch entsprechend der KfW reicht dann diese Dicken von 3 cm nicht aus.
Förderfähig werden bei den Wärmeleitwerten erst Dämmungen ab der Dicke von 9 cm. (Mindestanforderung laut Merkblätter der KfW)
Sollte eine Dämmung mit dem Wert 0,035 eingebaut werden steigt die Dicke sogar auf 13 cm.

Hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben.
Bei weiteren Fragen bitte ruhig melden.

Herr F., 01.11.2017

Sehr geehrter Herr Schweidler, vielen Dank für Ihre sehr hilfreiche Experten-Antwort! Ich wünsche Ihnen schöne Feiertage.

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Ich vermute einen Fehler in Ihrer Frage: Nach KfW muss die Kellerdecke einen U-Wert von 0,25 W/m²K erreichen, damit sie förderfähig ist. Wenn Kellerseite und Raumseite zur Verfügung stehen, z. B. weil Sie einen neuen Fußboden verlegen, kann die nötige Dämmung aufgeteilt werden. Falls es sich um eine Betondecke handelt, deren Dämmbeitrag verschwindend ist, kann man näherungsweise den U-Wert mit 10 cm Polyurethan der Wärmeleitgruppe WLG 025 erreichen - wie gesagt aufgeteilt auf beide Deckenseiten ODER einseitig. Viel dünner geht es nicht. Hoffe das hilft Ihnen weiter.
Für KfW-Förderungen benötigen Sie eine Baubegleitung durch einen Sachverständigen KfW. Der wird Ihnen das genau für Ihren Keller berechnen. Anträge sind vorab zu stellen!

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