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Entkalkungsanlage nachrüsten

Ist ein nachträglicher Einbau einer Entkalkungsanlage bei hartem Wasser sinnvoll?

Frau S. bei Kelheim, 11.05.2018

Gasheizung Energieberater Architekt
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Eine Enthärtungsanlage ist immer sinnvoll zumal damit das System nicht weiter an Innenquerschnitt verliert und sämtliche Elektrogeräte, die mit Wasser zu tun haben eine deutlich längere Lebenszeit haben werden. Auch der Wasserverbrauch beim Waschen, Duschen, etc. sinkt.

Ansonsten schliesse ich mich den Herrn an, die bereits vor mir geantwortet haben.

Viele Grüße !

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Grundsätzlich ja.

Bis zu 14°dH ist es M.E. nicht erforderlich. Ab Wasserhärte 21°dH würde ich das dringend empfehlen. Die Wasserhärte erfahren Sie von Ihrem Wasserversorger.

Wir empfehlen in solchen Fällen Enthärtungsanlagen auf Basis eines Ionenaustauschers. (Die Anlagen bei denen mit Salztabletten die Tauscher regeneriert werden)
Bei allen anderen Anlagentypen, insbesondere den Magnetsystemen, ist die Wirksamkeit umstritten.

Sie müssen vor Installation prüfen ob die vorhandenen Rohre geeignet sind. Bei alten verzinkten Stahlrohrleitungen ist hier in der Regel z.B. eine zusätzliche Dosieranlage erforderlich um sicherzustellen das die Leitungen durch das weiche Wasser nicht beschädigt werden.

Noch ganz allgemein, da im Bereich Wasseraufbereitung viele Glaubenskämpfe und Mythen unterwegs sind.
Diese Ionenaustauschersysteme - auch evtl. in Verbindung mit Dosieranlagen - finden Anwendung in Turnhallen, Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und bei Gärtnereien.

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Kleine Ergänzung:
sind sie in einer Wohungseigentümergemeinschaft, wird das mit der klassischen Enthärtungsanlage mit Salz und Ionentausch nicht gehen, weil das Wasser enthärtet wird und damit chemisch verändert wird. Dafür gibt es Kalkbehandlungsanlagen, die z.B. nur die Zustandsform des Kalkes so ändert, dass er sich nicht weiter an den Rohrwandungen er Leitungen anlagert. Ein Produkt, das so funktioniert ist z.B. Biocat.

Allerdings ist der Kalkschutz, vor allem bei dem Kaltwasser nicht so gut, wie bei einer klasssischen Enthärtungsanlage. Ablagerungen werden nicht abgebaut, sondern nur neue verhindert. Die Kosten und Unterhaltskosten beider Systeme sind vergleichbar. Andere Systeme mit Magneten etc. sind meines Wissens wissenschaftlich nicht allgemein anerkannt (ein Kollege an der HTW in Berlin hat das vor ca. 5 Jahren mal recherchiert). Allerdings kenne ich einige Fälle, bei denen mir Kunden berichten, dass diese alternativen nicht anerkannten Systeme bei Ihnen funktioniert hätten. Messtechnisch überprüfbar war das allerdings nicht.

MFG vom Enefgieberater

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