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Fernwärmeheizung in zwei Gebäuden ersetzen - welches Heizsystem?

Derzeit werden meine 2 Gebäude (Baujahr 1960 (2 Wohnungen) und 1992 (EFH)) über die Fernwärme einer Biogasanlage versorgt. Leider ist dies nicht mehr allzu lange möglich.
Deswegen benötige ich eine neue Heizung. Zwischen diesen beiden Gebäuden befindet sich ein ehemaliges Stallgebäude, in diesem sind bereits Versorgungsleitung für die beiden Gebäuden verlegt (wegen Fernwärme).

Das optimalste wäre nun, eine Heizung für beide Gebäude dort zu installieren. Ebenfalls läuft in 4 Jahren die Vergütung meiner PV-Anlage aus. Nun stehe ich vor dem Dilemma, welche Heizung ich einbauen soll.

Können Sie mir ein Heizungssystem empfehlen? Ich dachte evtl. an eine Hybridheizung aus Gas (Flüssiggas) und Wärmepumpe (um später den Stromüberschuss zu nutzen).
Oder doch eher evtl ein Heizstab?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Herr T. 16.08.2017

Wärmepumpe Gasheizung

Herzstück bei Fernwärmeversorgung ist die Hausübergabestation. Die muss entfernt werden und durch einen geeigneten Wärmeerzeuger ersetzt werden. Insofern ist die gleichzeitige Versorgung beider Gebäude sinnvoll.

Ob die Versorgungsleitungen hydraulisch hinreichend dimensioniert und gedämmt wurden, lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen. Mehrere Wärmeerzeuger (Hybridheizung) sind dabei selten wirtschaftlich. Ein alleiniger E-Heizstab wird mit Sicherheit ein wirtschaftliches Groschengrab. Eine Wärmepumpe wird vermutlich sinnvoll sein. Welche Art der Quelle hier notwendig, wirtschaftlich sinnvoll ist, sollte zuvor von einem verkaufsunabhängigen Fachmann überprüft werden.
Defizite hinsichtlich der Wärmepumpenfreundlichkeit bei den Heizflächen, lassen sich durch PV Erträge ggf. ausgleichen (Jahresbilanz, Eigenverbrauch).

Herr T., 21.08.2017

Vielen Dank für die Informationen. Es sind ingesamt ca. 400qm Wohnfläche (ungedämmt, nur neue Fenster) in 3 Wohnungen unterteilt. Ich habe mich in letzter Zeit näher über Hochtemperatur-Wärmepumpen informiert, aber mittlerweile habe ich den Überblick verloren. Mitsubishi bietet ja die sogenannte Zubadan-Technologie. Gibt es noch weitere Hersteller die diese Technik verwenden? Welchen Hersteller würden Sie für eine Hochtemp.-Wärmepumpe mit Inverter-Technologie und SG-Ready Label empfehlen?

Hallo Herr Traub, von Hochtemperatur-Wärmepumpen würde ich abraten. „Normale“ WP schaffen VLT bis zu 50..55°C. Hochtemperatur-Wärmepumpen vielleicht 55..65°C. Generell gilt jedoch für alle WP: Je größer der Temperaturhub zwischen Quelle und Senke, je uneffizienter werden sie (Anlagenaufwandszahl, JAZ, hohe Verbrauchskosten). Daher werden für effiziente WP Anlagen die Heizflächen für den Heizbetrieb für VLT ca. 28…35°C ausgelegt, was entsprechend große Heizflächen erfordert (FB/W Heizflächen). In Bestandsgebäuden sind diese meist nicht vorhanden, zudem existieren deutlich höhere Raumheizlasten als bei modernen Neubauten. Auch sind hier mehrere Wohnungen mit entsprechendem WW Bedarf vorhanden. In Ihrem Fall wird sicherlich eine GBW Therme sinnvoll sein. PVA könnte Sie in die WW-Bereitung integrieren (Erhöhung Eigenverbrauch).

Herr T., 23.08.2017

Danke :)

3 Hilfreiche Antwort

Flüssiggas ist von den laufenden Kosten her relativ teuer, eine Wärmepumpe wird mit den Gebäuden BJ: 1960 auch nicht
die optimale Lösung sein. Ohne sonstige wichtige Information zu haben, würde ich aus der Ferne eine
a) Pellet - Anlage mit Energiespeicher
Alternativ:
b) Erdgasanlage mit Energiespeicher
empfehlen.
Für die PV-Anlage empfehle ich
a) Batteriespeicher für Eigenverbrauch
b) evtl. zusätzlichen E-Heizstab bzw. modulierende E-Heizung zum Anschluss an den Energiespeicher.

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