Autor: Ines

"Erdwärmebohrstopp" in Baden-Württemberg ist aufgehoben

Die Aufhebung des Bohrstopps ist seit dem 07.10.2011 in Kraft, wie das Umweltministerium Baden-Württemberg mitteilt. Stockwerks­übergreifende Bohrungen sind damit wieder möglich. „Ich freue mich, dass es in den letzten Wochen gelungen ist, zwischen der Geothermie­branche, der Versicherungswirtschaft und uns Einigkeit herzustellen über die künftigen Qualitäts- und Versicherungsstandards bei Geothermiebohrungen. Damit hat oberflächennahe Geothermie in Baden-Württemberg wieder alle Chancen!“, kommentiert Umweltminister Franz Untersteller die Aufhebung.

NABU: Förderung zur energetischen Gebäudesanierung reicht nicht aus

Eine NABU Studie hat zum Ergebnis, dass jährlich 9 Milliarden Euro zusätzliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung notwendig wären, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. NABU-Präsident Olaf Tschimpke hält dies für unwahrscheinlich: „Solche Summen sind angesichts des aktuellen Streits um ein paar Hundert Millionen Euro für Steueranreize zur Gebäudesanierung völlig unrealistisch“.

Feste Einspeisetarife für Erneuerbare Energien nehmen weltweit zu

Laut Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BBV) wird nachhaltig erzeugte Energie weltweit zunehmend mit festen Einspeisetarifen gefördert. Der Verband verweist dabei auf aktuelle Entwicklungen in Japan und China. Beide Länder setzen auf feste Einspeisetarife. Japan ersetzt sein Quotensystem sogar mit einem Gesetz, das dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sehr ähnlich ist.

SPD will Abwrackprämie für alte Heizungen in Nordrhein-Westfalen

Dadurch könnte der CO2-Ausstoß reduziert und Nebenkosten für Mieter und Eigentümer deutlich gesenkt werden. Noch sind in Nordrhein-Westfalen mehr als 300.000 Heizanlagen installiert, die über 25 Jahre alt sind und Umwelt und Verbraucher belasten. Die ersten tausend Antragsteller sollen für die Verschrottung ihrer Heizung eine Prämie erhalten. Der Vorschlag kommt vom Umweltexperten Andre Stinka gegenüber der WAZ Mediengruppe. Heizen dürfe nicht zum Luxus werden, so Stinka.

Preissturz bei Photovoltaik-Modulen

Die Preise für Photovoltaik-Module sinken schon seit Wochen. Während der EU PVSEC, die vergangene Woche in Hamburg zu Ende ging, hielt dieser Trend weiter an. Dort sanken vor allem die Modulpreise großer chinesischer Hersteller von 89 Eurocent auf 76 Eurocent pro Watt. Hersteller aus der zweiten Reihe boten ihre Module sogar für 70 Eurocent pro Watt an. Auch deutsche Modulhersteller werden bald gezwungen werden ihre Preise zu senken.

Die Niedrigpreise gelten bisher nur für Großanlagenbauer. Doch auch Installateure und Eigenheimbesitzer werden bald von den niedrigen Preisen profitieren: „Es wird wie immer einige Zeit dauern, bis die Preise beim Endkunden für kleinere Anlagen angekommen sind, aber es wird geschehen,“ so Dirk Morbitzer, Senior Analyst bei Renewable Analytics im Gespräch mit dem Magazin photovoltaik.

Starker PV-Zubau im Sommer führt zu weiterer Senkung der Einspeisevergütung

Nach Hans-Josef Fell (MdB), Sprecher für Energie der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen wird die Vergütungssenkung zum Jahresanfang 2012 mindestens 15 Prozent betragen, da zu der Basisdegression von 9 Prozent mindestens 6 Prozent hinzukommen werden. Diese Rechnung ergibt sich in Anbetracht des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das festlegt, dass sich die Förderungshöhe reduziert, je mehr PV-Anlagen zugebaut werden.

Metallbearbeitung mit solarer Prozesswärme

In Deutschland macht industrielle Prozesswärme rund 10% des Energiebedarfs aus. Sie wird verwendet um chemische Bäder zu erhitzen, solare Kälte zu erzeugen und Heißluft im Trockenofen zu nutzen. Noch ist der Anteil solar produzierter Prozesswärme gering. Ein Metallveredelungsbetrieb hat nun erstmals solare Parabolrinnenkollektoren an das eigene Dampfnetz  angeschlossen, in denen direkt im Absorberrohr Dampf erzeugt wird.

Konarka stellt organische Solarzellen für Gebäudeintegration vor

Das CleanTech-Unternehmen Konarka Technologies hat als weltweit erster Hersteller organische Solarzellen für die Gebäudeintegration angekündigt. Am 7. September 2011 will das Unternehmen auf der Solarmesse EU PVSEC in Hamburg die neuen Solarzellen vorstellen.

Die Module sind dünn, leicht und flexibel und lassen sich nicht nur in Glas und Baumaterialien, sondern auch in Schatten spendende Strukturen, Folien und Textilien integrieren. Semitransparenz, beliebige Farben und Farbmischungen sind möglich. Die Solarzellen tolerieren nach Unternehmensangaben ungünstige Einstrahlungswinkel und Verschattung und eignen sich daher gut für die Gebäudeintegration.

