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16 Jahre alte Module ersetzen: Welche Kombination ist möglich?

Bei meiner Photovoltaik-Anlage sind 2 Module defekt. Da die Anlage inzwischen 16 Jahre in Betrieb ist, sind die gleichen Module nicht mehr zu bekommen.

Was ist zu beachten bei der Beschaffung ähnlicher Module? Wie weit dürfen die elektrischen Werte bei Reihenschaltung voneinander abweichen?

Passen folgende Module zusammen?
Modul A (150 Watt, 34,0 V MPP-Spannung, 42,8 V Leerlaufspannung, 4,45 A MPP-Strom, 4,75 A Kurzschlußstrom)
Modul B (175 Watt, 36,7 V MPP.Spannung, 44,6 V Leerlaufspannung, 4,77 A MPP-Strom, 5,39 A Kurzschlußstrom)

Herr S. bei Murnau am Staffelsee, 19.07.2017

Photovoltaik Energieberater

Herr Lang-Berens hat Ihnen bereits Adressen von Firmen gegeben, die alle Module passend nachbauen. Dies ist sicherlich die kosengünstgste Lösung.
Für weitere Lösungen müsste ich die Modulmenge, die Stringanzahl und Anzahl der Module pro String wissen - ebenfalls Daten zum Wechselrichter.

mit sonnigen Grüßen
W. Kohler

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Es gibt die Möglichkeit, dass man Module anfertigen lässt. Sie können MOdule der selben Bauform sicher auch mit höheren Leistungen fahren, denn der STromfluss wird sich nicht ändern, denn in der Reihenschaltung bestimmt das schwächste Glied den STromfluss.
Was aber an zu denken wäre ist die Umrüstung der Wechselrichter auf Solaredge mit Moduloptimierer, dann können Sie jedes Modul einzeln betreiben, egal welcher Stärke und haben auch eine Überwachung auf Modulebene. Ich denke das ist zukunftsträchtig und bringt ihnen am Meisten.

WIR LIEFERN LÖSUNGEN

Josef Mittermeier

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Versuchen Sie es mal bei diesem beiden PV Modulproduzenten. Die stellen ggf. immer noch PV Module nach Maß her (1:1 passend in elektrischen Kenngrößen und Maßen/Optik wie die Originalmodule):

Hörmann Novo Solar GmbH
Produktion, Reparatur und Nachbau von Photovoltaikmodulen
auch PV Module nach Maßanfertigung, Nachbau nicht lieferbarer Module
http://www.hoermann-novo.de/

Krannich Solartechnik
PV Großhändler
auch PV Module nach Maßanfertigung, Nachbau nicht lieferbarer Module
www.krannich-solar.com

MfG Hanno Lang-Berens, Puchheim

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Von der technischen Seite:
Ein Austausch der gesamten Module wäre auf jeden Fall einer "Flicklösung vorzuziehen". Eine Kombination von 150W Modulen mit "modernen Modulen" mit 285W halte ich nicht für eine gangbare Lösung, da der Strom egal wo die Platten montiert werden immer durch alle Module fließen können muss.

Wirtschaflichkeit:
Da die Module die installiert sind mit Sicherheit auch schon eine starke Leistungsreduzierung aufgrund des Alters haben (ca. 15 - 20%) wäre eine Umrüstung der Anlage auf neue Module mit einer maximalen Erhöhung der Gesamtleistung nach EEG sicherlich eine sehr gute Investition. Die Wechselrichter sollten auch getauscht werden, da neuere Modelle bessere Wirkungsgrade aufweisen und zudem oft einen erweiterten MPP Spielraum haben. Der Wirkungsgrad ist also auch bei schlechteren Einstrahlverhältnissen besser.

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Eine wirklich gute Frage. Mit kleinen Spannungsunterschieden kommt ein moderner Wechselrichter leicht zurecht. Allerdings würde ich das stärkere Modul als letztes vor dem WR in den betreffenden String einbinden, um die alten Module nicht zu sehr zu fordern die müssen schließlich den stärkeren Stromfluss transportieren. Wie alt ist denn der eingebaute WR? Nach welchen Kriterien soll die Frage beantwortet werden? Wirtschaftlichkeit? Nachhaltigkeit?

Das EEG bietet für Anlagen, die vor dem 01.0820145 ans Netz gegangen sind, die Möglichkeit des Upgrade um 30% Gesamtleitung ohne Veränderung der Einspeisevergütung. Daran würde ich zuallererst denken, denn wenn schon jemand aufs dach geht und austaucht, dann ist es sinnvoller, die Anlage komplett umzurüsten. Statt neue Module neben alte zusetzen und ggf. nächstes Jahr das Ganze zu wiederholen.

Wie viele Module mit welcher Leistung sind verbaut? zum Beispiel 30 mit 125 Watt, dann wären das ca. 3,75 KW. Das Ziel wäre also eine Neuauslegung auf 4,8 KW. dann wären das z. B. neu 16 Module mit 285 Wp. Oder bleibt leer. Dazu ein neuer WR und die Sache wird rund. Der restliche Platz kann dann für eine weitere Anlage genutzt werden.

