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Erdwärme oder neue Gasheizung: Was ist effizienter?

Wir haben in unserem Wohnort die Möglichkeit, Erdwärme von einem Geothermie Anbieter als Fernwärme zu beziehen.

Die Preise sind aber recht hoch. Ist dies sinnvoll oder macht es mehr Sinn, eine neue und effiziente Gasheizung zu kaufen? Wir sind zu zweit in einem kleinen Reihenhaus.

Frau U. 07.07.2017

Wärmepumpe Gasheizung Energieberater

Hallo,
ist es ein Bestandsgebäude oder ein Neubau?
Wie meist sind solche Fragen aus der Ferne nicht belastbar zu beantworten, denn die Ausgangsdatenlage ist hierfür nicht ausreichend.
So muss u.a. der tatsächliche Energie- und Leistungsbedarf für Heizung und WW-Bereitung bekannt sein.
Bei Fernwärme, zunächst völlig unabhängig von der Quelle, bindet man sich stets an einen lokalen Versorger auf Dauer und kann am freien Wettbewerb unterschiedlicher Energielieferanten nicht teilnehmen.
Man prüfe daher, bevor man sich ewig bindet.
Herzstück hier die Hausübergabestation, die ebenso sorgfältig zu dimensionieren ist, wie ein dezentraler eigener Wärmeerzeuger. Das passiert leider selten, was überhöhte Verbrauchskosten zur Folge hat.

Bei einem eigenen Wärmeerzeuger existieren verschiedene Möglichkeiten. Ob hier ein Gasbrennwert Gerät alleinig zielführend ist, lässt sich aus o.g. Gründen ebenfalls nicht beurteilen.
Auch dieses kann nur auf Grundlage einer bedarfsgerechten Anlagendimensionierung ausgewählt werden.
Andernfalls sind auch hier die Verbrauchskosten überhöht. Bei einem Neubau ist zudem eine in EFH meist unwirtschaftliche STA notwendig.
Neben dem zusätzlichen Aufwand für eine STA sind z.B. auch die Anschlußkosten relevant.

Energieeffizienz-Experte / TGA Planer / freier Gutachter

http://www.gesbb-energieberatung.de/

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Bei der Gasheizung müssen Sie bezüglich des EWärmeG weitere Anforderungen erfüllen. Beim Anschluss an das Geothermie-Netz nicht.

Welche Lösung zu bevorzugen ist, bedarf einer näheren Betrachtung. Allerdings sollten erneuerbare Energien in Anbetracht des fortschreitenden Klimawandels durchaus in Erwägung gezogen werden.

Ein langfristiger Wärmeliefervertrag kann Sie preislich bei der Lieferung von Nahwärme ebenfalls absichern.

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Vergleichen Sie nicht nur den Kauf einer Gasbrennwerttherme mit dem Angebot eines Versorgers sondern führen Sie (vielleicht mit Unterstützung eines Fachmanns) eine ergebnissoffene Betrachtung durch.

Hierzu gehört die Erfassung der Haus- und wohnräumlichen und persönlichen Situation, Ihre Erwartung an die Eigenschaften der Hausheizung und zu guter letzt auch eine Prognose für die nächsten 15 Jahre, was das Thema Energiekostenentwicklung angeht.

Jede Energiequelle verteuert sich jährlich. Die Frage ist letztendlich worauf legen Sie persönlich besonderen Wert.
In vielen Gesprächen ergeben sich auf dem 2. Blick ganz andere Aspekte, die zu einem anderen Blickwinkel führen.

Der Preis einer Anlage kann sich so relativieren. Bestätigen Sie so trotzdem Ihr Erstkonzept, haben Sie eine Entscheidung auf der Basis eines umfassenderen Blickes getroffen. Es ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Lösung.

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Der Entschluss sich für einen Fernwärmeanbieter zu entscheiden, bedeutet dass sie sich langfristig an einen einzigen Lieferanten binden. Dieser kann ohne Konkurrenzdruck seine Preise gestalten wie er lustig ist.

Eine bessere Lösung wäre es, wenn sie sich mit ihren Nachbarn zusammen tun und eine gemeinsame Heizanlage betreiben. Das bedeutet nur einmal Wartungskosten nur ein Bruchteil der Investitionskosten. Der Stellplatz für die gem. Anlage kann vertraglich als Betreibergemeinschaft geregelt werden (wer den Heizraum stellt bekommt etwas Miete usw.) Die baulichen Veränderungen sind Minimal. Es müssen nur die Leitungen (Vor- Rücklauf Warmwasser) von einem Keller in den nächsten verlegt werden.

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Bei Ihren Bedingungen wird ihr Wärmebedarf nicht so hoch sein, dass sich eine Gasheizung unbedingt rechnet. Darüber hinaus können Sie noch einen Löffel Umweltschutz auf Ihre Waagschale legen. Jeder sollte sich überlegen, ob er Abgase in die Luft pusten möchte.

Über das Steigen und Sinken der jeweiligen Energiepreise wird nur eine Kristallkugel etwas sagen können. Haben Sie schon Investitionskosten, jährliche Wartungskosten und Energiekosten bei jetzigem Verbrauch (~ 20.000 kWh/a?) gegenüber gestellt?

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