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80qm Estrich für Fußbodenheizung

Aufgrund der zu geringen Aufbauhöhe (4 cm über den Heizungsrohren) sei ein Zusatzmittel erforderlich:
„Zulage für den Einbau eines Zusatzmittels für erhöhte Biegezugfestigkeit und frühere Belegreife“
Dieses Zusatzmittel soll laut Angebot 9,85 €/qm zzgl. 19 % Mehrwertsteuer kosten.
Ist dies erforderlich und kann es sein, dass dieses Zusatzmittel zirka 1/3 der Gesamtkosten für den Estrich ausmacht?

Herr K. bei Herbolzheim, 28.11.2016

Fußbodenheizung Trockenbau

Bin kein Estrichleger, aber Fussbodenheizung machen wir.
Dieses Zusatzmittel ist sicherlich nötig. Wie da ja schon steht hauptsächlich nötig, um die Statik zu gewähren.
Zusätzlicher positiver Nebeneffekt ist die frühere Belegreife.
Ohne dieses Zusatzmittel bräuchten Sie in der aktuellen Jahreszeit viel mehr Energie (Kosten) um den Estrich trocken zu bekommen. Wenn Sie Glück haben, ist der Estrich in 14Tagen trocken und kann mit Fliesen oder anderem Belag belegt werden und man kann früher einziehen. Ohne Estrichzusatzmittel kann das dann auch 4-6Wochen gehen.
Ob das Zusatzmittel billig oder teuer ist, ist regional unterschiedlich. Einfach eine Meinung und ein Angebot eines 2.Estrichlegers einholen.
Freundliche Grüße

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Wir machen seit über 20 Jahren auch ein Fußbodensystem, bei dem man dies nicht braucht. Um nähere Auskünfte zu geben, bitten wir den Interessenten um telefonische Absprache. Bei 4 cm Estrich mit darunterliegender Fußbodenheizung entstehen große Risiken bezüglich der Haltbarkeit. Der erhöhte Preis ist wohl damit verbunden.

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Gerne gehe ich auch Ihrer Frage ein.
Grundsätzlich stellt sich die Fragen von welchem Estrich hier gesprochen wird. Beim CT = Zementestrich in der Qualität F5 Biegezugfestigkeit ist eine Mindestüberdeckung über Rohrscheitel von 40 mm ohne Zusatzmittel ausreichend. Warum der Estrichleger hier einen Zusatz verkaufen will ist mir nicht bekannt. Es könnte natürlich sein, daß die Rohdecke entsprechende Toleranzen hat und damit die Überdeckung von 40 mm nicht überall sichergestellt wird. Ein Zusatz um eine Estrichbeschleunigung zu erreichen ist sicher sinnvoll wenn der Bauherr nicht 3-6 Wochen sondern die Belegreifezeit reduziert haben möchte.
Erfahrungsgemäß sind Zusätze beim CT Estrichen im Preisbereich von 4-6 Euro/m² realistisch. Bei CAF = Fliesestrich auf Anhydritbasis sind die Preise für eine Beschleunigung deutlich höher. Von einem Trockenestrich kann ich nur abraten. 1. Sehr teuer da dann noch ein Ausgleichsschüttung auf 1-2 mm genau erstellt werden muss. Dieser Kostet alleine schon 15-20 Euro/m² Der Trockenestich selbst dann verlegt nochmals 35-40 Euro/m² und dann natürlich noch die Fussbodenheizung geeignet für Trockenestrich. Was dann als Ergebnis herauskommt ist eine FBH die eine sehr schlechten Wärmedurchgang hat. Zum Vergleich . 25 mm Trockenestrich hat einen Wärmedurchgang von 0,36 W/mK wobei ein CT 1,2 W/mK aufweist. Daran können Sie schon erkennen wie stark die Werte sich unterscheiden.7

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Dieses Mittel ist tatsächlich bei nahezu allen Arten von Estrich notwendig. Der Angegebene Preis sollte sich normalerweise nicht auf Quadratmeter beziehen, dieser Preis wäre normalerweise ungefähr pro Liter des Mittels anzunehmen.

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Hallo,

ich habe zwar keine Estrichfirma, würde aber als Heizungsunternehmer den Aufbau der Fußbodenheizung Grundsätzlich anders gestallten. Ist hier noch die Frage zu klären, ob es nur um die Überdeckung geht oder auch um die Belegreife. Natürlich kann man bei 4cm Rohrüberdeckung einfach nur Drahtmatten zur Bewährung auflegen, aber wenn die Fußbodenheizung noch nicht gelegt ist, würde ich eher einen trockenen Aufbau bevorzugen. Vorteile: geringere Aufbauhöhe, keine Feuchtigkeit durch den Trocknungsvorgang des Nassestrichs im Raum und sofortige Begeh-und Belegbarkeit. Mit besten Grüssen Mario Bauermeister Haustechnik

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Der konventionelle Calciumsulfatestrich besteht aus den Komponenten Anhydrit, Sand bzw. Kies, eventuell Zusatzstoffen und Wasser. Bearbeitet wird er wie Zementestrich. Durch Zugabe von geeigneten Kunstharzdispersionen kann die Festigkeit gesteigert werden. Das Abbinden erfolgt durch Kristallisation. Je nach Temperatur und Baustellenklima ist der Estrich nach drei Tagen begehbar und nach 28 Tagen voll belastbar. Nach DIN 18 560 1-4 + 7 können sie gerne nachlesen. Ich würde dann lieber einen Trocken Estrich ausführen bevor ich Zuschlagstoffe zuführen würde.

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