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Spezialist für meine Gasheizung gesucht

Ich habe einige Fragen an Spezialisten für Gasheizungen:
1) Ich versuche gerade herauszufinden, in welchen Fällen man eigentlich eine Systemtrennung braucht? Wann wird diese vom Fachbetrieb angeboten und wann nicht?
2) Das gleiche gilt für neue Heizkreisverteiler. In welchen Fällen muss ein neuer Heizkreisverteiler installiert werden? Warum ist der "Anschluss an den Heizkreis" nicht auf allen Angeboten für neue Gasheizungen aufgeführt?
3) Eine neue Kondensat-pumpe und eine Installation einer neuen Abgasleitung wird doch eigentlich nur notwendig, wenn vorher noch keine Brennwertheizung installiert war?

Herr L. bei Hamburg, 23.11.2016

Gasheizung Fußbodenheizung

1.Eine Systemtrennung kommt dann in Frage wenn das angehängte Heizsystem Rohre aufweist die zum Beispiel Sauerstoff in das Rohrsystem lassen. Dieser kann den Wärmetauscher moderner Brennwertkessel schaden. Deweiteren ist als wichtiger Punkt die zu bewegende Wassermenge. Da ein Brennwertkessel durch seine Leistung physikalisch nur einen gewissen Wasseranteil erhitzen kann (Q=m*c*DeltaT), ist es notwendig eine hydraulische Weiche oder eine Systemtrennung zu installieren. Diese ist gerade bei Fussbodenheizungssystemen oder alten Stahlrohrleitungen mit viel Wasserinhalt wichtig. Beachtet man diese nicht kann es passieren das trotz einer hohen kw Leistung des Brennwertkessels die Heizkörper nicht ausreichend versorgt werden.
2.Ein Heizkreisverteiler macht eigentlich Sinn bei mehreren Heizkreisen mit einzelnen Zubringerpumpen. Ein Verteiler spart dem Heizungsbauer dann Kosten in Form von Arbeitszeit. Desweiteren wollen wir ja saubere Arbeit leisten und mit Verteilung ist es dann auch aufgeräumt. Ein muß für einen Verteiler gibt es allerdings nicht. Entscheiden sollten die Örtlichkeiten.
3.Eine Kondensathebepumpe ist dann nötig wenn das Gefälle vom Kondensatanschluss Wärmeerzeuger zum Ablauf nicht gegeben ist.
Abgasanlagen sind meist mit dem Wärmeerzeuger zertifiziert. Wenn ein entsprechendes Kunststoffabgassystem vorhanden ist und dieses kompatiebel zum neuen Wärmeerzeuger ist könnte es bleiben. Auch hier entscheiden die Örtlichkeiten.
Mit freundlichen Grüßen

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1. Eine Systemtrennung ist bei alten Anlagen sinnvoll. Alte Eisenleitungen und Heizkörper haben viel Schlam und würden den Wärmetauscher in den Brennwertgeräten dichsetzen.
2. Ein Heizkreisverteiler ist notwendig bei mehr als 1 Heizkreis.Wird auch gerne aus Kostengründen im Angebot weggelassen. Ein guter Heizungsmonteur bietet aber ein an.
3. Eine Kondensathebeanlage muss nur getauscht werden wenn sie defekt ist. Bei der Abgasleitung sieht das anders aus. Es ist Vorschrift bei erneuerung der Anlage die Abgasleitung mit auszutauschen.
Ist Mitbestandsteil der Heizung.
Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen.

2 Hilfreiche Antwort

1)Eine Systemtrennung wird von einigen Kesselherstellern vorgeschrieben, wenn Rohrleitungen vorhanden sind, die nicht sauerstoffdicht ist. Moderne Brennwertkessel mit Wärmetauschern aus Edelstahl haben damit in der Regel kein Problem.
2)Neue Heizkreisverteiler müssen nur dann eingebaut werden, wenn sie marode sind. Wenn es vorher keine Probleme gab, kann der vorhandene Verteiler bleiben. Die Anbindung an die vorhandene Anlage kann man nur exakt kalkulieren, wenn man die Anlage gesehen hat. Man kann jedoch pauschal anbieten, wenn die Verbindungsleitungen nicht länger als z.B. 2 Meter lang sind.
3)Wenn bereits eine Kondensatpumpe vorhanden ist, sollte sie weiter genutzt werden. Die Abgasleitung kann nur erhalten bleiben, wenn sie eine allgemeine Zulassung hat. Die Dichtungen in alten Abgasleitungen können jedoch versprödet sein. Dann sollte man die Leitung erneuern. Abgasleitungen aus Kunststoff sind heute lange nicht mehr so teuer wie noch vor einigen Jahren.
Viele Grüße

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Zu Punkt 1 Systemtrennung wird meistens erstellt wenn eine Fußbodenheizung vorhanden ist.
Zu Punkt 2 Heizkreisverteiler werden dann verwendet wenn mehrere Heizkreise vorhanden sind. Beispiel: Fussbodenheizung
Zu Punkt 3 Sie haben recht aber wenn ein Niedertemperaturkessel verwendet wird sind die Abgastemperaturen so niedrig das Kondensat im Kamin entsteht.

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