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Schallschutz im Mehrfamilienhaus

Wir wohnen im obersten Stock eines Mehrfamilienhauses und hören die Tritte und teilweise auch die Stimmen der Nachbarn unter uns. Bisher habe ich im Internet nur gelesen, dass ein Schutz in der Wohnung unter uns angebracht werden muss. Gibt es eine Möglichkeit, dass in unserer Wohnung ein entsprechender Schallschutz/Lärmdämmung vorgenommen wird und wenn ja welche?

Frau S. bei Horb am Neckar, 12.08.2019

Dämmung Architekt Laminat Estrich

Die Ursachen beseitigen. Schallschluckende Teile im Treppenhaus aufhängen. Es gibt sogenannte Mooswände in verschiedenen Farben. Oder groben Kork o.ä.

Die Wohnungsabschlusstüren verstärken und abdichten auch und vor allem zum Boden hin.

Schallschluckende, großflächige Fußabstreifer, Stirnflächen der Treppenstufen schallschluckend bekleben und die Stufenunterseiten usw.

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Nun, zum Schallschutz gibt es klare Richtlinien, die i.d.R. eingehalten werden können, was bedeutet, dass Sie als Nachbar nicht gestört werden durch Stimmen.
Schallschutzmaßnahmen sind während des Baufortschritts ständig zu prüfen und i.B. durch geeignete Maßnahmen im Vorfeld planerisch zu erücksichtigen, so dass die vorgegebenen Werte nicht überschritten werden.

Als Wohnungseigentümer haben Sie ein Recht, etwa die öffentlich- rechtlichen wie auch die vertraglich vereinbarten Mindestlärmbeschränkungen zu fordern.
Lärmschutzmaßnahmen sind grundsätzlich einfach einzuhalten, doch in der Praxis werden häufig Maßnahmen zur Reduzierung von schallübertragenden Bauteilen nicht ausreichend berücksichtigt, so dass Schall im weitesten Sinne übertragen wird, was unangenehm ist und im Weiteren ein Baumangel mit sich bringt.
Hierzu bedarf es allerdings umfangreiche Messungen und es ist nicht immer ganz einfach, die lokale Stelle der Schallübertragung fest zu stellen.

Grundsätzlich gibt es durchaus Möglichkeiten, schallübertragende Bauteile zu trennen, allerdings bedarf es hierzu in bewohnten Zustand nicht unerheblichen Arbetsaufwandes, da hierzu möglicherweise Möbel entfernt werden müssen, um an die schallübertragenden Bauteile zu kommen; einfacher sind Schalldämmmaßnahmen in Rohrleitungen durchzuführen, da auch hier nicht selten Schallübertragungen festgestellt werden, hin und wieder derartige Schächte überhaupt nicht gedämmt sind.
Die Untersuchung schallübertragender Bauteile ist aufwendig und geht mit kleineren Bauteilöffnungen einher, so dass bei einer eventuellen Untersuchung ein Handwerker anwesend zu sein hat (bestenfalls vom ausführendem Unternehmen) und Öffnungen nach Vorgabe des Sachverständigen öffnet im späteren Verlauf diese Öffnungen zu schließen hat.
Werden hierbei Baumängel festgestellt, ist ohnehin der Mangel nach Angabe des Sachverständigen durch das ausführende Gewerk zu beheben.

MfG
R. Bertsch

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