Herr S., 22.07.2017

Hallo Hr. Blechschmidt, vielen Dank für Ihre Antwort. Hier die Antworten zu Ihren Fragen: Die Anlage wurde am 29.10.2001 in Betrieb genommen. Sie besteht aus 18 Modulen von jeweils 150 Watt Nennleistung des Herstellers BP-Solar, der schon vor fast 10 Jahren in Konkurs gegangen ist. Der WR wurde nie getauscht, ist also so alt wie die gesamte Anlage. Es existieren 2 Strings, wobei einer aufgrund defekter Module keine Leistung mehr liefert. Mit geht es in erster Linie um die Wirtschaftlichkeit der Anlage wobei ich natürlich auch Wert auf eine Nachhaltigkeit lege über den Vertragsablauf von 20 Jahren hinaus. Der gesamte Strom wird ins Netz eingespeist, eine Selbstnutzung war zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Ein Upgrate der Anlage würde mir gefallen, habe aber gelesen, daß das nur bei Eigenverbrauchsanlagen möglich ist. Sollte ich mich diesbezüglich an der jeweiligen Netzbetreiber wenden? Mit freundlichem Gruß, Horst Schuler

Grüß Gott Herr Schuler, OK. Das bedeutet,Sie haben 48,1 ct/kWh Einspeisevergütung. BP-Solar war nur ein Spin-Off der British-Petrol, die eigentlichen Hersteller haben gewechselt. BP hat das Sterben lassen, als sie gemerkt haben, dass sie mit richtigem Wettbewerb überfordert sind. So wie die meisten der klassischen Energieunternehmen. Hier in Bayern hat die BayWa die BP-Anlagen eine Zeitlang vermarktet. Aber das ist egal. Ihre Anlage hat dann 2,7 KWp,könnte also auf 3,6 aufgebohrt werden. Da wären dann 12 Module. Mit neuen Modulen erreichen Sie einen höheren Wirkungsgrad. Die Einspeisevergütung bleibt gleich. Sie haben richtig gelesen: Das geht nach EEG § 61: Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG 2017) § 61c Verringerung der EEG-Umlage bei Bestandsanlagen (1) Der Anspruch nach § 61 Absatz 1 verringert sich auf null Prozent der EEG-Umlage für Strom aus Bestandsanlagen, 1. wenn der Letztverbraucher die Stromerzeugungsanlage als Eigenerzeuger betreibt, 2. soweit der Letztverbraucher den Strom selbst verbraucht und 3. soweit der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird, es sei denn, der Strom wird im räumlichen Zusammenhang zu der Stromerzeugungsanlage verbraucht. (2) Bestandsanlagen im Sinn dieses Abschnitts sind Stromerzeugungsanlagen, 1. die a) der Letztverbraucher vor dem 1. August 2014 als Eigenerzeuger unter Einhaltung der Voraussetzungen des Absatzes 1 betrieben hat, b) vor dem 23. Januar 2014 nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigt oder nach einer anderen Bestimmung des Bundesrechts zugelassen worden sind, nach dem 1. August 2014 erstmals Strom erzeugt haben und vor dem 1. Januar 2015 unter Einhaltung der Anforderungen des Absatzes 1 genutzt worden sind oder c) vor dem 1. Januar 2018 eine Stromerzeugungsanlage nach Buchstabe a oder Buchstabe b an demselben Standort erneuert, erweitert oder ersetzt haben, es sei denn, die installierte Leistung ist durch die Erneuerung, Erweiterung oder Ersetzung um mehr als 30 Prozent erhöht worden, und 2. die nicht nach dem 31. Dezember 2017 erneuert, erweitert oder ersetzt worden sind. Sie müssen also zunächst beim Netzbetreiber die Umstellung der Anlage auf Eigenverbrauch vornehmen. Dazu brauchen Sie eine Handvoll Formulare, die der Netzbetreiber Ihnen aushändigt und einen beim Netzbetreiber zugelassenen Elektriker der den neuen Zweirichtungszähler anklemmt und die Formulare bestätigt. Wenn das erledigt ist, müssen Sie hartnäckig die Bestätigung verlangen, Die machen das in der Regel zum Jahresende, also im November / Dezember, weshalb es sinnvoll ist, diesen Schritt möglichst schnell zu erledigen. Wird ein paar Euro kosten. Dann rüsten Sie anschließend die Anlge um und melden dem Netzbetreiber - und nicht vergessen: Der BNetzA - die dann höhere Leistung. Ein neuer Wechselrichter ist dann in jedem Fall nötig. Sie werden dann ca. 3.600 kWh produzieren, von denen im Regelfall ca. 1.200 kWh Direktverbrauch sind und den Rest speisen sie weiter ein. Zum alten Tarif. Das Aufrüsten kommt dann in Wesentlichen auf die Kosten eines WR und der neuen Module. Ich schätze komplett ca. 6.000 Euro. Dafür sparen Sie 1.200 kWh Stromeinkauf ein. Also 300 Euro im Jahr, in Kürze ansteigend. Das neue Modulfeld könne Sie dann nach 20 Jahren aus dem EEG laufen lassen, wieder erweitern und 2021 komplett neu anmelden. besten Gruß Thomas Blechschmidt

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