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Alte Holzfenster ersetzen: Wie hoch ist die Gefahr von Schimmelbildung?

Ich möchte in meinem Haus die alten Holzfenster durch energieeffiziente, neue Fenster aus Kunststoff ersetzen. Im ersten Schritt nur das Erdgeschoß.
Ich habe gelesen, dass durch neue dichte Fenster die Gefahr von Schimmelbildung gegeben ist. Regelmäßiges Lüften wird erfahrungsgemäß schwierig. Ich habe im Wohnzimmer einen Kamin. Was habe ich für konkrete Möglichkeiten?
Reicht der Luftaustausch im Haus durch das 1.OG? Hier sind noch alte Fenster verbaut?
Ist eine Zwangsbelüftung energetisch sinnvoll?

Herr N. bei Oberhausen, 17.02.2017

Fenster Dämmung

Der Austausch der Fenster sollte in Verbindung mit einem Lüftungskonzept geschehen.
Der U-Wert der Wand wo die neuen Fenster eingebaut werden soll besser sein als der Uw-Wert der neuen Fenster.
Ein fachgerechter Wärmebrücken mimimierter Einbau muss ebenfalls sicher gestellt sein.
Natürlich könnte man z. Bsp. Fensterfalzlüfter membrangesteuert verbauen das macht gem. Lüftungskonzept evtl. auch Sinn.

2 Hilfreiche Antwort
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Erst einmal wäre es wichtig, zu wissen, aus welchem Baujahr das Haus ist.

Es sollte definitiv ein Lüftungskonzept erstellt werden, über das der evtl. Lüftungsbedarf genau bestimmt werden kann. Je nach Baujahr des Hauses ist so manches mal gar keine zusätzliche Lüftung nötig. Aber das muss genau abgeklärt werden.

Danach kann entschieden werden, ob eine Zwangsbelüftung über z.B. Fensterfalzlüfter sinnvoll und ausreichend ist. Fensterfalzlüfter sind energetisch nicht bedenklich, da sie den Uw-Wert der Fenster nicht wesentlich beeinflussen.

Mit freundlichen Grüßen

Franco Schmitz
Bauelemente Schmitz

1 Hilfreiche Antwort

Wichtig ist das Lüftungskonzept, das darüber entscheidet wie der Luftaustausch im Haus vonstattengehen muss (Bei Neubauten ist ein Lüftungskonzept vorgeschrieben DIN 1946-6)

Bei einer Modernisierung ist es notwendig, wenn im Haus mehr als ein Drittel der Fensterfläche ausgetauscht oder im Einfamilienhaus mehr als ein Drittel der Dachfläche neu abgedichtet wird.

Hier greifen dann schlussendlich die Lüftungskonzepte. Je nach Ergebnis der Berechnungen, erarbeiten die Fachleute ein Lüftungskonzept für das Gebäude. Es enthält Vorschläge, mit welcher Lüftungstechnik die Bewohner be- und entlüften sollten, um die vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten.

Sie können auch einen Energieberater oder Architekten fragen: der hilft ihnen bei der Erstellung und begleitet die Umsetzung. Was Dachfenster angeht: An den meisten neuen Dachfenstern kann eine Zwangsbelüftung nachgerüstet werden (wählbar zwischen manueller oder elektischer Unterstützung)

Das in aller Knappheit.

Mfg Theo May

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