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SMA Solar kämpft gegen Umsatzrückgang

SMA hat immer in die neuesten Technologien und in eine weltweite Präsenz investiert. Jetzt aber muss die SMA Solar Technology AG den massiven Problemen der Solarbranche begegnen. Auch oder gerade ein Weltmarktführer kann sich von der internationalen Entwicklung nicht abkoppeln. Aber auch dafür hat SMA ein Konzept.

Die Nachteile des Solarbooms

In Deutschland hat sich die Zuwachsrate bei der installierten Solarleistung 2010 und 2011 fast verdoppelt. Aus dem ehemaligen Nischensektor ist mittlerweile ein Anteil an der deutschen Stromproduktion von derzeit etwa 4 % geworden. 2014 werden es ca. 7 % sein. Der Solarstrom hat bereits die Kapazitäten der Wasserkraft eingeholt und treibt die Leistung der erneuerbaren Energien am schnellsten nach oben.

Was auf der einen Seite gut für die Energiewende ist, hat auf der anderen Seite zu einem schnell expandierenden Markt mit starker Konkurrenz geführt. Insbesondere China drückt mit seinen niedrigen Arbeitskosten, die sich in der gesamten Tiefe der Solarproduktion wiederfinden, auf den Preis der Anlagen. Dieser ist von 2006 bis heute um bis zu 60 % pro Kilowatt Spitzenleistung gesunken. Gleichzeitig schafft sich China gerade den größten Solar-Binnenmarkt der Welt. Zu einem Zeitpunkt, da in Europa das Marktinstrument der Einspeisevergütung ausgereizt ist, beginnen die Chinesen mit der Förderung der Solarenergie auf einem unvergleichlich höheren Niveau.

Kein Zeitpunkt ist schlechter als dieser, in Europa die Förderung zu beenden. Die Abschaffung der Einspeisevergütung 2014, wenn die Solarstromleistung in Deutschland 52 GW erreicht haben wird, ist beschlossene Sache. Bis dahin sind die Unternehmen, auf deren Schultern die von der Bundesregierung ausgerufene Energiewende ruht, sich selbst überlassen. SMA aber hat einen Weg eingeschlagen, 2014 wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Die Maßnahmen von SMA

Das Konzept von SMA besteht in der Kostenreduktion des laufenden Betriebes und der Entwicklung neuer Marktanteile in den Bereichen Energiemanagement und Solarkraftwerksbau. Mit 21 Niederlassungen in aller Welt, inkl. aller wichtigen Solarstandorte wie Nordamerika, Japan, China, Indien, Thailand, Australien, Korea und dem Mittleren Osten ist das Unternehmen für dieses Vorhaben auch bestens aufgestellt.

Während die Kapazitäten beim Personal zurückgefahren werden (von den derzeit weltweit 5.500 Beschäftigten werden ca. 450 schrittweise ausgegliedert und die Tätigkeit von 600 Leiharbeitern eingestellt), gibt es im Bereich „Entwicklung“ keine Abstriche. Hier richtet sich der Fokus auf das Energiemanagement in Verbindung mit der Speichertechnologie, die für die europäischen Haushalte immer mehr an Bedeutung gewinnen. Je mehr in Europa die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen in den Vordergrund tritt, desto mehr liegt das Interesse der Verbraucher darauf, sich von den ständig steigenden Stromkosten unabhängig zu machen.

Der Vorstand von SMA rechnet 2013 mit einem Umsatz, der im besten Fall das untere Limit des Vorjahres von 1,3 Mrd. Euro erreicht, schließt aber Verluste nicht aus. 2014 will man wieder an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen.

Zur Autorin: Andrea Haaser ist Online Marketing Executive für MVF Global und betreut die Webseite VomFachmann.de. Sie kann jederzeit für Informationen zum Thema Solarenergie und Solaranbieter per Email: andrea.haaser@mvfglobal.com kontaktiert werden.

Bild: © SMA Solar Technology AG

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