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Kombination von Wärmepumpe, Photovoltaik und Solarthermie

Ich hätte gern eine Frage. Es ist zu erkennen, dass es eine gute Kombination zwischen entweder Wärmepumpe und PV Anlage oder zwischen Wärmepumpe und Solarthermie je nach Bedarf geht.

Ich hätte gern gewusst, ob dieser Zusammenhang zwischen der Wärmepumpe und den beiden Solaranlage optimiert ist oder sogar praktisch ist. Also, PV Anlage zum Storm und Solarthermie zum Heizen. Wäre es möglich solche Zusammenstellung in einem Quartier einzusetzen?

Herr A. bei Morschen, 12.03.2018

Wärmepumpe Solarthermie Photovoltaik

Die Solarthermie macht bei den aktuell niedrigen Kosten für PV-Anlagen wirtschaftlich keinen Sinn. Die meiste Energie produziert die Solarthermie im Sommer wenn sie keine Heizung/Wärme benötigen. Für diese maximal Leistung im Sommer müssen riesen Wasserspeicher (2000 Liter und größer) aufgebaut werden um die Energie die zu diesem Zeitpunkt keiner benötigt zu speichern (sonst fliegt ihnen die Anlage um die Ohren). Die Investition ist absolut unwirtschaftlich. Fragen sie mal einen Heizungsbauer nach einer Wirtschaftlichkeitsrechnung für eine Solarthermieanlage.Sie werden keine Antwort bekommen...

Die PV-Anlage produziert auch im Sommer deutlich mehr Strom als notwendig.
Die PV-Anlage ist ein offenes System.Der PV-Strom steht in erster Linie tagsüber im Eigenverbrauch ihrem Haus zur Verfügung.Überschuß an Strom verkaufen sie für 12 Cent/kWh.Die PV-Anlage amotisiert sich bei den aktuellen Investkosten nach 6-8 Jahren.

Tagsüber können sie den Strom speichern den ihr Haus Nachts benötigt...ca.6,0 bis 10,0 kWh ist der Lastgang/Strombedarf Nachts in einem 4-Personen Haushalt.
Sie können mit dem PV-Strom die Wärmepumpe betreiben.Im Sommer für Brauchwasser und in der Übergangszeit März,April,Mai...September,Oktober auch zum Heizen.

In der Regel muss die Messtechnik umgebaut werden (Kaskadenschaltung;Kosten im Neubau 0 €,im Bestandsgebäude 300 €)damit die Wärmepumpe mit PV-Strom betrieben werden kann und bei Bezugsstrom im Winter der preiswerte Wärmestrom gemessen/abgerechnet werden kann. Zukünftig können sie mit überschüssigen Strom der PV-Anlage ein Elektroauto laden...usw.das ist der Vorteil eines offenen Systems...

Wenn PV-Anlage und Stromspeicher richtig geplant sind (Basis der Planung ist ihr Strombedarf Haus und Wärmepumpe tagsüber und Nachts...das nennt man Lasstgang)können sie 70 % des benötigten Stroms für Haus und Wärmepumpe im Eigenverbrauch bereitstellen.
Eine Solarthermie macht hier keinen Sinn.Die fehlenden 30 % an Strombedarf hat die Wärmepumpe im Winter weil von der PV-Anlage kein Strom kommt.
Im Winter bringt Solarthermie aber wenig bis nichts.

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Die Frage ob zu einer Wärmepumpe besser Photovoltaik passt oder oder Solarthermie kommt auf das Nutzerverhalten und die Ziele des Nutzers an. In der Regel ist die Photovoltaik die universellere Lösung. Der erzeugte Strom kann nicht nur für den Betrieb der Wärmepumpe genutzt werden. Das gilt besonders da der Strom, den die Photovoltaik im Winter liefern kann nie ausreicht um die Wärmepumpe zu 100% mit Strom zu versorgen. Sie hilft aber trotzdem einen großen Teil des Strombedarfes übers Jahr hinaus zu decken. Was im Sommer zu viel produziert wird kann ins Netz abverkauft werden. Was im Winter fehlt muss eben aus dem Netz zugekauft werden. Bilanzierend rechnet sich die Investition eigentlich immer. Es sind aber die langfristigen Entwicklungen der Technik, die gerade im Moment sehr in Bewegung sind, und die Kostensituation zu bedenken um ein optimales Ergebnis zu erhalten.

Für die Solarthermie sprechen die geringeren Investitionen und die Förderung von z.Zt. noch 2.000,- Euro durch die BAFA. Einen Speicher sollte man in beiden Fällen vorsehen. Für die Photovoltaik natürlich einen elektrischen, für die Solarthermie ist ein Wasserpuffer obligatorisch.

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Die Verbindung Wärmepumpe und Photovoltaik ist immer eine gute Variante Energie zu sparen. Die Photovoltaik solle so groß gewählt sein das der erzeugte Strom zu 100% selbst verbraucht werden kann. Ein zusätzlicher Stromspeicher kann als Puffer sinnvoll sein.

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Grundsätzlich ist eine solche Kombination sinnvoll, wenn genügend Zeit zur Amortisation besteht. Ein kostengünstiger und sinnvoller Beginn ist der Einsatz eine Wärmepumpe für Warmwasserbereitung mit Option Solarunterstützung, aber mit Stromlieferung über Photovoltaik.

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