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Versorgung von Heizung und Warmwasser durch Mehrfamilienhaus mit PV Anlage: Wer kann helfen?

Folgende Situation: Es geht um ein bestehendes 4 -Familien-Wohnhaus mit Ölheizung und ein neues 1 Familien-Wohnhaus. Das 4 Familien-Wohnhaus soll eine Solaranlage bekommen. Das 1 Familien-Wohnhaus soll vom 4 Familien-Wohnhaus mit Heizung und Warmwasser mit versorgt werden.
Worauf müssen wir achten? Wer kann bei der Umsetzung helfen und hat eine Einschätzung hinsichtlich der anfallenden Kosten?

Herr W. bei Villingen-Schwenningen, 24.12.2016

Ölheizung Photovoltaik

Hallo,

Eine PV-Anlage in Kombination mit einer Wärmepumpe und einer Ölheizung zur Spitzenlastabdeckung kann durchaus viel Sinn machen.
Bei Interesse melden Sie sich bei mir.
ENPLA

4 Hilfreiche Antwort
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Hallo,

mit Photovoltaik (PV) Wärme über einen Heizstab zu erzeugen, macht keinen Sinn, wenn man eine konventionelle Heizung bereits hat.
Ein Heizstab macht aus 1kWh-elektrischen-Strom nicht ganz 1kWh-Wärme. Diese eine kWh-PV-Strom kostet ca. 14cent inkl. Mwst..
1Liter Heizöl kostet heute ca. 65cent und man gewinnt ca. 10kWh-Wärme aus selbigen...macht also ca. 6,5cent/kWh-Wärme...PV wäre diesbezüglich schon einmal doppelt so teuer.

Weiteres Manko ist der Platzbedarf einer adäquaten PV-Anlage, wenn es, wie hier, um 5Wohnungen mit ca. 15Personen geht, welche man mit Solarenergie bei der Warmwasser- und Heizwärmebereitung unterstützen will.
Grob überschlagen:
eine 1kWp-PV-Anlage hat einen Jahresertrag von ca. 1000kWh-Strom (Südausrichtung) und einen Platzbedarf auf dem Dach von ca. 7qm (verschattungsfrei)...mit Heizstab hat man dann einen Ertrag von 1000kWh-Wärme p.a., was ca. 100l-Öl ersetzen würde.

zum Vergleich
eine Solarthermie-Anlage mit Flachkollektoren einer Größe von ca. 2,6qm hat einen Jahresertrag an Wärme von ca.1346kwh (Bsp. EURO L20AR der Firma Wagner Solar, lt. Solar-Keymark)

Eine Solarthermieanlage benötigt also statt ca. 7qm Fläche nur 2,6qm und liefert im Jahr noch 30% mehr Ertrag.

Wenn im Mehrfamilienhaus Heizkörper vorhanden sind, würde ich eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung empfehlen.
Die Abrechnung für die 4Wohneinheiten und dem Neubau kannman dann ganz einfach über die Wärmemengenzähler realisieren.

Eine PV-Anlage für Eigenverbrauch beim normalen Haushaltsstrom macht durchaus Sinn.
In Kombination mit einem Batteriespeicher kann man bis zu 70% des Solarstroms selbst verbrauchen...will man dann den Aufwand mit dem Finanzamt nicht betreiben, kann man den Rest an Solarstrom, den man nicht elektrisch verwerten kann, von mir aus via Heizstab in Wärme umwandeln, bevor man ihn sonst ungenutzt abregeln würde.

Freundliche Grüße

3 Hilfreiche Antwort

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