Broschüre informiert detailliert über Wärmeversorgungssysteme und ihre Kosten

Der „Ratgeber Wärmeversorgung 2011“ von des ASUE e.V. (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energiverbrauch e.V.) informiert in seiner übersichtlich aufgebauten Broschüre über Wärmeversorgungssysteme in Wohngebäuden. Ein detaillierter Kostenvergleich geht auf 24 verschiedene Systemvarianten und deren Bestandteile ein. Ein Berechnungsschema hilft bei der Ermittlung der individuellen Gesamtkosten von Wärmesystemen bei Neubauten.

Umfrage soll Klarheit über Kosten von Solarstromanlagen bringen

Stiftung Warentest will in einem Finanztest eine Kostenübersicht über Preise und Installations­kosten von kleineren Photovoltaikanlagen erstellen. Dazu sollen in einer Umfrage verlässliche Daten gesammelt und ausgewertet werden. Damit soll bei der bisher undeutlichen Preislage für Solarstromanlagen Klarheit gebracht werden.

Private Anlagenbetreiber, die nach Januar 2011 eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung bis zu 30 Kilowatt installiert haben, können sich an der Umfrage beteiligen. Die Fragen beziehen sich auf die Art und Leistung der Anlage, den Monat der Inbetriebnahme und den Preis inklusive Montage.

Europäische Photovoltaik-Konferenz findet vom 5.-9. September in Hamburg statt

Die „European Photovoltaic Solar Energy Conference“ (EU PVSEC), die in diesem Jahr als wichtigste Konferenz für Photovoltaik in Europa gilt, findet vom 5.-9. September 2011 auf dem Hamburger Messegelände statt. Experten aus der Solarbranche diskutieren über neue Konzepte, Trends und Entwicklungen in Wissenschaft und Industrie.

Zeitgleich zeigen auf der Photovoltaik-Ausstellung „PV Solar Exhibition and Trade Fare“ über 900 Betriebe und Organisationen aus der Branche ihre Produktneuheiten und Forschungsergebnisse vor. Die Ausstellung steht für alle Interessierten von Mo-Do 9-18 Uhr offen.

Solarstrom ab 2013 günstiger als Haushaltsstrom?

Nach Informationen des Bundesverbands für Solarwirtschaft (BSW-Solar) wird der in Deutschland auf dem eigenen Hausdach produzierte Solarstrom günstiger sein als die meisten Haushaltsstromtarife der Energieversorger. Dies könnte bereits ab 2013 der Fall sein. Im Jahr 2017 könnten neue Solarstromanlagen auf Gebäuden mit einem hohen Anteil selbst­verbrauchten Solarstroms ohne finanzielle Förderung rentabel betrieben werden. Die Kosten von Solarstrom sinken beständig. So haben sich die Preise für fertig installierte Photovoltaik-Aufdachanlagen seit 2006 halbiert.

Kommunales Infosystem für Erneuerbare Energieprojekte online erreichbar

Seit dem 21.07.2011 unterstützt ein neues, kommunales Informationsportal Kommunen bei ihrer Energiepolitik. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat das Portal bei einen Besuch in der Bioenergie-Modellregion Bayreuth freigeschaltet. Kommunen sollen damit besser informiert und bei ihrer Energiepolitik unterstützt werden.

In vielen Städten und Gemeinden des ländlichen Raumes wurden in den letzten Jahren bereits Projekte mit erneuerbarer Energieversorgung umgesetzt. Auch in Zukunft wollen viele Kommunen Projekte dieser Art durchführen. Das neue Informationsportal soll vergangene Erfahrungen in diesem Bereich zusammenfassen, auf fachliche Kompetenzen hinweisen und die Projektleiter untereinander vernetzen.

Bundesumweltministerium setzt auf nachhaltiges Energiekonzept

Ansicht der Titelseite

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat seinen Jahresbericht 2010 „Innovation durch Forschung“ veröffentlicht. Der Bericht zeigt, wie das BMU seine Mittel in die Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien investiert.

Der Bericht stellt zudem das Energiekonzept der Bundesregierung vom Herbst 2010 vor. Das Konzept soll als langfristig angelegte Gesamtstrategie dazu führen, dass erneuerbare Energien optimal genutzt und eingesetzt werden. Dabei wird vorangig auf regenerative Energien wie Wind- und Sonnenenergie, Erdwärme und Bioenergie gesetzt, die den Kern der zukünftigen Energieversorgung bilden sollen. Ziel des Energiekonzeptes ist die Verringerung von Treibhausgasemissionen und die Erreichung der Klimaschutzziele.

Umfrage belegt hohe Zufriedenheit mit Solarheizungen

Der Bundesverband für Solarwirtschaft (BSW-Solar) legte die Ergebnisse einer  Umfrage vor, in der Eigenheimbesitzer nach der Zufriedenheit mit ihrer Solarheizung befragt wurden. Demnach sind 90 Prozent der Besitzer von Solarwärme-Anlagen sehr zufrieden mit ihrem Heizsystem. Keiner der Befragten gab an, mit seinem Wäremsystem unzufrieden zu sein.

Nach der Befragung nutzen aktuell bereits 13 Prozent der Eigentümer von privaten Ein- oder Zweifamilienhäusern Solarenergie zur Wärmeerzeugung. Tendenz steigend: Jeder dritte Befragte denkt darüber nach, innerhalb der nächsten drei Jahre in Solarwärme einzusteigen.